Die Filteranlage: Das Herz-Kreislauf-System des Teiches

Die meisten natürlichen Gewässer verfügen über einen Zufluss durch einen Bach oder einen Fluss. Dann gibt es noch die geschlossenen Gewässer, die sich aus dem Grundwasser speisen. Dazu gehören zum Beispiel die Baggerseen. Himmelsweiher, die sich nur mit Niederschlagswasser füllen, sind relativ selten, denn bei diesen Gewässern besteht vor allem in regenarmen Sommermonaten die Gefahr, trocken zu fallen.

Die meisten gewerblich genutzten Fischteiche verfügen deshalb über einen Zu- und Ablauf, um eine ständige Frischwasserversorgung zu gewährleisten. Mit dem Frischwasser kommt auch neuer Sauerstoff in den Teich. Doch wie funktioniert das im Garten?

Ein schöner Teich mit der passenden Technik

Ganz egal, um welche Art Teich es sich handelt, um ein Fisch- oder ein reines Lurchgewässer, eine Filteranlage bietet auf jeden Fall Vorteile. Der Teichfilter reichert das Wasser mit Sauerstoff an und reinigt es vor Algen und Trübstoffen.

Das ist nicht nur für eine schöne Optik wichtig, sondern auch für das gesamte Ökosystem. Sind in einem Teich zu viele Algen vorhanden, dann sterben diese irgendwann einmal ab. Durch den Verrottungsprozess bilden sich fischschädliche Faulgase und Faulschlamm. Das Wasser wird trübe und unansehnlich. Diesem Mechanismus wirkt das Filter-Pumpen-System effektiv entgegen.

Kein Filter ohne Pumpe

Es gibt verschiedene Teichfilter Empfehlungen. Auf jeden Fall sollten Pumpe und Filter zum Volumen des Teichs passen, um eine ausreichende Leistung zu gewährleisten. Aber auch die Anzahl der in dem Gewässer lebenden Fische, die Bepflanzung und der Standort spielen eine Rolle bei der Wahl der Filteranlage. Wichtig ist außerdem, dass der Filter sofort nach Fertigstellung des Gartenteichs seinen Dienst aufnimmt.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Druckfilter. Das heißt, dass das Wasser mithilfe einer Pumpe in den Filter manövriert wird und dort mehrere Filtermaterialien durchläuft. Am Ende der Prozedur gelangt das auf diese Art gesäuberte Wasser aus der Pumpe wieder in den Teich. Der erste Filterteil fängt den groben Schmutz ab. Oft verwendet man hierfür ein Filtervlies.

Die nachfolgenden Filterstationen werden immer feiner. Bei vielen Systemen reichert das Pumpen-Filtersystem das Wasser in einem letzten Schritt mit Filterbakterien an, die das Wasser zusätzlich biochemisch reinigen.

Die verschiedenen Filterarten

Es gibt Filter mit unterschiedlichem Aufbau und jeweils anderer Funktionsweise. Es stehen neben den bereits erwähnten Druckfiltern auch Bio-, Unterwasser-, Durchlauf- und Modulfilteranlagen zur Verfügung. Einen sehr einfachen Aufbau weist der Unterwasserfilter auf. Er reinigt den Teich von grobem Schmutz. Das mittels einer Pumpe durch den Filter gedrückte Wasser läuft hier durch einen Vliesfilter.

Beim Durchlauffilter reinigt zumeist ein Schaumstoff das Wasser gleich zu Anfang von groben Teilchen. Die nachfolgende Arbeit erledigen Filterbakterien. Durchlauffilter weisen eine lange Nutzungsdauer auf und eignen sich besonders gut für größere Teiche. Modulfilter sind individuell anpassbare Durchlauffilter. Eine solche Anlage besteht aus mehreren Modulen, die der Anwender auswählt und nach Belieben tauscht. Dadurch ist eine genaue Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse möglich.

Eine Rohrverbindung hält die einzelnen Module zusammen. Biofilter bestehen aus einer vom Wasser durchlaufenen Filtertonne. Nachdem das Wasser in den Teichfilter gepumpt wurde, sickert es durch die natürliche Erdanziehung durch verschiedene Filterschichten in die Tiefe. Ist das Wasser unten angekommen, kehrt es in den Teich zurück. Die oberste Schicht bildet zumeist grober Kies. Je weiter das Wasser nach unten wandert, desto feiner werden die Filterschichten.

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