Die Blumenpracht als Stilelement

Die Blumenpracht als Stilelement
Die Blumenpracht als Stilelement
Wer an die Bilder eines Vincent van Gogh oder an die eines Claude Monet denkt, der denkt automatisch an eine Blumenpracht. Nur wenigen Malern ist es in der Vergangenheit gelungen, die florale Schönheit auf der Leinwand noch schöner als im echten Leben darzustellen.

Blumen sind wahre Kunstwerke der Natur. Sie sind in ihrer Geometrie, aber vor allem in ihrer farblichen Gestaltung perfekt. Tatsächlich sind die meisten Blumen so schön, weil sie gefallen wollen. Nicht den Menschen, die gerne daran riechen und sich diese als Schnittblumen in das Esszimmer stellen, sondern den Bienen, Hummeln und Co. de dank der leuchtenden Farben genau wissen, wo sie landen müssen, um den nährenden Nektar zu finden. Die symbiotische Beziehung zwischen den Pflanzen und den Insekten – Nahrung wird gegen den Dienst der Bestäubung eingetauscht – hat dazu beigetragen, dass Blumen schon seit jeher, wegen ihrer mystischen Schönheit, in Gedichten, Liedern und auch als Geschenke in der Gesellschaft verklärt werden.

Wer einmal von der floralen Leidenschaft gepackt wurde, der kommt davon kaum mehr los. Schnell stellt man sich die Frage, wie man korrekt Blumenkästen bepflanzt, welche Pflanzerde die richtige ist, wo die Blumen am besten gedeihen und welche Art von Dünger diese benötigen. Zum Glück ist es mit dem grünen Daumen eine einfache Sache, sobald man erst einmal den Dreh raus hat.

Der Garten als ausdrucksstarkes Mittel

In der Gestaltung eines Gartens zeigen sich in vielen Fällen das Gemüt und die Art eines Gärtners wieder. Während sich ein Garten als besonders akkurat präsentiert, geht es in einem anderen vielleicht vollkommen anders, ja sogar wild, zu. Genau das macht einen schönen Garten aus, er ist ein Werk des Künstlers, also des Gärtners. Die Ideen kommen zum Ausdruck, auch in der Art und Weise der Anpflanzungen. Der eine mag große und wild wuchernde Pflanzen, ein anderer will es lieber pflegeleicht und legt besonders großen Wert auf einen möglichst akkuraten und gepflegten Garten.

Es ist allerdings nicht nur die Grundidee hinter einem Garten entscheidend, sondern auch die kleinen und feinen Details. Blumen entscheiden sich nicht nur in ihrer Art und in ihrem Aussehen, sondern auch grundlegend in ihrer Bedeutung. In der westlichen Gesellschaft weiß man, dass rote Rosen ein Symbol für die Liebe sind. Weiße Blumen stehen für die Reinheit, aber vorsichtig sollte man sein, wenn man asiatische Freunde mit weißen Blumen überraschen möchte. Diese Überraschung kann nämlich schnell negativ ausfallen, denn weiß ist in vielen Ländern Asiens die Farbe der Trauer.

Nochmals eine vollkommen andere ist die Bedeutung der Blumen in der Kunst. Dort steht eine bestimmte Art für eine Familie, für ein Adelsgeschlecht, für die Vergänglichkeit, für ein Königtum oder eine historische Begebenheit. Zu Beginn kann das alles ein wenig verwirrend sein, doch die vielen Bedeutungsebenen der Blumen sollte man aufgreifen und als Stilmittel für den eigenen Garten verwenden. So ist es ein einfaches, ausschließlich durch die Wahl der gepflanzten Blumen, eine spannende Geschichte zu erzählen. Diese muss nicht jeder Besucher verstehen, aber darum geht es auch gar nicht. Viel wichtiger ist, dass man sich in seinem Garten wohlfühlt und wenn man den Blick darüber schweifen lässt, stolz auf sich und sein einmalig schönes Werk sein darf.

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