Physalis anbauen Von der Aussaat bis zur Ernte Andenbeere pflanzen und pflegen

Physalis anbauen, säen, pflanzen, pflegen und ernten. In diesem Video können Sie die gesamte Entwicklung der Andenbeere oder Kapstachelbeere (Physalis peruviana) von der Aussaat bis zur Ernte verfolgen.

Die Physalis (Andenbeere) ist ein sehr spezielles Gemüse mit weit entfernten Ursprüngen, das aber heute in unserer landwirtschaftlichen Kultur sehr verbreitet ist. Aber tatsächlich gehört die Pflanze zu einer weniger exotischen Gattung, als Sie vielleicht denken. Sie gehört zur gleichen botanischen Familie wie die bekannteren Gemüsesorten wie Tomaten, Kartoffeln, Auberginen und Paprika.
Es gibt viele Arten von Physalis, aber nur zwei baut man wegen ihrer köstlichen Früchte an. Sie unterscheiden sich nur wenig in Aussehen und Geschmack und ähneln sich in den Anbautechniken.

In diesem Artikel werden wir nach der Beschreibung der botanischen Unterschiede untersuchen, wie man Physalis im Familiengarten anbaut.

Zwei Arten sind für uns von Interesse:

  • Physalis alkekengi, bekannt als wilder Physalis;
  • Physalis peruviana, bekannt als Peruanischer Physalis oder Uciuva.

Schauen wir uns die jeweiligen botanischen Merkmale dieser beiden Sorten an.

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  • Die Andenbeere stammt aus dem Hochland Perus und Chiles. Die Früchte schmecken nicht nur sehr gut, sondern sehen auch noch toll aus.
  • Sie sind besonders reich an Vitamin C und Beta-Carotin. Die Früchte sind reich an Vitamin C und Provitamin A. Auch der hohe Gehalt an Eisen, Phosphor, Protein und Fett machen die Andenbeere besonders wertvoll.Sie bildet sehr viele Früchte.

Wilde Physalis

Die wilde Physalis ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die man in einem jährlichen Zyklus anbaut. Sie ist in Nordamerika beheimatet und man baut sie dort seit der Antike wegen ihrer medizinischen Eigenschaften an. In Südeuropa ist sie wild in Hecken und Wäldern in Höhenlagen zwischen dem Meeresspiegel und 1.000 m zu finden.

Die Pflanze hat eine dünne, stark kriechende rhizomatöse Wurzel, die einfache aufrechte Stämme von bis zu 60 cm Höhe hervorbringt.

Die Blätter haben einen langen Blattstiel und sind oval oder rautenförmig. Die Blattoberfläche variiert von fast vollständig kahl bis kaum behaart.
Die Blüten sind zwittrig und haben einen Blütenstiel. Sie blühen einzeln in den Achseln der mittleren Zweige. Die Blumenkrone ist weiß oder grünlich und in 5 große, spitze Blütenblätter geteilt. Die Staubgefäße mit der gelben Staubbeere sind zwischen den Blütenblättern angeordnet.

Die Blütezeit in der freien Natur ist von Mai bis Juli. Der Fruchtknoten ist mit einer Narbe versehen. Wenn sie reif ist, verwandelt sie sich in eine orange-rote Beere, die von einem typisch leuchtend roten papyrusartigen Kelch umgeben ist. Die Beere enthält zahlreiche kleine Samen und ist im September voll ausgereift.
Diese Art eignet sich wegen ihrer auffälligen Farben hervorragend als Zierpflanze, während die kleinen Früchte etwas sauer sind. Saatgut dieser Sorte finden Sie hier.

Peruanische Physalis (Physalis peruviana)

In ihrem Herkunftsland Peru, wo die Umweltbedingungen am günstigsten sind, ist diese Art von Physalis eine mehrjährige Pflanze. Bei uns wird sie als einjährige Pflanze angebaut.

Es handelt sich um eine Pflanze mit schlanken, 70-90 cm hohen, kantigen, verzweigten Stängeln von krautiger Beschaffenheit. Die Blätter sind groß und herzförmig, von altgrüner Farbe, fast schleimig und dicht behaart.
Die Blüten stehen einzeln, sind blassgelb mit schwärzlichen Flecken. Sie blühen zwischen Juli und September. Nach der Blüte wächst der Kelch und umschließt die kleine Frucht. Sie bildet einen typischen und merkwürdigen herzförmigen, häutigen und blasigen Ballon, der erst grün und dann gelblich ist. Die Frucht ist eine glänzende, kirschgroße Beere von blassgrüner Farbe, die sich bei Vollreife gelb färbt.

Sie reift zwischen September und Oktober, dann erntet man sie. Die Früchte muss man dann in die Sonne legen, um voll auszureifen, und man sollte sie nur bei Bedarf öffnen. Unserer Meinung nach ist die peruanische Physalis die bevorzugte Art für den Anbau, da die Früchte angenehmer sind als die der wilden Art, mit einem köstlichen Aroma und einem exquisiten Duft.

