Einen neuen Rasen anlegen – Gartenarbeit April & Mai

Einen neuen Rasen anlegen – Gartenarbeit April & Mai
Einen neuen Rasen anlegen – Gartenarbeit April & Mai
Wenn Sie einen neuen Rasen anlegen möchten, ist im Frühjahr, also April und Mai die beste Zeit dafür. Auch im Herbst kann man noch einen neuen Rasen anlegen. Die beste Zeit für die Aussaat eines Rasens sind die Wochen von Ende März bis Anfang Mai und von Mitte August bis Ende September Rollrasen kann man im Prinzip das ganze Jahr verlegen.

Für die Neuanlage eines Rasens sind einige Vorarbeiten zu leisten.

Die Vorbereitung des Bodens

Ob Sie Grassoden verlegen oder Grassamen säen: In jedem Fall ist es wichtig, dass die obere Erdschicht zwar locker, aber doch gleichmäßig fest ist, damit sie sich nicht nachträglich setzt. Deshalb lässt man die vorbereitete Fläche nach Möglichkeit eine Zeitlang liegen.

Ist die Zeit knapp kann das Setzen des Bodens (und auch das Keimen des Unkrauts) beschleunigt werden, indem man die Flächen ausgiebig beregnet und wieder abtrocknen lässt. Auf kleineren Flächen werden Erdklumpen zertreten oder mit dem Rasenrakel oder Rechen zerschlagen. Bei größeren Flächen verwendet man dazu eine Bodenwalze.

Neuen Rasen anlegen, die Vorarbeiten

Oft möchte man für den Garten eines Neubaus einen neuen Rasen anlegen, wenn noch der Bauschutt herumliegt. Mitunter ist auch das Erdreich vom Kelleraushub auf dem gewachsenen Mutterboden abgelagert und nicht weggeschafft worden. Sobald der Boden trocken ist, beginnt man mit der Vorbereitung Zuerst räumt man den Bauschutt weg, dann entfernt man den Unterboden, der von den Aushubarbeiten übriggeblieben ist.

Man kann den Bodenaushub über das Gelände verteilen oder untergraben. Störendes Material lässt man abfahren. Eine Rasenfläche muss nicht vollkommen eben sein. Ein sanftes Gefälle, auch wenn es nicht gleichmäßig ist, lässt sich ebenso leicht bearbeiten. Will man jedoch eine vollkommen ebene Rasenoberfläche erreichen, werden in Abständen von etwa zwei Metern Pflocke so weit in den Boden getrieben, dass ihre Oberkanten alle auf gleicher Höhe sich mit Hilfe einer geraden Latte einer Wasserwaage prüfen lässt.

Boden glätten

Etwa 10 cm unterhalb der Oberkante wird ein deutlicher Strich markiert. Dann wird das Erdreich zwischen den Pflöcken abgehoben oder gefüllt, bis die Markierungen eben sind. Wenn nur stellenweise eingeebnet werden muss, verteilt man den Boden mit Spaten oder Schaufel.

Die verbleibende Schicht des Mutterbodens sollte jedoch mindestens 15 cm tief sein. Um eine größere Fläche zu planieren, ist eine erhebliche Erdbewegung nötig. Zuerst wird der Mutterboden abgehoben und am Rand der Fläche gelagert. Dann ebnet man den Unterboden ein, bringt danach den Mutterboden wieder zurück und verteilt ihn gleichmäßig über die ganze Fläche. (Mutterboden erkennt man gewöhnlich daran, dass er dunkler und „fetter“ ist als der hellere Unterboden.)

Rasen anlegen Boden glätten
Rasen anlegen Boden glätten

Wenn der Untergrund aus schwerem Lehm besteht, kann Wasser nicht rasch genug versickern. Man schafft Abhilfe, indem man den Unterboden auflockert, bevor der Oberboden aufgebracht wird. Um den Oberboden zu verbessern, arbeitet man organische Stoffe ein, z. B. gut verrotteten Stallmist, Komposterde und Torfmull, oder mineralische Stoffe, z. B. Sand.

Als Faustregel gilt: Beim Einarbeiten von organischen Stoffen verstreut etwa einen Eimer pro Quadratmeter, bei Sand etwa zwei Eimer.

Nach dem Planieren wird der Boden umgegraben, wobei er sorgfältig mit den Bodenverbesserungsmitteln vermischt werden sollte. Selbstverständlich darf man dabei nicht den Unterboden wieder nach oben schaffen. Beim Umgraben entfernt man Steine und Wurzeln von mehrjährigen Unkräutern wie Nesseln, Ampfer, Disteln, Quecken, Winden usw. Auch Wurzelreste dürfen nicht im Boden bleiben, weil sie dort weiterwachsen. Wenn man sich Zeit lassen kann, sollte man di so vorbereitete Fläche einige Wochen liegenlassen. Der Boden kann sich dann gleichmäßig setzen; das noch vorhandene Unkraut keimt und kann noch vor der Einsaat bekämpft werden.

