Vertikutierer – Einsatzmöglichkeiten und Anwendungen

Wann der Zeitpunkt gekommen ist einen Vertikutierer einzusetzen, können Gartenbesitzer schnell erkennen. Es gilt dafür lediglich eine kleine Harke oder einen Grubber zu nehmen und damit locker durch die Grasnarbe zu fahren. Bleiben Moospolster, wie Mährückstände hängen, wird es Zeit den Rasen zu vertikutieren. Gleiches gilt, wenn ein starker Wuchs von Unkraut vorliegt, denn jetzt kann der Rasen nicht mehr richtig wachsen.

Sowohl ein Nährstoffmangel, als auch eine dicke Schicht Rasenfilz sorgen dafür, dass die Graswurzeln nicht mehr ausreichend Sauerstoff bekommen. Dies wiederum hemmt das Wachstum und demnach ist es ratsam den Rasen mit einem Vertikutierer zu bearbeiten bzw. den Rasen entlüften.

Welcher Vertikutierer ist der Richtige?

Vertikutierer verfügen über eine horizontal eingesetzte Achse oder Spindel. Diese ist in kurzen Abständen mit drehbar gelagerten oder starren Messern versehen. Nimmt man den Vertikutierer in Betrieb lässt der Motor die Achse rotieren, so dass die kleinen Messer die Grasnarbe wenige Millimeter aufreißen und Rasenfilz, wie Moos entfernt werden.

Wer eine große Rasenfläche bearbeiten möchte, sollte demnach einen Benzinbetriebenen Vertikutierer nutzen, denn dieser bringt auf trocknen, schweren Böden ein gutes Eigengewicht mit, so dass die Messer tief genug in die Grasnarbe vordringen können. Außerdem muss man hier während des Vertikutierens nicht ständig auf das Stromkabel achten.

Vertikutierer, die hingegen mit Strom arbeiten, reichen meist für kleine, sowie leicht zugängliche Rasenflächen völlig aus. Lediglich die Handhabung ist hier wegen des Stromkabels ein wenig komplizierter, da man ständig darauf achten muss dieses nicht zu beschädigen. Sehr leichte Geräte dieser Art neigen außerdem auf harten Böden gerne dazu ein wenig zu hoppeln, weil die Messer nicht immer sofort in die Grasnarbe vordringen können. Ratsam ist es hier den Vertikutierer einfach mit einem gefüllten Sandsack zu beschweren.

Des Weiteren gibt es dann noch den Handvertikutierer auf dem Markt. Diese Geräte verfügen über leicht pendelnde montierte oder auch starre Messer. Wer mit einem solchen Modell seinen Rasen vertikutieren möchte, benötigt jede Menge Kraft, weshalb sich diese Vertikutierer nur für kleine Rasenflächen eignen bzw. dazu dienen stellenweise Moos und Ähnliches zu entfernen.

Video: Richtig vertikutieren

Richtig Arbeiten mit einem Vertikutierer

In folgenden Schritten gilt es den Rasen mit einem Vertikutierer zu bearbeiten:

  1. Es gilt stets ausschließlich trockne Rasenflächen zu vertikutieren.
  2. Vorab immer die Vertikutierhöhe passend einstellen, denn die Messer sollten nicht tiefer als zwei bis drei Millimeter in die Grasnarbe vordringen können.
  3. Vor der Arbeit mit dem Vertikutierer sollte der Rasen auf eine Höhe von zwei Zentimeter gestutzt werden.
  4. Es gilt den Vertikutierer zügig über die Fläche zu ziehen und nicht zu lange auf einer Stelle stehen zu bleiben, da ansonsten die Grasnarbe zu stark beschädigt wird.
  5. Den Vertikutierer stets erst Längs und dann Quer über die Rasenfläche ziehen.
  6. Beim Richtungswechsel nicht vergessen den Führungsholm nach unten zu drücken, denn auf diese Weise rotieren die Messer dann in der Luft.
  7. Entstehen im Rasen nach dem Vertikutieren kahle Stellen gilt es diese anschließend mit neuem Samen zu versehen.
  8. Nach dem Vertikutieren gilt es das Abharken des losen Rasenfilzes nicht zu vergessen.
  9. Handelt es sich um schwere Böden ist es sinnvoll am Ende die Fläche mit einer zwei Zentimeter dicken Schicht Bausand zu versehen, denn dies verbessert den Lufthaushalt.

Wann sollte man den Rasen am besten vertikutieren?

Gartenbesitzer können ihren Rasen von Frühjahr bis Herbst, also von April bis September, mit einem Vertikutierer bearbeiten. Vor allem viel genutzter Gebrauchsrasen sollte aber am besten im Frühjahr oder Spätsommer vertikutiert werden.

Fazit: Im Handel finden sich Benzinbetriebene Vertikutierer, aber ebenso Modelle, die mit Strom arbeiten. Außerdem gibt es dann noch die Handvertikutierer, die allerdings nur mit viel Kraftaufwand ihre Arbeit verrichten. Für kleinere Rasenflächen eignen sich meist strombetriebene Geräte ganz gut, während große Flächen, sowie harte Böden besser mit einem Benzinbetriebenen Modell bearbeitet werden sollten.

Back to top button
Close