Meerrettich selbst anbauen

Anbau, Pflege und Ernte von Meerrettich im eigenen Garten

Meerrettich gehört zu den ältesten Pflanzen unserer Kultur. So gilt diese Pflanze als sogenannte Zeigerpflanze für brachliegende Gemüsegärten. Diese Pflanze mit den scharfen Wurzeln zählt außerdem zur Familie der Kreuzblütengewächse und wird nicht nur als Gewürzpflanze verwendet, sondern ebenso als Heilpflanze.

Es lohnt sich Meerrettich selbst anzubauen, denn nur die frisch ausgebuddelten Stangen bringen noch sämtliche Aromen mit und können bei der Zubereitung verschiedenster Speisen behilflich sein.

Welche Standorte und Böden bevorzugt Meerrettich?

Beim Meerrettich handelt es sich um eine winterharte und ausdauernde Staude. Auf fast allen Böden gedeiht diese Pflanze prächtig. Das gilt auch für den Halbschatten. Vor allem in humosen, sowie tiefgründigen Böden bildet der Meerrettich aber besonders schöne und geschmacksintensive Stangen.

Auf sandigem Untergrund hingegen entwickelt diese Pflanze weniger Würzkraft und Aromen, während lehmige Erde oft dafür sorgen, dass der Meerrettich faserig und holzig wird. Wo diese Pflanze außerdem einmal gepflanzt wurde, ist sie nur schwer wieder zu beseitigen, weshalb viele ihren Meerrettich immer an der gleichen Stelle pflanzen.

Wie wird Meerrettich richtig angepflanzt?

In einem Beet wächst der Meerrettich zu einer recht ausladenden Pflanze heran. So entstehen an der essbaren Pfahlwurzel, die „Fechser“, welche zur Vermehrung des Meerrettichs dienen.  Die Rhizome sollten ein bis zwei Zentimeter dick sein und eine Länge von 25 bis 30 Zentimeter mitbringen.

Anfang April bis Ende Mai kann der Meerrettich dann in einer sonnigen Ecke des Gartens seinen Platz finden. Circa 15 cm tief und ein wenig schräg gilt es die Pflanze in die Erde zu bringen. Wobei der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 60 cm betragen sollte. Im Anschluss muss die Stelle nur noch einige Zentimeter mit Erde oder mit Reifkompost bedeckt werden.

Was gilt es bei der Pflege von Meerrettich zu beachten?

Meerrettich bildet lediglich dicke Stangen, wenn die Erde feucht ist. Demnach gilt es die Pflanze bei trocknen Wetterverhältnissen ein bis zwei Mal in der Woche zu gießen. Vor dem Austrieb im Frühjahr hingegen kann es Sinn machen den Meerrettich mit Kompost zu versorgen, um der Pflanze Nährstoffe zu zuführen.

Meerrettich Blüte
Meerrettich Blüte

Wann wird Meerrettich geerntet?

Von Oktober bis Januar wird der Meerrettich geerntet. Die Haupterntezeit findet meist im November statt. Wer diese Pflanze im heimischen Garten eingepflanzt hat, kann diesen den ganzen Winter über aus seinem Beet holen. Mit Hilfe einer Grabgabel lässt sich der Meerrettich einfach aus der Erde holen. Anschließend müssen nur noch die Blätter entfernt  und die Erde abgebürstet werden.

Wer die Wurzeln einlagern möchte, sollte darauf achten, dass diese unbeschadet geerntet werden. Ist der Meerrettich bereits geputzt, muss dieser schnell einen Lagerplatz finden. Angeschnittene Stücke Meerrettich hingegen lassen sich eingewickelt in einem feuchten Küchentuch noch etwa 14 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Fazit: Meerrettich lässt sich einfach pflanzen, pflegen, wie ernten. Wo diese Pflanze allerdings einmal ihren Platz im Garten gefunden hat, lässt er sich nur schwer wieder verbannen. Aus diesem Grund, gilt es sich im Vorfeld genau zu überlegen, ob man Meerrettich wirklich selber anbauen möchte. Ist dieser einmal ins Beet gebracht, beschert dieser Winter für Winter schmackhafte Stangen, die bei regelmäßiger Wässerung eine schöne Größe erreichen können.

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