Vorbereitung des Bodens beim neuen Rasen anlegen

Ob Sie einen neuen Rasen anlegen indem Sie Rollrasen verlegen oder Grassamen säen: In jedem Fall ist es wichtig, dass die obere Erdschicht zwar locker, aber doch gleichmäßig fest ist, damit sie sich nicht nachträglich setzt. Deshalb lässt man die vorbereitete Fläche nach Möglichkeit eine Zeitlang liegen.

Ist die Zeit knapp, kann das Setzen des Bodens (und auch das Keimen des Unkrauts) beschleunigt werden, indem man die Flächen ausgiebig beregnet und wieder abtrocknen lässt. Auf kleineren Flächen werden Erdklumpen zertreten oder mit dem Rasenrakel oder Rechen zerschlagen. Bei größeren Flächen verwendet man dazu eine Bodenwalze.

Danach ebnet man die Fläche mit dem Rechen oder Rasenrakel ein und entfernt dabei alle Steine. Man recht die Fläche diagonal und über Kreuz. Schließlich walzt man ebenfalls in zwei Richtungen, jeweils im rechten Winkel zueinander. Ist der Boden noch zu locker, weil größere Erdklumpen noch zu viele Hohlräume bilden, muss man ihn festtreten. Man setzt einen Fuß dicht neben den anderen und verlagert das Gewicht auf die Absätze.

Dabei muss der Boden beim neuen Rasen anlegen aber weitgehend abgetrocknet sein. Danach geht man wieder mit dem Rechen über den Boden. Etwa sieben bis zehn Tage vor dem Verlegen von Rasensoden oder vor der Aussaat wird eine Grunddüngung (ca. 50 g/m2 mineralischer Volldünger) ausgestreut. Man arbeitet den Dünger mit dem Rechen ein. Kann der Dünger aus Zeitgründen nicht wenigstens eine Woche vor der Saat gestreut werden, ist es besser, den Rasen erst nach der Keimung zu düngen. Mineralische Dünger dürfen nicht mit dem Saatgut ausgebracht werden.

Einen Rollrasen verlegen

Rasensoden von Rollrasen können beim neuen Rasen anlegen jederzeit verlegt werden, falls der Boden nicht gerade gefroren oder mit Schnee bedeckt ist. Die Vegetationszeit von April bis September ist jedoch am günstigsten, wobei man die heißen Monate möglichst meidet. Der Rasen wird in Rollen geliefert.

Die Normrolle ist 1,67 m lang und 30 cm breit (0,5 m2). Die Schälstärke beträgt ca. 2,5 cm. Das erscheint zunächst sehr dünn. Rollrasen wächst jedoch viel besser an, wenn ein Großteil seiner Wurzeln angeschnitten ist. Der angelieferte Rasen darf höchstens zwei Tage aufgerollt liegen

Bei längerer Lagerung muss er provisorisch ausgebreitet und bei Trockenheit oder Wind bewässert werden. Mit dem Verlegen der ersten Rollrasenreihe beginnt man am Rand der vorbereiteten Fläche. Die Soden des Rollrasens werden einzeln ausgebreitet und festgedrückt. An den Außenrändern der Fläche lässt man sie etwas überstehen und sticht sie später ab.

Auf die fertige erste Reihe Rollrasen wird ein Brett gelegt, auf das man sich stellt, um dicht an die erste Reihe die zweite Rollrasenreihe zu legen, und zwar gegeneinander versetzt wie die Ziegel in einer Mauer. Ist die zweite Reihe fertig, legt man das Standbrett darauf und beginnt mit der nächsten Reihe.

Sobald die ganze Fläche mit Rollrasen belegt ist, wird zweimal gewalzt – das zweite mal quer zur ersten Richtung. Dann wird ein Gemisch aus Komposterde und Sand (oder nur Sand) ausgestreut. Man nimmt einen Eimer voll auf ca. 5 m und fegt das Ganze anschließend mit einem harten Besen oder Rasenrakel in die Fugen ein.

Schließlich wird bewässert. In der Vegetationszeit kann nach 10-14 Tagen zum ersten mal gemäht werden, wobei die Schnitthöhe etwa 4 cm betragen sollte. An Wegrändern und Kanten werden überstehende Teile der Soden mit dem Rasenkantenstecher („Halbmond“) oder mit dem Spaten schräg abgestochen.

Pflege des verlegten Rollrasens

Der frisch verlegte Rollrasen muss ein bis zweimal in der Woche mit dem Rasensprenger (Regner) bewässert werden. Dabei ist es wichtig, kräftig zu wässern (5-10 l/m2) und nicht nur oberflächlich zu spritzen. Das Wasser muss tief eindringen können, damit es im Boden gespeichert wird. Nur so werden die Wurzeln angeregt, in die Tiefe zu wachsen zum Wasser hin.

