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Rasen sähen – Anleitung und Tipps

Rasen sähen - so geht es richtig.

Für die meisten Hobbygärtner gehört ein gepflegter Rasen genauso in den heimischen Garten, wie hübsch angelegte Blumenbeete. Ob es sich hier um einen Zierrasen oder doch besser um einen robusten Spielrasen handeln soll, entscheidet da ein jeder Grundstückbesitzer für sich selbst.

Wobei der Hobbygärtner hier zudem die Wahl hat zwischen einem Rollrasen oder der klassischen Methode, dem Rasen sähen. Letzteres ist da für viele immer noch die gängigste Vorgehensweise, um in den Genuss eines satten, grünen Teppichs zu kommen, denn häufig ist auch das Rasen anlegen eine Frage des Preises. Wobei es auch beim Rasen sähen einige wichtige Punkte zu beachten gilt.

Rasen sähen Boden vorbereiten

Bevor es mit dem Sähen des Rasens losgeht, gilt es zuerst einmal den Boden richtig vorzubereiten, denn dieser ist nun einmal die Grundlage für einen jeden schönen, grünen Teppich. So sollte die Fläche eine mindestens 15 cm dicke Mutterbodendecke mitbringen. Anschließend heißt es, zum Spaten, zur Motorhacke oder auch zur Grabegabel zu greifen und mit Hilfe eines dieser Gartenwerkzeuge den Boden circa 20 cm tief umzugraben.

Kommen während dieser Arbeit Steine, Unkräuter, Wurzelreste und Co zu Vorschein, gilt es diese gleich zu beseitigen. Ist diese schweißtreibende Arbeit erledigt, dürfen  auch Sie erst einmal eine Pause einlegen, denn jetzt sollte die Fläche erst einmal zwischen zwei und drei Wochen ruhen.

Ist die Ruhephase für beendet erklärt, gilt es jetzt zu einer Gartenwalze oder zu einem Nivellierrechen zu greifen, um die Fläche gleichmäßig zu ebnen. Anschließend ist es ratsam den pH-Wert des Erdreichs festzustellen. Liegt dieser unter 5,5 empfiehlt es sich den Boden vor dem Rasen sähen zu kalken, um die Übersäuerung zu verbannen.

Rasen sähen Anleitung

Ist der Boden, wie oben beschrieben, vorbereitet, gilt es diesen vor der Aussaat noch einmal kurz aufzulockern. Um den Rasensamen auszubringen, sollte zudem ein recht windstiller Tag gewählt werden, damit die feine Saat auch wirklich gleichmäßig verteilt werden kann und nicht vom Wind in alle Himmelsrichtungen verweht wird.

Am einfachsten ist es jetzt einen Streuwagen zu nutzen, denn auf diese Weise ist es leichter die Rasensamen gleichmäßig auf die vorbereitete Fläche auszubringen. Durchaus ist das Sähen auch mit der Hand möglich. Hier gilt es dann aber besonders gut darauf zu achten, dass eine gleichmäßige Verteilung vorgenommen wird.

Damit auftretender Wind jetzt nicht all Ihre Arbeit in Minuten wieder zu Nichte macht, gilt es nach der Aussaat unverzüglich zum Rechen zu greifen. Mit diesem Gartengerät sollten Sie jetzt das Saatgut vorsichtig einarbeiten, so dass die Samen am Ende von einer dünnen Erdschicht bedeckt werden. Ist auch diese Arbeit erledigt, kommt erneut die Walze zum Einsatz, denn durch das Walzen verhindern Sie die Setzung des Bodens und eventuell auftretende Unebenheiten.

Der größte Teil der Arbeit ist jetzt bereits erledigt. Nun gilt es lediglich noch die frisch ausgebrachten Rasensamen ausreichend zu bewässern. Damit es hier nicht zu Rinnsalen oder zu Wasserpfützen kommt, empfiehlt es sich einen feinen Regner oder eine feine Brause einzusetzen. In den nächsten drei bis vier Wochen sollte stets darauf geachtet werden, dass das Saatgut beständig feucht bleibt, denn dann können Sie davon ausgehen, dass in den folgenden 8 bis 15 Tagen die ersten Halme sprießen werden.

Rasen sähen – Wie lange nicht betreten danach?

