Hortensien: Krankheiten & Schädlinge

Hortensien sind wunderschöne bauschige Blumen. Volle Blüten und eine großartige Farbauswahl machen sie zu einer gern gesehenen Pflanze im Garten. Doch oft kommt es vor, dass die Pflanze gar nicht blüht. Das liegt oft daran, dass die Hortensien Krankheiten und Schädlinge aufweisen, die ein gesundes Wachstum und eine prachtvolle Blüte verhindern.

Für gewöhnlich kommt es nicht sehr häufig vor. Hortensien, egal ob sie im Kübel oder als freie Pflanze im Garten stehen, die unter optimalen Bedingungen leben und gute Pflege erhalten zeigen sich resistent und unempfindlich. Kommt es doch zu einer Krankheit oder einem Befall von Schädlingen, dann liegt es möglicherweise an einer nicht optimalen Pflege der Hortensie.

Falsche Pflege oder eine ungeeigneter Standort sind in den häufigsten Fällen die Ursache. Versuche also nicht nur das Problem zu beseitigen sondern auch die Ursache herauszufinden und nach der Behandlung vorzubeugen. Die häufigsten Probleme einer Hortensie sind:

  • Blattfleckenkrankheit
  • Blattläuse
  • Dickmaulrüssler
  • Echter Mehltau
  • Spinnmilben
  • Wurzel-Nematoden

Hortensien: Krankheiten und Schädlinge

Hier eine kleine Übersicht zu den Krankheiten, wie Du sie erkennst und was Du zu Behandlung der Pflanze beitragen kannst.

Die Blattfleckenkrankheit

Die Krankheit entsteht dann, wenn die Hortensie nicht genügend Nährstoffe bekommt und möglichweise die Luftfeuchtigkeit viel zu hoch ist. Dabei handelt es sich um einen Pilz auf der Pflanze, welche auf dem Blattwerk für dunkle Flecken sorgt. Wie der Name es schon sagt. Ob es sich wirklich um die Blattfleckenkrankheit handelt erkennst Du an den dunklen Flecken selbst.

Diese sollte ein braun gefärbtes Zentrum aufweisen. Wächst die Pflanze unter der Last des Pilzes weiter, dann reißen die befallenen Stellen auf und zerstören das Blattgewebe. Damit können wertvolle Schutz- und Versorgungsfunktionen verloren gehen und schlussendlich zum Verkümmern führen.

Konkret bekämpfen kann man diese Krankheit nicht. Es hilft nur die betroffenen Blätter zu entfernen, um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu verhindern. Nachdem Du die jeweiligen Blätter entfernt hast, solltest Du Dich dringend um die Nährstoffversorgung der Hortensie kümmern. Die Ergänzung des Bodens mit verschiedenen Düngern (beispielsweise Hausmitteln) kann einen Neubefall verhindern.

Blattläuse

Die kleinen Läuse sind eine der am häufigsten anzutreffenden Schädlinge. Zumeist findet man sie zwischen dem Frühling und Sommer, wenn das Wetter ordentlich warm und auch trocken ist. Glücklicherweise ist es nicht schwer Blattläuse zu beseitigen. Die sichtbaren Läuse tummeln sich an den Blättern der Hortensie und sondern klebrigen Honigtau ab.

Das lockt gerne ungebetene Gäste an, wie beispielsweise Ameisen oder auch Rußtaupilze. Um dem entgegenzuwirken reicht es die Pflanze einmal mit dem Wasserstrahl abzuspülen. Damit sollten die Läuse einfach weggewaschen sein. Kommen sie nach der nassen Beseitigung wieder, dann bietet sich auch die Brennnesseljauche an.

Einmal das gesamte Blattwerk übergießen und schon sind die Läuse absolut kein Problem mehr.

Dickmaulrüssler

Man mag sie vielleicht nicht sofort an der Pflanze erkennen, allerdings sind ihre Spuren eindeutig. Die Dickmaulrüssler nagen liebend gerne an den Rändern der Blätter herum, sodass man an diesen deutliche Einkerbungen erkennen kann. Der Käfer selbst stellt eigentlich nicht das Problem dar. Viel eher sind die Larven das richtige Problem.

Sie naschen nämlich unglaublich gerne von den Wurzeln und verhindern damit das prächtige Wachstum der Hortensie. Im schlimmsten Fall geht die Pflanze sogar einfach ein, und die Käfer bedienen sich am nächsten Grün. Eine konkrete Methode gegen die gefräßigen Viecher gibt es nicht. In der Dämmerung zeigen sie sich meistens und lassen sich dann einfach absammeln und woanders absetzen.

