Die Outdoor-Küche – Kochen an der frischen Luft

Der Sommer ist da und was erfreut mehr, als bei sonnigem Wetter draußen zu grillen? Dabei muss es nicht nur beim Grillen bleiben – die Outdoor-Küche ermöglicht es, selbst im Garten traditionell zu kochen. Der Trend aus den USA gewinnt auch hier in Deutschland an stetiger Beliebtheit. Welche Optionen gibt es und was gilt es bei der Installation zu beachten?

Welches Modell ist das passende?

Eine vollwertige Küche für den Außenbereich ist zwar eine qualitative Bereicherung für den Garten, bringt jedoch schnell hohe Kosten mit sich. Vorgefertigte Modelle beginnen meist bei einem Preis ab 2.500 Euro, bieten dafür neben dem eingebauten Elektro- oder Gasgrill eine breite Arbeitsfläche und einen integrierten Schrank für Kochutensilien. Dieser muss wasserdicht und robust sein, damit Küchengerate und Geschirr vor der Witterung geschützt sind.

Wer nicht möchte, dass die Mahlzeit einen rauchigen Nachgeschmack hat, kann zu einem Lavasteingrill greifen. Ein Gasbrenner beheizt bei solchen Modellen die Lavasteine von unten. Über den Steinen befindet sich der Grillrost, auf dem die Speisen garen. Demnach unterscheidet er sich nicht so stark vom klassischen Holzkohlegrill, bietet jedoch einige Vorteile:

  • Keine lästige Rauchentwicklung
  • Keine offene Flamme
  • Präzise Temperatursteuerung
  • Lässt sich wie ein Herd in der Küche nutzen

Den richtigen Standort finden

Je nachdem wo der eigene Garten liegt, bieten sich mehrere Optionen an. Befindet er sich direkt am Wohngebäude angrenzend, lässt sich die Outdoor-Küche leichter vor der Witterung schützen. Zudem fordert dies keine neuen Wasser- und Stromleitungen, sondern man profitiert von der schon existierenden Versorgung. Daneben ermöglicht dies einen leichteren Transport von Geschirr und Zutaten, da der Weg vergleichsweise kurz ist. Ist ein fester Standort nicht vereinbar, bilden mobile Outdoorküchen eine flexible Alternative.

Wichtig: Bei Kindern sollte der Grill nicht zu nah an der Spielwiese stehen, um Unfälle zu vermeiden.

Die Küchenform planen

Wer mehr als nur einen Grill im Garten haben möchte, muss die Struktur der Outdoor-Küche im Voraus gut einplanen. Um jegliche Koch-Vorgänge auch draußen ausüben zu können, bildet die Form idealerweise ein Küchendreieck, bestehend aus Kühlschrank, Kochfeld und Spüle. Diese Stationen sollten nicht mehr als jeweils drei Meter voneinander entfernt sein. In der Gestaltung unterscheidet sich die Outdoor-Küche demnach nicht zu stark von der Indoor-Alternative. Drei Grundtypen sind hier besonders empfehlenswert:

  • Gerade Küchenzeile: Die Stationen liegen in einer Linie, demnach ist dies eine platzsparende Alternative und findet sich meist direkt an der äußeren Hauswand. Dabei sollte diese ausreichend vor der Hitze geschützt sein.
  • Kochinsel: Diese praktische Küchenform ermöglicht von jeder Seite aus Zugriff auf die Geräte.
  • U-Form: Diese Option benötigt zwar viel Platz, bietet dafür jedoch großen Stauraum und ermöglicht effiziente Arbeit mit den nah beieinander liegenden Küchenzeilen.

Energie- und Wasserversorgung

Ist es nötig, neue Leitungen zu legen, so sollte dies nicht auf eigene Faust geschehen. Für eine neue Gasleitung ist zunächst eine Genehmigung nötig und man muss sich zuvor über mögliche Gefahren informieren. Ein Fachmann übernimmt die Installation. Ähnlich ist es bei weiteren Stromanschlüssen, die für die Küchengeräte nötig sind. Ein Elektriker installiert die Steckdosen und garantiert somit die Sicherheit der Küche.

Hinsichtlich des Waschbeckens gelten vergleichsweise nicht so strenge Regulierungen. Wichtig ist, dass das Becken winterfest ist und über einen passenden Wasseranschluss verfügt. Dieser kann der Gartenschlauch sein, aber auch ein direkter Anschluss an das Wasserleitungsnetz des Hauses ist möglich. Ein solcher Anschluss lässt sich zudem meist unkompliziert eigenhändig installieren.

Wetterfestes Material

Damit die Außenküche möglichst langlebig ist, empfiehlt sich Material, das robust gegen Umwelteinflüsse und Temperaturen ist. Zudem sollte die Ausstattung wasserfest und UV-beständig sein. Besonders geeignet sind demnach:

  • Teakholz: Optisch hochwertig, bei Versiegelung wasserresistent, hohe Kosten
  • Edelstahl: Sehr robustes Material, vor Witterung sicher, hohe Kosten
  • Polymer: UV-resistent, leicht zu reinigen, vergleichsweise günstig

Je nach eigenem Geschmack und Budget gibt es demnach verschiedene Modelle, die individuelle Vorteile bieten.

Die Installation vor dem Wetter schützen

Neben dem richtigen Material lässt sich die Lebensdauer der Outdoor-Küche noch durch zusätzliche Vorkehrungen verlängern. Beispielsweise ermöglicht ein hohes Sonnendach eine Nutzung der Küche selbst bei Regen und hohen Temperaturen. Bei kleineren Installationen erreicht bereits ein Sonnenschirm ähnliche Wirkungen. Dabei ist es jedoch wichtig, zu beachten, dass die Schutzmaßnahmen brandfest oder nicht in Reichweite der heißen Flächen sind.

Wer selbst im Winter kochen möchte, kann mit Heizpilzen und Wärmelampen für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Falls möglich lässt sich mit einer Feuerstelle oder einem Kamin ein heimisches Feeling einrichten.

Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt

Es gibt demnach eine große Zahl verschiedener Faktoren, die die Gestaltung der Outdoor-Küche bestimmen. Diese kann zunächst klein anfangen und lässt sich im Verlauf der Zeit stetig nachrüsten oder mit zusätzlichen Flächen erweitern. Für Partys und entspannte Abende unter der Sonne oder Sternen mit gutem Essen bietet sich solch eine Installation besonders gut an.

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