Häufiges geringes Wässern begünstigt flachen Wurzeldagegen einen wuchs. An den spärlich wachsenden Stellen kann man Grassamen nach säen. Zwei bis vier Wochen nach dem Verlegen wird gedüngt. Geeignet sind mineralische Stickstoffdünger, von denen ca. 20 g/m2 ausgestreut werden. Nach dem Düngen wässert man kräftig, damit der Stickstoff eingeschwemmt wird.

Anlegen eines neuen Rasens durch Aussaat

Die beste Zeit für die Aussaat sind die Wochen von Ende März bis Anfang Mai und von Mitte August bis Ende September. Wenn möglich, lässt man den vorbereiteten Boden den Sommer über brachliegen, damit das Unkraut keimt. Man kann es dann aushacken oder mit einem Unkrautvernichter bekämpfen.

Wenn Sie den neuen Rasen anlegen, wählen Sie am Besten zum Rasen säen einen windstillen Tag. Denn der Boden sollte oberflächlich trocken, darunter jedoch feucht sein. Die Oberfläche wird mit dem Rechen leicht abgezogen, so dass eine mindestens 2,5 cm tiefe, feine Bodenkrume entsteht.

Rasen anlegen Grassamen säen
Rasen anlegen Grassamen säen

Von Zierrasenmischungen werden etwa 15-20 g/m2 ausgesät, für Spielrasen und Gebrauchsrasen nimmt man rund 20 g/m2. Die Menge des Saatguts hängt von den sehr unterschiedlichen Größen und Gewichten der Samenkörner ab. So ergeben z. B. beim Deutschen Weidegras 500 Korn, beim Rotstraußgras 16 000 Korn ein Gramm. Dies ist zu beachten.

Das Saatgut kann entweder von Hand oder mit einem Streuwagen verteilt werden. Um auch von Hand gleichmäßig säen zu können, teilt man am Rand der Fläche mit Pflöcken und zwei Schnüren einen etwa 1 m breiten Streifen ab. Darauf streut man die entsprechende Menge von Saatgut und markiert dann den nächsten Streifen.

Um den Samen möglichst gleichmäßig zu verteilen, wird zunächst nur die Hälfte in Querrichtung und dann die andere Hälfte in Längsrichtung gestreut. Anschließend wird das Saatgut mit dem Rechen nur leicht eingeharkt, so dass es knapp unter die Oberfläche gelangt. Zunächst wird noch nicht gewalzt. Die Oberfläche bekommt dann nicht so leicht Risse, und ihre unregelmäßige Struktur bietet dem Saatgut bei schlechtem Wetter einen gewissen Schutz.

Neuen Rasen anlegen – Pflege des jungen Rasens nicht vergessen

Sobald das Gras 3–6 cm hoch ist, walzt man mit einer leichten Walze oder der hinteren Rolle eines Spindelmähers. Dadurch wird der Boden an die Würzelchen gedrückt und die Wurzelbildung gefördert.

Wenn das Gras mindestens 5 cm, aber höchstens 8 cm hoch geworden ist, wird zum ersten mal gemäht, am besten mit einem Sichelmäher. Schnitthöhe: 3–5 cm. Das Mähgut muss entfernt werden.

Nach dem ersten Schnitt düngt man den jungen Rasen mit einem mineralischen Stickstoffdünger, und zwar ca. 20 g/m2. Danach wird der Rasen gewässert. Folgt der Aussaat eine längere Trockenperiode, muss der Rasen unbedingt gegossen werden. Zu kräftige und grobe Bewässerung schwemmt allerdings die jungen Keimlinge aus dem Boden.

Man zerstäubt das Wasser fein. Es sind mehrere Arten von Rasensprengern auf dem Markt. Der Viereckregner hat ein langsam hin und her schwingendes Düsenrohr mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten. Kreisregner bewässern eine runde Fläche und können vom feinen Wasserschleier bis zum kräftigen Strahl eingestellt werden.

Für die Wassermenge gilt wie bei Fertigrasen: lieber einmal kräftig als häufig zu wenig gießen, also vor dem Keimen ca. 1/m2, danach ca. 10 l/m2. Rasen braucht während der Vegetationszeit ca. 20 l/m2 Wasser pro Woche. Oft wird der Gartenfreund erschrecken, wenn statt des ungeduldig erwarteten Rasens zunächst nur Unkraut aufkommt.

Das ist ganz natürlich, denn die Rasengräser keimen langsamer als die im Boden immer vorhandenen Unkrautsamen. Die meisten Unkräuter verschwinden nach dem ersten, spätestens zweiten Schnitt. Die eigentlichen Rasenunkräuter, die man dann chemisch bekämpfen muss, kommen meist erst später. Mit der Verwendung chemischer Unkrautvertilgungsmittel muss man jedoch beim jungen Rasen vorsichtig sein. Man sollte sie erst im zweiten Jahr anwenden.

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