Der Frühling hält Einzug in den Garten: Das gibt es jetzt zu tun

Der Frühling hält Einzug in den Garten: Das gibt es jetzt zu tun
Der Frühling hält Einzug in den Garten: Das gibt es jetzt zu tun
Nach der Winterruhe erwacht der Garten zu neuem Leben. Die ersten warmen Sonnenstrahlen laden dazu ein, sich wieder vermehrt draußen auf der Terrasse aufzuhalten und Kaffee und Kuchen im frühlingshaften Garten zu genießen. Mit dem Anbruch der hellen Jahreszeit beginnt die Gartenarbeit wieder aufs Neue. Das Frühjahr ist ideal geeignet zur Neugestaltung des Gartens. Frostempfindliche Pflanzen dürfen aber erst nach draußen, wenn es garantiert keinen Bodenfrost mehr gibt. Auch auf der Terrasse gibt es nach der Winterpause einiges zu tun. Viele Hobbygärtner nutzen den Frühling außerdem dafür, Garten und Terrasse neu zu gestalten. Vielleicht soll dieses Jahr endlich der Gartenteich ausgehoben werden oder die Fliesen der Sitzbereiche sind im milden Winter zu tief ins Erdreich abgesunken.

Terrasse überdachen: So einfach geht‘s!

Viele Arbeiten im Bereich der Terrasse lassen sich einfach selbst durchführen, ohne dass dafür eine Fachfirma bestellt werden muss. Eine Alu Terrassenüberdachung kann beispielsweise einfach günstig online bestellt und dann am nächsten freien Wochenende mit eigener Muskelkraft aufgebaut werden. Im Vergleich zur Stoff-Markise schützen Terrassenüberdachungen zuverlässig gegen Niederschläge. Wer auf ein Plus an Sonnenlicht auf der Terrasse nicht verzichten möchte, wählt ein Modell mit durchsichtigem Glas- oder Kunststoffdach. Besonders hübsch sieht die Terrassenüberdachung aus, wenn entlang der stützenden Pfeiler rankende Blühpflanzen gesetzt werden.

Durch eine überdachte Terrasse genießen Sie im Garten den Vorteil, nicht sofort bei einem überraschenden Regenschauer alles in Windeseile ins Haus tragen zu müssen. Halten Sie sich grundsätzlich gerne bei jedem Wetter auf der Terrasse auf, sorgen seitliche Schutzwände für mehr Abschirmung gegen seitlich einfallende Niederschläge und Wind. Eine schöne Optik erzielen Sie unter der Terrassenüberdachung dabei durch die Verwendung von Naturmaterialien. Es gibt beispielsweise Trennwände aus Holz, an denen sich Töpfe mit Küchenkräutern befestigen lassen.

Welche Kräuter dürfen schon im Frühjahr nach draußen?

Bei kalten Außentemperaturen können Kübel vergleichsweise schnell durchfrieren. So mag der verholzte Rosmarin den milden Winter im Garten gut überstanden haben, wenn die Wurzeln tief genug ins Erdreich ragen. Einen Rosmarin im Topf sollten Sie aber erst nach draußen bringen, wenn die Temperaturen auch nachts konstant über 0 °C bleiben.

Das kann ab etwa Mitte März der Fall sein, in höher gelegenen Region ist jedoch Schnee zur Osterzeit keine Seltenheit. Bärlauch, Dill und Petersilie können bereits im März draußen im Garten ausgesät werden. Mit der Aussaat von Liebstöckel oder mediterranem Oregano warten Sie lieber, bis es im April auch nachts frostfrei bleibt. Empfindlicher Basilikum, Majoran, aber auch Minze vertragen die warme Frühjahrssonne am Mai am besten und möchten zudem regelmäßig gewässert werden.

Möchten Sie Küchenkräuter regelmäßig schneiden für die Verwendung zum Kochen, säen Sie am besten nach etwa drei Wochen noch einmal nach. So gewährleisten Sie, dass stets frische Kräuter für die Küche geerntet werden können. Möchten Sie Heilkräuter kultivieren, die es schattig bis halbschattig mögen, können Sie diese idealerweise in einem Hochbeet unter Ihrer neuen Terrassenüberdachung züchten.

