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Gartenzwerge - was muss ich beim Kauf und Aufstellen beachten?

Gartenzwerge – was muss ich beim Kauf und Aufstellen beachten?

Bei Hobbygärtnern und Balkonbesitzern ist kaum ein anderer Deko-Artikel so beliebt wie das kleine Männchen mit der roten Mütze: der Gartenzwerg. Was allerdings hinter dem kultigen Wichtel steckt und welche Schwierigkeiten beim Aufstellen entstehen können, wissen allerdings die wenigsten.

Woher kommt der Gartenzwerg überhaupt?

Zwerge kommen schon sehr lange in Märchen und Geschichten vor. Bereits im Mittelalter haben sich Bildhauer und Künstler mit den kleinen Gestalten beschäftigt und sie als Inspirationsquelle verwendet. Wie der Gartenzwerg nach Europa kam, ist allerdings bis heute unklar. Die ersten Spuren des beliebten Wichtels stammen aus der Barockzeit. In der Zeit des Biedermeiers erlangten die Figuren eine neue Beliebtheit.

In Deutschland steht der Gartenzwerg bis heute für Tugenden wie Fleiß, Zuverlässigkeit und Strebsamkeit. Doch auch negative Assoziationen wie Kitsch und vor allem Spießbürgertum werden mit ihm verbunden.

Welche Varianten des Gartenzwerges gibt es?

Klassische Gartenzwerge werden als besonders fleißig dargestellt und sollen den emsigen Gärtner bei seiner Arbeit unterstützen. Symbolisiert wird dieser Aspekt durch verschiedene Accessoires wie Gießkannen, Spaten oder Schubkarren. Die klassischen Zwerge haben sogar eine eigene Bezeichnung: „Nanus laborans„. Diese Variante des Gartenzwerges hat häufig neben der rein dekorativen Funktion auch eine praktische Funktion. Beispielsweise dienen getragene Eimer als Blumentöpfe oder die Zwerge werden in die Gartenbewässerung miteinbezogen.

Es gibt aber auch Zwerge, die eine politische Botschaft vermitteln sollen. Diese Variante ist wesentlich unkonventioneller und existiert erst seit den Neunziger Jahren. Politikerzwerge stellen meistens ein aktuelles oder ehemaliges Mitglied der Regierung dar. Besonders beliebte Beispiele hierfür sind Gerhard Schröder oder Gregor Gysi. Als witzige Alternative taugen die politischen Zwerge allemal, allerdings könnten sie dem einen oder anderen weniger humorvollen Nachbarn missfallen.

Gartenzwerge - was muss ich beim Kauf und Aufstellen beachten?

Die dritte Variante des Gartenzwerges sind die sogenannten Antizwerge. Sie bilden das Pendant zu der klassischen Variante des Zwerges. Sie werden generell als das exakte Gegenteil der fleißigen, korrekten und freundlichen Gartenzwerge dargestellt. Beispielsweise liegen die Antizwerge erstochen in einem Beet oder werden gar als Zombies dargestellt. Manche Antizwerge deuten auch obszöne Gesten an. Hier handelt es sich um den Rebell unter den Gartenzwergen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Kauf?

Wer sich einen Gartenzwerg anschaffen möchte, kann mit dem richtigen Timing viel Geld sparen – das hat das Preisvergleichsportal idealo jüngst in einer Analyse herausgefunden. Wenn man antizyklisch kauft, ist der Kaufpreis stets geringer als in der Hauptsaison. Die Preise sind vor allem in den Wintermonaten geringer als im Frühling oder Sommer, wenn sich die Nachfrage erhöht. So kosten sie im Sommer – je nach Modell und Größe – um die 60 Euro bis 70 Euro, während im Winter nur um die 50 Euro gezahlt werden müssen.

Die rechtliche Lage beim Thema Gartenzwerge

Interessanterweise gibt es kaum ein brisanteres Thema aus dem Bereich der Gartenaccessoires als den Gartenzwerg. Er ist der Inhalt unzähliger Urteile, vor allem bei Nachbarschaftsstreitigkeiten. Ganz allgemein darf jeder Hauseigentümer so viele Gartenzwerge aufstellen, wie er möchte. Wenn der Bereich allerdings öffentlich oder durch den Nachbarn einsehbar ist, kann es zu Problemen kommen. Besonders bei anstößigen Varianten kann das Aufstellen zu Ärger führen.

Bei vergangenen Rechtsstreits wurde ein obszöner Gartenzwerg sogar rechtlich verboten. Auch eine zu hohe Anzahl von Zwergen kann dazu führen. Ein gesprochenes Urteil besagt, dass ein zu hohes Aufkommen potenzielle Käufer einer Wohnung oder eines Hauses abschrecken kann. Auch in diesem Fall mussten die Zwerge entfernt werden. Klassische Gartenzwerge hingegen gelten als Kulturgut, welches als schützenswert eingestuft wird. Wer sich also einen politischen oder einen Antizwerg anschaffen möchte, sollte das besser vorher mit seinen Nachbarn abklären. So lassen sich Streitigkeiten von Vorneherein vermeiden.

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