Wer es mit einem besonders schweren Befall zu tun hat, der kann auch zu den sogenannten „Nematoden“ greifen. Feine kleine Fadenwürmer, welche in die Öffnungen der Käfer und Larven gelangen können und dort eine tödliche Bakterienart ablagern. Die Behandlung ist mortal für die Käfer, weshalb wird das einfache Absammeln bevorzugen.

Niemand kommt weiter zu schaden und die Käfer sind nicht sonderlich bekannt dafür sich an einer Pflanze festzufressen.

Der Mehltau

Kleine Insekten und Pilze sind die häufigsten Probleme der Hortensie. Und auch der Mehltau macht vor ihr nicht halt. Eine der bekanntesten Pilzerkrankungen in der Pflanzenwelt, und doch muss man manche Pflanze etwas anders behandeln. Diese Krankheit kann man leicht durch regelmäßige Kontrolle verhindern. Oftmals sitzt die Pflanze am falschen Ort, wenn sich Anzeichen bemerkbar machen.

Mehltau wird durch graue Beläge sichtbar, welche klecksartig, wie Mehl, auf den Blättern liegen. Sowohl die untere Seite, als auch die obere Seite der Blätter kann diese weiß-gräulichen Flechten aufweisen. Problematisch ist hier die Natur der Pilze. Bei aufkommendem Wind tragen sich die Sporen von Pflanze zu Pflanze und können sich so schnell verbreiten.

Bei der Behandlung kann es bereits reichen, die betroffenen Pflanzenteile schnellstmöglich zu entfernen. Damit verhinderst Du ein Weiterverbreiten der Pilzsporen. Ist die Auswirkung der Erkrankung jedoch schon im großflächigen Maß erkennbar, dann hilft nur noch Chemie. Ein Fungizid kann an dieser Stelle die betroffenen Pflanzen befreien.

Spinnmilben

Das Paradebeispiel unter den Problemen der Hydrangea. Winzige Krabbeltiere versammeln sich an den Blättern und sorgen für feine silberne Pünktchen, welche man schnell mal übersieht. Unterhalb der Blätter erkennt man meist kleine Gespinste, wo sich die Milben verstecken. Ein weiteres Indiz für einen klaren Befall von Spinnmilben, sind verfärbte Blattzwischenräume.

Oftmals in gelb oder graubraun. Insbesondere an einem sehr sonnigen und trockenen Standort vermehren sich die Milben wie ein Laubfeuer. Doch keine Sorge, bereits die Blattläuse waren einfach mit Wasser wegzuwaschen, und Gleiches gilt auch für die Spinnmilben. Einmal mit dem Wasserstrahl draufhalten und auf nimmer wiedersehen Spinnmilben.

Sollte diese einfache Behandlung nicht von Erfolg gekrönt sein, dann helfen verschiedene Hausmittel bei der Behandlung von Hortensien. Beispielsweise eine Öl-Wasser-Lösung sorgt für eine nachhaltige Entfernung der Milben. Damit auch nach der Behandlung keine weiteren Milben aufkreuzen, solltest Du vielleicht den Standort wechseln.

Wurzel-Nematoden

Was gegen Dickmaulrüssler hilft, kann auch wiederum in gesonderter Form der Pflanze schaden. Die Rede ist von den Wurzel-Nematoden. Winzige Fadenwürmer mit etwa 0,1 cm Länge verirren sich durch das Erdreich in den Wurzeln. Dort genießen sie dann vollwertigen Wurzelsaft, was auf kurze Dauer Spannung und Volumen der Wurzeln mindert.

Die Nährstoffaufnahme ist beschränkt und das Wachstum ist weitestgehend gestoppt. Ein klares Zeichen für einen Befall von Wurzel-Nematoden ist ein stark unangenehmer Geruch. Grund für einen derartigen Befall ist oft der Boden selbst. Ist der Boden ausgewaschen und nährstoffarm, dann bleibt den Würmchen nicht anderes als die Wurzeln verschiedener Pflanzen.

Eine konkrete Bekämpfung der Würmchen gibt es nicht. Hier helfen keine Hausmittel und auch kein chemisches Wundermittel. Die einzige wirklich sinnvolle Aktion ist: Vorbeugen. Versorge den Boden der Hortensien mit ausreichend Nährstoffen und Mineralien, sodass sowohl Pflanzen als auch die winzigen Organismen genug Nahrung zur Lebensgrundlage haben.

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