Vorzüge von Hochbeeten im Garten

Mit einem nicht zu schweren Hochbeet können Sie ab dem Frühjahr flexibel auf Witterungsumschwünge reagieren. Sie sparen Gießwasser, wenn Sie ein sonst überdacht stehendes Hochbeet im Regen weiter in den Garten hinein stellen. Ein Hochbeet kann in ganz verschiedenen Ausführungen fertig gekauft werden, es gibt beispielsweise auch Hochbeete auf Rollen. Wer es im eigenen Garten etwas handwerklicher mag, baut das neue Hochbeet einfach selbst im Frühjahr und bezahlt dann nur die reinen Werkstoffe. Bei aufziehendem Wind schützen Sie Ihre Pflanzen im Hochbeet dann in der Nähe des Hauses, beispielsweise hinter den seitlichen Schutzwänden Ihrer Terrassenüberdachung.

Hochbeete lassen sich leicht nach drinnen holen, wenn Sie keine Schutzmöglichkeiten vor starker Witterung im Garten, auf Terrasse oder Balkon angebracht haben. Bei der Pflege von Blüh- und Nutzpflanzen im Hochbeet ergibt sich der Vorteil, dass Sie nicht über einen langen Zeitraum in gebückter Haltung arbeiten müssen. Auch die Knie werden geschont, da Sie alle anfallenden Arbeiten im Hochbeet einfach im Stehen ausüben können. Außerdem finden sich in Hochbeeten deutlich weniger Schädlinge, vor allem Schnecken können viel leichter entdeckt werden, wenn sie nach einem Regenguss das Hochbeet hinauf kriechen.

Leckeres Gemüse pflanzen im Frühling

Der Frühling ist die ideale Jahreszeit, um im Garten für ein paar natürlich gewachsene Vitamine zu sorgen. Karotten und Radieschen sind im Frühjahr die ersten Wurzelgemüsesorten, die nach draußen gesetzt werden können. Ab April können dann Kartoffeln in den Boden gesetzt werden. Sie maximieren Ihren Ernteerfolg, wenn Sie Kartoffeln leicht anhäufeln. Nach dem winterlichen Bodenfrost lassen sich außerdem Erdbeeren im Garten pflanzen, die bei günstigen Sonnenverhältnissen ab Juni geerntet werden können.

Bei Erdbeeren erweist es sich als nützlich, diese ab März drinnen auf der warmen Fensterbank vorkeimen zu lassen. Verwenden Sie am besten für jede Erdbeerpflanze ein eigenes kleines Anzucht-Töpfchen, das erspart Ihnen später viel Zeit beim Vereinzeln der Pflanzen. Sollen Erdbeeren bis zur Ernte auf der Fensterbank oder im Hochbeet drinnen wachsen, können Sie die Erdbeerblüten einfach selbst bestäuben mithilfe eines weichen Pinsels. Waschen Sie diesen nach dem Gebrauch nicht ab, sondern stellen ihn mit der Pinselspitze nach oben gerichtet in ein Glas direkt neben Ihre Indoor-Erdbeeren. Bestäuben Sie alle neuen Blüten mit dem im Pinsel verbliebenen Blütenstaub und ernten Sie zum Frühlingsende leckere Erdbeeren, die nicht im Garten vor dem Haus gewachsen sind.

Wildbienen und bunte Gartenfalter anlocken

Heimische Insekten sind im Garten nicht nur überaus nützlich und hübsch anzuschauen, sondern in ganz Deutschland aktuell auch arg gefährdet. Sie können dem Insektensterben aktiv entgegenwirken, wenn Sie eine wilde Wiese im Garten anlegen. Möchten Sie auf der Terrasse Ihre Ruhe haben vor den summenden Wildbienen, richten Sie duftende Blühpflanzen in einem Bereich hinter Ihrer Überdachung ein, wo die Insekten ungestört nach süßem Nektar suchen können.

Gegen Wespen auf der Terrasse hilft es, in einer weit entfernten Ecke im Garten eine Schale mit Zuckerwasser aufzustellen. Auch heimische Falter locken Sie mit Zuckerwasser an, außerdem lieben Schmetterlinge den Duft von wildem Majoran, Oregano, suchen immer wieder Dill und Disteln auf. Lavendel ist eine intensiv duftende Staude, die sowohl von Faltern als auch von Bienen stark frequentiert wird. Lavendel darf ab Mitte Mai nach draußen, nach den Eisheiligen. Ist echter Lavendel gut angewachsen, ist er ab dem ersten Jahr winterhart.

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