So gelingt die Pflege von Zimmerpflanzen auch für Anfänger

Schöne und immergrüne Zimmerpflanzen können unser Zuhause verschönern und zu einer grünen Oase werden lassen. Besonders im Wohnbereich, wie Wohnzimmer, Esszimmer und auch im Flurbereich – oder erst recht im Wintergartenbereich – kann man mit den richtigen und passenden Pflanzen so einiges bewirken und das Leben und den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden zur Natur pur mutieren lassen. Doch nicht jede Pflanze fühlt sich in jeder Ecke und in jedem Winkel eines Zimmers wohl.

Während die Eine nach Sonnenlicht lechzt, benötigt die Andere eher ein schattiges Plätzchen. Oder damit sie blühen und gedeihen kann wenig Wasser und die andere Pflanze dann doch lieber Feuchtigkeit – und diese sogar täglich. Zimmerpflanzen können ein gutes Raumklima produzieren und auch als dekorative Hotspots dienen und clevere Raumteiler oder auch Fensterschutz und Blickschutz. Doch jede Pflanze benötigt ihre ganz individuelle Pflege und wer seine Blumen und Pflanzen nicht liebt und hegt, darf sich nicht wundern, wenn sie schon nach kurzer Zeit die Blätter hängen lassen und eingehen. Aber auch in puncto Pflege selbst, dem wie und womit und auch wie viel eigentlich, gibt es einiges zu beachten und zu berücksichtigen.

Welche Pflanze für welchen Raum?

Diese Frage ist mit die wichtigste, wenn man generell vor hat alle Räumlichkeiten möglichst viel und sinnvoll mit Zimmerpflanzen zu bestücken und zu bereichern. Zunächst einmal muss man immer im Vorfeld sicherstellen, dass es sich bei der jeweiligen Pflanze tatsächlich um eine Zimmerpflanze handelt. Denn ist dies nicht der Fall und sie ist eigentlich eine Pflanze für draußen und muss im Freien stehen, kann sie jämmerlich im Innenraum dahinsiechen. Geeignete Zimmerpflanzen findet man zum Beispiel hier. Die zweite Frage ist, was soll die Pflanze für den jeweiligen Raum tun und ist sie hierfür geeignet?

Grundsätzlich sorgen Zimmerpflanzen aller Art für ein sehr angenehmes Klima. Denn die Pflanzen besitzen in der Regel die Eigenschaft die Raumluft durch eine Menge Luftfeuchtigkeit zu füllen. Allerdings benötigen die   Zimmerpflanzen die passende Luftfeuchtigkeit selbst, um optimal gedeihen zu können. Grundsätzlich gilt: Eine trockene Raumluft ist für alle Anwesenden wie auch für die Pflanzen selbst  kein gutes Klima. Die Raumluft sollte beispielsweise bei etlichen Pflanzen rund 60 Prozent und sogar noch mehr betragen.

Der Mensch fühlt sich schon in etwa 40 Prozent wohl. Tropische Pflanzen benötigen sogar eine Luftfeuchtigkeit von kontinuierlich 80 Prozent. Wenn man nun mehrere Zimmerpflanzen im Raum hat, sorgen sie selbst gemeinsam zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit und können auf diese Weise sogar einen recht konstant höheren Wert erzielen. Wenn man nun bei der Pflege der Pflanzen täglich mit der Sprühflasche und Wasser bewaffnet dafür sorgt, dass sie auf diese Weise befeuchtet werden, werden die Pflanzen es danken und man kann zwei Fliegen mit einer Klappe dabei schlagen: Zum Einen die Feuchtigkeitszufuhr sichern und auch den Staub von den Blättern entfernen. Diese Pflege ist vor allem im Winter bei trockener Heizungsluft oder in heißen Sommern äußerst wichtig.

Wie viel Wasser?

Alle Pflanzen benötigen regelmäßig Wasser. Doch: Bei zu viel Wasser entsteht Staunässe, die Wurzeln faulen dahin oder die Pflanze ertrinkt buchstäblich. Benötigt die Pflanze aber eher viel Wasser, sollte sie am besten immer kontinuierlich feucht sein. Faustregel: Bliebt beim Fingertest etwas Erde am Finger, muss nicht gegossen werden. Bleiben keine Rückstände am Fingerdruck, dann muss gegossen werden. Gegossen wird an der Wurzel und mehr duschen als gießen mögen alle Pflanzen. Schließlich ersetzen wir den Regen und dieser ist sanft und gleichmäßig, und wie beim Duschen eben.

Einige Pflanzen, wie die beliebte Orchidee, brauchen hin und wieder ein Tauchbad. Dabei holt man die Pflanze aus dem Übertopf und stellt sie mit dem Pflanzentopf in einen Eimer voll lauwarmes Wasser. Wenn keine Blasen mehr zu sehen sind lässt man alles leicht antrocknen, um Staunässe zu vermeiden. Alle Pflanzen mögen Duschregen mit lauwarmen Wasser. Und das Abbrausen ist zeitgleich auch ein Säubern und reinigen der Blätter von Verschmutzungen. Ficus Benjamini, Palmen oder Farne lieben das besonders.

Im Sommer wie auch im Winter, wenn die Heizungen die Raumluft austrocknen, benötigen alle Pflanzen mehr Wasser als sonst. Eine Teil-Lösung kann natürlich auch sein, sparsam mit der Heizung umzugehen, doch den Mehrbedarf an Wasser sollte man auf jeden Fall einplanen. Stehen sie in Fluren, die kühl sind und im Winter ebenfalls, dann wenig Wasser zum Gießen nehmen. Wer abgestandenes Mineralwasser nutzt, gibt den Pflanzen zusätzlich noch wichtige Mineralien, wie Magnesium, Kalium und Eisen.

Wann düngen?

Palmen aller Art und andere Zimmerpflanzen benötigen Dünger. Hier kann man auf Flüssigdünger setzen, der ins Gießwasser getan wird. Düngestäbchen oder Tabletten sind ebenfalls möglich. Es gibt Pflanzendünger mit Sofortwirkung und Langzeitwirkung sowie auch Hybridprodukte. Langzeitdünger reichen in der Regel bis zu drei Monate.

Mehr zeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"