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Holzfällen- so machen Sie es richtig!

Holzfällen- so machen Sie es richtig!

Beim Holzfällen sollte man einiges beachten, um sich und andere Menschen im Umkreis nicht in Gefahr zu bringen. Egal ob man einen Baum im eigenen Garten oder die Bäume aus dem Wald fällen möchte – es ist wichig zu wissen, wie das richtig geht. Bäume zu fällen ist nicht einfach, so müssen vor dem selbstständigen Holzfällen einige wichtige Vorbereitungen getroffen werden.

Es ist wichtig, vor dem Holzfällen die Umgebung möglichst weiträumig zu sichern. Wenn sich in der Nähe öffentliche Wege befinden, sollten diese Wege, bis man mit dem Holzfällen vollendet hat, abgesperrt werden und zwar auf die Weise, dass man mit der Sicherheit weiß, dass da Lebensgefahr herrscht.

Wer plant auf seinem Grundstück Bäume zu fällen, sollte einschätzen, welche Fahrzeuge oder Gebäude dabei betroffen sein könnten. Man sollte nicht nur die Richtung betrachten, in die der Baum im Idealfall fallen soll. Erst wenn man sich mit seiner Kettensäge vertraut gemacht hat, kann man den ersten Baum fällen. Nachdem man einen bestimmten Baum zum Fällen ausgesucht hat, sollte als nächstes die Fallrichtung bestimmt werden.

Dabei sollte auf folgendes beachtet werden: ob der Baum schief steht, ob das Astwerk ganz besonders in eine bestimmte Richtung wächst, wie ist die Windrichtung. Das Einschätzen des Baumes ist beim Holzfällen sehr wichtig. Der Baum kann wegen seines Wuchses in eine nicht vorgesehene Richtung fallen. Der Baum sollte in die Richtung gefällt werden, in die der Baum aufgrund von Neigung, Wind oder überhängendem Geäst von selbst fallen würde. Wer den Baum in eine andere Richtung fällen will, braucht mehr Kraft, eine spezielle Technik und in manchen Fällen ist es rein unmöglich.

Es ist auch von Vorteil, den Baum über einen Stein, Baumstumpf oder Stamm zu fällen. Auf diese Weise bietet sich eine bessere Arbeitshöhe zum Entasten und Ablängen an. Wenn sich eine andere Person oder mehrere Personen in der Nähe befinden, ist es wichtig, dass der Sicherheitsabstand mindestens zwei Baumlängen beträgt. Niedrige Äste können bei der Arbeit stören und dafür müssen sie entfernt werden.

Der Holzarbeiter sollte niemals oberhalb seiner Schulterhöhe sägen und er sollte beim Sägen nicht exakt hinter der Säge stehen. Der Stamm kann als Schutz zwischen dem Körper und der Säge dienen. Nachdem alle Gefahren abgeschätzt sind, sollte man noch eine Rückzugsmöglichkeit vorsehen.Der Boden um den Baum herum und ein paar Meter dahinter müssen sauber sein. In der Rückzugsbahn sollten keine Stolpermöglichkeiten liegen, sodass sich der Holzarbeiter sicher und schnell zurückziehen kann, sobald der Baum beginnt zu fallen.

Wenn die Rückzugsbahn vorbereitet ist, kann man schon mit dem Holzfällen beginnen. Bei Beginn der Fällarbeit sollte man allerdings darauf achten,dass sich im Gefahrenbereich keine weiteren Personen aufhalten. Beim Holzfällen wird zuerst auf einer Seite des Baums ein sogenannter Fallkerb geschnitten. Der Fallkerb wird auf der Seite des Baums geschnitten, auf welche der Baum fallen soll.

Die Fallrichtung des Baumes wird mit dem Fallkerb bestimmt und der Fallkerb ermöglicht, dass der Baum in die gewünschte Richtung kippt. Die sogenannte Fallkerbsohle und der Fallkerbdach sind die Bestandteile des Fallkerbs, die beim Fällen eines Baums behilflich sein können.

Am unteren Stammende wird ein waagerechter Schnitt, der ein Viertel bis ein Drittel des Stammdurchmessers haben sollte, in den Baum geschnitten. Den Dachschnitt also die Fallkerbdach, sägt man in einem Winkel von 45 °. So bekommt man eine ausreichend große Öffnung. Als nächster Schritt wird horizontal von der anderen Seite der Fällschnitt ausgesägt.

Dabei wird der ganze Stamm nicht durchgesägt, sondern in der Mitte wird ein schmaler Steg vom Stamm stehen gelassen. Um zu sichern, dass sich beim Schneiden der Fällschnitt nicht schließt, wird inzwischen in den Schnitt ein Keil eingeschlagen. Wenn der Baum noch nicht von selbst fällt, dann sollte der Keil im Schnitt paar Male geschlagen werden. So wird der Baum kontrolliert zum Fallen gebracht. Wenn das noch nicht passiert, dann sollte der Holzarbeiter den Fällschnitt noch ein bisschen tiefer in den Stamm schneiden.

Es ist nicht einfach Bäume richtig zu fällen. Gerade in Wohngebieten ist es besser diese Arbeit den Fachbetrieben überlassen. Hier sind die Gefahren für den Laien recht schwer einzuschätzen. Beim Fällen sollte man immer ohne Stress oder Hektik und mit Ruhe vorgehen, um unnötige Fehler zu vermeiden. Es ist auch wichtig , dass man in den Wald niemals allein zum Bäume fällen geht, sondern jemanden immer mitbringt. Ein Mobiltelefon mitzunehmen ist auch eine gute Idee.

Im Notfall kann mit einem Mobiltelefon schnell Hilfe herbeigerufen werden. Wer kein Profi ist, sollte vermeiden übermäßig große Bäume zu fällen. Wenn Bäume in der Nähe von Straßen, Gebäuden oder Hochspannungsleitungen stehen, sollten sie ebenfalls einem Profi überlassen werden. Um gefährliche und unnötige Fehler zu vermeiden, empfiehlt es sich, jemanden mit mehr Erfahrung oder Wissen um Hilfe zu bitten. Auf diese Weise wird vor allem die Sicherheit erhöht.

Es kann geschehen, dass der Baum gegen einen anderen fällt und hängen bleibt. Um den Baum freizubekommen, muss man eine Winde benutzen. Für jemanden der keine Erfahrung hat, kann dieser Arbeit sehr riskant sein. In diesem Fall sollte der Holzarbeiter sein Mobiltelefon benutzen, oder seinen Helfer losschicken, um Hilfe anzufordern. Ohne Aufsicht darf ein aufgehängter Baum nicht zurückgelassen werden.

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