Vertrockneter Rasen – reparieren oder neu säen?

Neusaat als Alternative bei einem von der Sonne verbrannten Rasen

Wir haben die wärmsten Monate hinter uns gebracht, und langsam mildert sich das Wetter wieder ab. Doch durch die Trockenheit haben Pflanzen teilweise sehr stark gelitten. Gerade die Wiese ist ein Sorgenkind, und so fragt man sich, ob ein vertrockneter Rasen zu reparieren ist oder man einfach neu säen sollte.

Aus saftigen grünen Grashalmen ist nun ein strohiges braunes Geflecht geworden. Tipps und Tricks für Deine Rasenfläche erfährst Du im folgenden Beitrag. Doch zuerst besteht die Frage, ob die verbrannte Fläche überhaupt noch zu retten ist.

Vertrockneter Rasen: Wurzeltest

Bevor Du Dich willkürlich entscheidest, ob der Rasen zu reparieren ist oder man diesen neu aussäen muss, solltest Du einen Wurzeltest durchführen. Man mag vielleicht nur die Grashalme sehen, und wie diese verdorrt sind, das bedeutet allerdings nichts, dass gar kein Leben mehr im Gras vorhanden ist.

Überprüfen kannst Du es ganz einfach! Suche Dir eine kleine Ecke des Rasens und steche mithilfe eines Spatens ein kleines Stück heraus. Dabei sollte eine 10 oder 15 Zentimeter tiefes Rasenstück ausreichen. Die Erde etwas abklopfen und schon lassen die Wurzeln begutachten. Sollten diese vertrocknet, dann hilft wohl nur noch das Anlegen eines neuen Rasens.

Braune Stellen in der Rasenfläche

Durch große Hitze kann die Rasenfläche vertrocknen. Das bedeutet aber nicht, dass die gesamte Fläche vertrocknet ist. Teilweise bilden sich auch einfach braune Stellen, welche man sehr leicht reparieren kann. Möchtest Du eine Ausbesserung vornehmen, dann bieten sich sogenannte Rasenpflaster an.

Bei einem Rasenpflaster handelt es sich um eine spezielle Mischung aus Saatgut, Dünger und etwas Erde. Der Vorteil liegt darin, dass diese Mixtur unabhängig vom vorliegenden Boden gut anwachsen kann, und somit in das Gesamtbild der Rasenfläche einblendet. Bevor Du solch ein Pflaster einsetzt empfiehlt es sich den Boden aufzulockern und mit etwas Humus anzureichern.

Die beste Zeit für eine Nachsaat

Natürlich ist das Rasenpflaster nur eine Möglichkeit von Vielen. Einfaches Nachsäen ist natürlich genauso machbar, und führt schlussendlich zum selben Ergebnis. Die beste Zeit für eine Nachsaat ist der September. Theoretisch könntest Du auch vorher eine Saat anlegen, allerdings müsstest Du diese ständig bewässern. Das macht nicht nur unglaublich viel Arbeit sondern ist auch eine ziemlich Wasserverschwendung.

Bevor Du beginnst die Saat auszuteilen, solltest Du den Boden etwas bearbeiten. Die vertrockneten Gräser brauchst Du nicht zu entfernen, da so nur unnötig Platz für Unkräuter geschaffen wird, welche den neuen Keimlingen die Nährstoffe rauben. Harke den Rasen einmal aus und vertikutiere die Stelle leicht. Das sollte genügen.

Die richtige Bewässerung des Rasens

Hierbei handelt es sich um eine präventive Maßnahme, damit beim nächsten Sommer die mühsam großgezogene Nachsaat nicht wieder vertrocknet. Damit der Rasen gar nicht erst abstirbt ist die richtige Bewässerung natürlich wichtig, allerdings wissen viele gar nicht genau wie das geht. Oftmals handelt man erst wenn es zu spät ist, und so ist es beispielsweise unsinnig die vertrockneten Stellen besonders intensiv zu gießen.

Bei der Rasenbewässerung geht es eher um eine regelmäßige und gleichmäßige Verteilung von ausreichend Wasser. Als Faustregel gelten hier zwischen 10 bis 15 Liter Wasser, was in etwa 1 ½ Gießkannen pro Quadratmeter entspricht. Auch der richtige Zeitpunkt spielt eine Rolle. Dabei stehen Dir zwei Uhrzeiten zur Verfügung.

Früh morgens und abends sind ideale Zeiträume um den Rasen mit Wasser zu versorgen. Gerade am frühen Morgen zwischen vier und fünf Uhr, wenn der Morgentau noch an den Grashalmen hängt, kann das Wasser besonders gut in das Erdreich sickern. Für alle, die keine Frühaufsteher sind, gibt es ja auch Sprinkler mit Zeitschaltuhr.

Achte darauf die Rasenfläche nicht zu überwässern. Es mag ja trocken sein, allerdings reicht eine Bewässerung ein bis zwei Mal die Woche. Andernfalls kann der Boden das Wasser nicht weiter aufnehmen, und damit verdunstet das kostbare Nass einfach nur über den Tag. Damit die Erde auch richtig durchnässt wird, ist eine Zeit von anderthalb Stunden empfohlen.

Wie kommt der Rasen gut durch den Winter?

Sicherlich fragst Du Dich, wie Du den neuen Rasen, welchen man erst im Herbst ausbringen soll, durch den Winter bekommst. Unternimmt man gar nichts, dann erfrieren die jungen Keimlinge vermutlich schnell. Nun so schlimm ist es nicht, da Gras recht schnell Resistenzen aufbaut. Allerdings gibt es einige zusätzliche Belastungen, die Du Deiner Rasenfläche ersparen kannst.

Das bedeutet, dass der Rasen während der frostigen Zeit nicht betreten werden darf. Durch Raureif und Frost entstehen Trittspuren, welche das Wachstum enorm beeinflussen. Zusätzlich richten die Eiskristalle in den Pflanzenzellen großen Schaden an, wenn sie unter Druck zerplatzen. So müsste man im Frühjahr wieder sehr lange warten, bis die jeweiligen zerstörten Stellen nachwachsen.

Auch den möglichen Schnee solltest Du beachten. Die weiße Pracht selbst tut dem Grün ziemlich wenig an, doch wenn Du riesige Schneeberge, beispielsweise durch das Frei-Schippen des Weges verursachst, dann kann es schon mal Schwierigkeiten geben.

Außerdem kann es durch die Schneemassen dazu kommen, dass der Boden zu sauer wird. An dieser Stelle empfehlen Gartenprofis immer ein einmaliges Kalken, um den pH-Wert wieder auszugleichen.

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