Ist der Rasensamen endlich ausgebracht und der Hobbygärtner gönnt sich jetzt eine kleine Atempause nach der ganzen Arbeit, gilt es neben der regelmäßigen Bewässerung auch noch darauf zu achten, dass die neu angelegte Grünfläche erst einmal nicht mehr betreten wird.

Sowohl der Nachwuchs, als auch Haustiere, wie Hund und Katze, gilt es jetzt erst einmal von der zuvor bearbeiteten Fläche fern zu halten. Gerade Stubentiger lieben aber diese aufgelockerte Erde und nutzen diese allzu gerne als Katzenklo, so dass Katzenbesitzer hier ein Auge auf ihr Tier werfen sollten. Erst, wenn sich eine geschlossene, grüne Rasenfläche gebildet hat, ist das Betreten des grünen Teppichs wieder gestattet.

Rasen sähen – Tipps

Durchaus ist das Anlegen einer neuen Grünfläche sowohl zeit-, als auch arbeitsintensiv. Wer, hier allerdings Spaß an der Gartenarbeit hat, sieht diese schweißtreibende Tätigkeit eher als Freizeitbeschäftigung an und ist über jeden Tipp dankbar, wenn es um das Thema, Rasen sähen, geht.

Hier noch ein paar hilfreiche Tipps, damit das Ergebnis auch tatsächlich den Garten bereichert:

  • Sähen Sie Ihren Rasen am besten im späten Frühling oder im frühen Herbst
  • Wählen Sie einen trocknen, wie windstillen Tag, um die Aussaat zu starten
  • Rasensaatgut, welches schon einige Zeit trocken lagert, eignet sich besonders gut. Die Rasensamen sollten aber nicht älter als drei bis vier Jahre alt sein.
  • Pro Quadratmeter benötigen Sie circa 20 bis 40 Gramm Rasensamen.
  • Für die gleichmäßige Verteilung der Saat lohnt es sich einen Streuwagen zu nutzen. Zumal ein Einsatz die Arbeit ungemein erleichtert.
  • Arbeiten Sie den Rasensamen mit Hilfe einer Harke nicht zu tief ins Erdreich ein, denn dies kann eine Keimung verhindert. Die Tiefe sollte lediglich zwischen 0,5 und 1,0 cm liegen.
  • Ohne Einarbeitung hingegen werden Vögel das Saatgut als nette Mahlzeit ansehen. Zumal Regen jetzt den Samen wegspülen und Wind diesen verwehen kann.
  • Halten Sie das Saatgut stets gut feucht. Nach dem Aussähen ist eine ausreichende Bewässerung wichtig.
  • Das Betreten der Rasenfläche ist erst wieder erlaubt, wenn sich ein dichter, grüner Teppich gebildet hat.

Rasen sähen – Wann darf der Rasen erstmalig gemäht werden?

Sein die Grashalme zwischen acht und zehn Zentimeter lang, darf der Rasenmäher erstmalig zum Einsatz kommen. Hier gilt es darauf zu achten den ersten Rasenschnitt nicht zu kurz ausfallen zu lassen. Das heißt, es gilt die Halme auf maximal fünf Zentimeter zurückzuschneiden.

Ab diesem Tag sollte der Rasenmäher zudem einmal in der Woche in Anspruch genommen werden. Ein Spiel-Sport, wie Strapazierrasen darf nach dem ersten Schnitt regelmäßig auf drei bis vier Zentimeter zurückgeschnitten werden. Rasenpflanzen, die hingegen im Schatten wachsen, sollten stets eine Länge von fünf Zentimetern aufweisen.

Nutzen Sie den Rasenschnitt zudem nicht gleich als Mulchmaterial, empfiehlt es sich den neu angelegten Rasen regelmäßig zu düngen. Auch dies kann mit Hilfe eines Streuwagens in die Wege geleitet werden. Wobei Sie den Rasendünger niemals direkt nach dem Rasenmähen ausbringen sollten.

Neben Nährstoffe und einer ausreichenden Bewässerung benötigt eine jede Rasenfläche zudem stets genug Luft zum Atmen. Aus diesem Grund, gilt es Ende März stets Unkrautpflanzen, sowie Moos aus dem Rasen zu entfernen.

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