Effektive Schädlingsbekämpfung im Garten durchführen

Wir kennen sie nur zu gut: Die kleinen Schädlinge, die uns Hobbygärtner ganz schön große Sorgen machen können und die unseren schönen und liebevoll umsorgten Pflanzen im Nu vernichten können. Das können schon allein nur einige wenige Blattläuse sein, die mal eben auf einen Schlag den ganzen Rosenstamm vernichten können. Die hierzulande in unseren Gärten am stärksten verbreiteten Schädlinge sind beispielsweise sehr häufig Blattläuse, Schildläuse, Wollläuse und weiße Fliegen. Etliche Gattungen der Käfer und die Raupen einiger Schmetterlinge gehören zu den beißenden Insekten.

Daneben können aber auch Schnecken, vor allem die Nacktschnecken, Milben oder Nematoden für erhebliche Pflanzenschäden sorgen. Fühlen sie sich einmal so richtig wohl, ist es nur sehr schwierig sie loszuwerden. Bei der üblichen Schädlingsbekämpfung muss man allerdings auch darauf achten, dass die nützlichen Insekten für die Pflanzen und Böden nicht mit den Schädlingen verwechselt oder Schaden nehmen werden. Es gibt viele Methoden der Schädlingsbekämpfung, wir haben hier einmal die effektivsten und auch einfachsten aufgeführt und erörtert.

Den Profi an Bord holen

Wer einen sehr starken Schädlingsbefall im Garten hat, dies womöglich schon Jahr für Jahr und unsicher ist bei der Schädlingsbekämpfung in Eigenregie und sich zudem vielleicht einfach einmal ausgiebig zum Thema beraten lassen möchte, sollte sich einen Experten der Schädlingsbekämpfung an Bord holen. Denn damit man auch effektiv je nach Schwere des Befalls loslegen kann, muss exakt und präzise vorgegangen werden. Denn die Frage um welchen Schädling es sich handelt, stellt sich in den Vordergrund und muss sachgemäß ermittelt werden.

Bei Rasenerde auf Qualität achten

Auch bei Rasenerde kann es passieren, dass wenn man minderwertige Ware kauft, sich dort Schädlinge eingenistet haben können. Diese sind zwar für den späteren Rasen nicht wirklich schädlich, doch sie hindern zunächst die Aussaat und auch das Wachstum. Lücken im Rasenbild und hässliche Flecken im Rasen später sind oftmals Zeuge von schlechter oder minderwertiger Erde.

Beispielsweise sind nicht selten kleine Trauerfliegen in der Erde, das sind schwarze Fliegen, die ihre Eier in der Blumenerde unbemerkt ablegen. Nach einiger Zeit entwickeln sich kleine weiße Larven, die einen erheblichen Schaden an ausgewachsenen Pflanzen und Keimlinge anrichten können. Premium Produkte, wie die Rasenerde von der Palette zu kaufen ist daher ratsam und oftmals sinnvoll.

Möglichst ohne Chemiekeulen auskommen

Man kann beispielsweise die betroffenen Pflanzen mit starken ätherischen Ölen wie Lavendel oder Zwiebeln vertreiben. Blattläuse mögen den Geruch überhaupt nicht und so kann man sie aus ihrer Umgebung mit viel Glück verjagen.

Man kann den Läusebefall übrigens im Sommer ganz klar auch gut daran erkennen, wenn sehr viele Ameisen in der Nähe der Pflanzen entdeckt werden. Denn diese kümmern sich rührend um die Läuse, aber nicht grundlos. Man spricht dabei auch davon, dass die Ameisen die Blattläuse melken. Und sie benutzen dabei einen ganz einfachen wie extrem effektiven Trick:  Mit ihren Antennen berühren sie die Blattläuse, folgedessen reagieren die Läuse mit der Abgabe des süßen Honigtaus, auf den die Ameisen besonders gierig sind. Als Belohnung quasi erhalten die Läuse eine Art Schutz durch die Ameisenarmee vor Fressfeinden wie Spinnen und Vögel, die Ameisen meiden wenn sie in Scharen daherkommen.

Die Nacktschnecke

Sie ist der Feind eines jeden Gärtners und besonders dann, wenn die ersten Salate im Gemüsebeet sprießen und wachsen, die Paprika vielleicht zum ersten Mal Früchte trägt, die Erdbeeren sich rötlich färben und nur darauf warten gepflückt zu werden, oder auch andere Gemüse im Erdbereich. All diese Früchte stehen auf dem Speiseplan der Nacktschnecken. Sie fressen sich quer durchs Gemüsebeet und wissen sie einmal wo die Speisekammer für sie am besten gefüllt ist, kehren sie immer wieder zurück.

Tagsüber sind sie nicht zu sehen und sie sind Meister der Tarnung. Doch sobald es dämmert, die Feuchtigkeit der Nacht anrückt, kriecht eine gigantische Armada meist von kleinen und großen Nacktschnecken ins Beet und futtert sich durch. Aber auch hier kann man mit einfachsten Möglichkeiten Herr über die Nacktschnecken-Armee werden. Mit einem Schutzkreis  von Nelken oder Maiglöckchen, oder auch anderer Pflanzen mit pelzigen Blättern eignen sich hierfür und können das ein oder andere Gemüse vor den gefräßigen Kriechtieren schützen.

Barrieren errichten

Man kann diverse Schädlinge auch abwehren, indem man ganz einfach mechanische Barrieren schafft. Denn dadurch ist es den meisten Vielfraßen erst gar nicht möglich, an die wohl behüteten Pflanzen zu gelangen. So können beispielsweise engmaschige Netze über dem Gemüse vor  Gemüsefliegen und Kohlweißlingen schützen. Im Erdreich selbst und auch darüber kann man ebenfalls effektiv wirken. Eine selbst hergestellte Pflanzenjauche aus Rainfarn oder Wermut ist sehr gut, oder auch aus Zwiebeln und Knoblauch. Sie wehren die störenden Erdflöhe ab und von außen kann man dann noch zusätzlich die Pflanzen mit Algenkalk und Gesteinsmehl bestäuben.

Mehr zeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"