Wie man Physalis anbaut

Anforderungen an Boden und Klima

Physalis kann überall dort angebaut werden, wo auch alle anderen Nachtschattengewächse angebaut werden. In den wärmeren Gebieten Mittel- und Südeuropas kann sie beispielsweise den Winter überstehen und sich so als mehrjährige Pflanze etablieren. Andernorts folgt sie, wie bereits erwähnt, einem Anbauzyklus mit jährlicher Erneuerung.

Für den Standort im Gemüsegarten wählt man am besten einen Platz in voller Sonne, wo sie sich gesund und üppig entwickeln kann.
Was die Art des Bodens angeht, so bevorzugt sie mittelschwere Böden. Außerdem benötigt er eine gute Versorgung mit organischem Material und einen neutralen oder subalkalischen pH-Wert.

Bodenvorbereitung und Düngung

Um mit dem Anbau von Physalis im Gemüsegarten zu beginnen, muss der Boden rechtzeitig vorbereitet werden. Zu Beginn des Jahres sollte der Boden gut aufgelockert werden, und es sollte organisches Material hinzugefügt werden, wenn es fehlt. Eine gute Idee ist die Verwendung von Hauskompost oder Humus. Falls verfügbar, kann reifer Dung aus ökologischen Betrieben verwendet werden.

Fruchtfolgen

Wie alle Gemüsearten muss auch der Physalis einer vernünftigen Fruchtfolge folgen. Als Nachtschattengewächs kann sie nicht dort angebaut werden, wo wir im Jahr zuvor Pflanzen der gleichen Familie gesetzt haben. Dabei handelt es sich um anspruchsvolle Gemüsesorten wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Kartoffeln und Chilischoten.
Eine gute Fruchtfolge ist der Anbau von Hülsenfrüchten, wie z. B. grünen Bohnen.

Aussaat und Umpflanzen von Physalis

Peruanische Sorte

Physalis wird normalerweise aus Samen vermehrt. Sie wird in der Regel ab März und April in Saatbeete gesät. Das Saatbeet sollte natürlich vor Witterungseinflüssen geschützt werden, z. B. in einem Raum und nur an sonnigen Tagen im Freien. Junge Triebe sind sehr empfindlich. Die Sämlinge haben eine relativ lange Wachstumszeit. Man muss etwa 45 Tage nach der Aussaat warten, bevor man sie in den Boden, in den Garten oder in Töpfe pflanzen kann.
Die Übertragung vom Saatbeet auf den Boden kann ab Ende April und im Mai erfolgen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Wetterbedingungen stabil sind und Kälteeinbrüche vermieden werden.

Für den Pflanzabstand können wir uns an der Aubergine orientieren, mit 60 cm zwischen den Pflanzen und 1 m zwischen den Reihen.
Wenn wir das Saatgut nicht rechtzeitig gekauft haben, müssen wir uns an spezialisierte Baumschulen wenden, um die bereits gebildeten Setzlinge zu erwerben.

Pflege der Kulturpflanze Physalis

Was die Anbaupflege betrifft, so muss die Physalis nicht wie Tomaten oder Auberginen gestützt oder angebunden werden. Der Grund dafür ist, dass sie keine großen Höhen erreicht. Beschneiden und Stutzen sind ebenfalls nicht erforderlich. Wir empfehlen einen guten Naturmulch aus Stroh oder Jute.
Wenn das Mulchen nicht möglich ist, sollte der Boden regelmäßig gejätet werden.

Eine Bewässerung ist besonders in den heißen Sommermonaten nach einer langen Trockenperiode notwendig. Daher sollte ein Tropfbewässerungssystem installiert werden.
Hüten Sie sich vor Staunässe, die zu unerwünschter Fäulnis führen kann. Die Physalis kann Widrigkeiten gut verkraften und ist bei Schädlingen nicht sehr beliebt. Wenn sie ausgewogen angebaut wird, braucht sie keinen besonderen Schutz. Hüten Sie sich vor Blattläusen (die mit Brennnessel- oder Knoblauchmazerat bekämpft werden können).

Eigenschaften und Verwendung von Physalis

Der Überlieferung zufolge hat der Physalis zahlreiche therapeutische Eigenschaften. Der essbare Teil ist die Frucht. Die Blätter sollten vermieden werden, da sie zu viel Solanin enthalten und giftig sind. Die Beeren sind reich an Vitamin C, Zitronensäure, Gerbstoffen und Zuckern. Sie haben zahlreiche Eigenschaften: Sie sind harntreibend, anurisch, antirheumatisch und entzündungshemmend. Allerding empfehlen sie sich jedoch nicht für schwangere oder stillende Frauen.

Sie können so gegessen werden, wie sie sind, nachdem sie ein paar Tage in der Sonne getrocknet wurden. Wie bereits erwähnt, schmeckt das peruanische Physalisum sehr gut, aber die wilden Früchte sind weniger gut. Eine typische Verwendung der Physalis-Beeren ist die Herstellung schmackhafter Konfitüren.
In Süßwaren werden sie kandiert oder mit dunkler Schokolade überzogen.

 

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