Der Herbst kommt: Wohin mit dem Laub?

Wenn die Herbstzeit anbricht und das Laub in Gärten und Parks in den schönsten Farben leuchtet, stellen sich viele Menschen die Frage, ob sich die Arbeit, das Laub zu entfernen, lohnt oder ob sie das Laub aus ästhetischen Gründen nicht einfach liegenlassen sollten. Auf manchen Flächen ist das kein Problem und sogar hilfreich. In anderen Ecken sollte die Blätterdecke aber entfernt werden; wann das der Fall ist und wofür Sie das Laub nutzen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Rasen und Wege vom Laub befreien – und dann?

Viele Grundstückbesitzer befreien im Herbst die Wege und Auffahrten zu ihrem Haus ganz selbstverständlich vom Laub. Vor allem feuchtes Laub kann schnell rutschig und damit zur Gefahr werden. Leistungsstarke Laubsauger helfen bei der mühsamen Entfernung der Blätter und bieten eine bequeme Alternative zur Harke.

Neben den Wegen sollten Gärtner auch die Rasenfläche ihres Gartens vom Laub befreien. Der Rasen erhält unter einer dicken Laubschicht nicht genug Sauerstoff und beginnt daher schnell zu faulen. Dies sorgt im Frühjahr in vielen Fällen dafür, dass Gartenbesitzer ihren Rasen teils neu aussäen müssen, da sich unschöne kahle Stellen gebildet haben. Bei der Laubentfernung sollten Laubsauger hier allerdings nur zum Einsatz kommen, wenn ersichtlich ist, dass sich unter dem Laub keine Tiere eingenistet haben. Bei dicken Laubschichten sollten Sie daher auf die klassische Harke zurückgreifen.

Wenn Sie viele Bäume im Garten haben, kann das Entsorgen des Laubs im Laufe des Herbstes allerdings zu einer wahren Herausforderung werden. Die Laubkörbe an den Straßen und die grünen Tonnen quillen über. Deshalb möchten wir Ihnen 3 Möglichkeiten vorstellen, wie Sie das gesammelte Geäst sinnvoll nutzen können.

Laub für den Kompost

Haben Sie einen Kompost im Garten, stellt dieser den idealen Platz für Ihr Laub dar. Nicht nur die Entsorgung ist so besonders einfach, sondern es bildet sich auch nährstoffreicher Hummus, um den perfekten Gartendünger für den Frühling aufzusetzen.

Damit sich der Kompost besser verbindet, sollten Sie die Blätter allerdings nicht nass und in ihrem ursprünglichen Zustand aufschütten. Die beste Möglichkeit stellt hier ein Rasenmäher mit Auffangkorb dar. Nachdem Sie das klein gemähte Laub aufgesammelt haben, sollte dieses noch etwas antrocknen, bevor Sie es zum Kompost geben.

Beete & Pflanzen mit Laub bedecken

Im Winter leiden viele Pflanzen unter Kälte und Frost. Für den Schutz der Pflanzen nutzen viele Gärtner Mulche, welche zwischen und um die Pflanzen herum in den Beeten verteilt wird. Diese schützt die Wurzeln der empfindlichen Gewächse vor dem Erfrieren.

Um Ihr Laub geschickt weiterzuverwenden und sich die Kosten für Mulche zu sparen, können Sie alternativ das Laub statt der Mulche verwenden. Auch Hecken und Büsche können sie so mit einer maximal 5 bis 10 cm hohen Blätterschicht isolieren. Gleichzeitig bildet sich unter dem Laub schnell humusreicher Boden, welcher den Pflanzen durch eine extra Portion an Nährstoffen beim Schutz gegen die Kälte hilft.

Und das restliche Laub? Überwinterung für Tiere

Falls Sie keinen Kompost haben und auch Ihre Beete bereits gemulcht wurden, können Sie das restliche Laub sinnvoll für die Überwinterung von heimischen Tieren nutzen. Hierzu können Sie einfach ein paar kleine Laubhaufen in verschiedenen Ecken Ihres Gartens verteilen. Unter Bäumen finden sich die meisten Tiere, da hier ein weiterer Schutz vor Niederschlag und Fressfeinden gegeben ist.

Besonders Igel werden Ihnen die Bemühungen danken, da die Laubhaufen ihr Überleben im Winter sichern und ihnen einen gemütlichen Unterschlupf geben. Auch für Raupen sind die Haufen ideal. Möglicherweise können Sie sich im Frühling so über eine wunderbare Schmetterlingspracht in Ihrem Garten freuen.

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