Wissenswertes über den Cannabisanbau

Cannabis (Hanf) ist eine uralte Nutzpflanze mit erstaunlichen Fähigkeiten und Verwendungsmöglichkeiten. Denn neben den Blüten können Sie auch die Stiele und Blätter für Tees, Lotionen und Butter verwenden. Außerdem enthalten die Samen unzählige Nährstoffe und fördern eine ausgewogene Ernährung.

Für einen guten Ertrag ist allerdings ein professionell durchgeführter Anbau von der Pflanzung bis zur Ernte notwendig. Er scheint kompliziert, doch Hanf ist eine genügsame Pflanze und lässt sich sowohl im Freiland als auch im Garten ziehen und übersteht sogar atypische Umgebungen wie das eigene Wohnzimmer. Mit am effektivsten wird ein Anbau, wenn ein Gewächshaus anfangs die zarten Cannabispflanzen schützen kann.

Die Rechtslage: Ist der Besitz einer Cannabispflanze strafbar?

Für einen unbeschwerten Hanfanbau bietet die deutsche Gesetzgebung derzeit noch keine günstigen Voraussetzungen. Zwar findet gerade weltweit ein Umdenken statt und Länder wie Kanada, Uruguay und die USA erlauben den Anbau, den Besitz und den Konsum von Cannabispflanzen unter gewissen Einschränkungen auch für Privatpersonen. Hierzulande hat dieses progressive Verhalten noch keine politische Mehrheit, obwohl viele Tendenzen darauf hinweisen.

Der Anbau von Cannabis zum medizinischen Gebrauch ist einigen wenigen Firmen gestattet. Dabei muss man aber höchste Sicherheitsstandards einhalten. Auch Nutzhanf, der aus THC-armen Sorten gewonnen wird, ist nur ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben erlaubt. THC (Tetrahydrocannabinol) wird der Wirkstoff des Hanfs genannt, der berauschende Effekte zeitigt und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Die Samen für Nutzhanf müssen aus EU-zertifiziertem Anbau stammen und dürfen einen THC-Gehalt von 0,2 % nicht übersteigen. Die folgende Anleitung ist unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten.

Welche Hanfarten gibt es?

Hanf existiert in drei Hauptformen. Allerdings werden laufend neue Züchtungen entwickelt, um die verschiedenen Charakteristika der Pflanze zu optimieren. Beinhaltet sie doch mehr als 100 Wirkstoffe, die je nach Wunsch dominante oder rezessive Ausprägungen vorweisen können.

Die bekannteste Art ist sicher die Cannabis Sativa, beheimatet in den Regionen des Äquators. Durch die Kompaktheit der dortigen Pflanzenwelt besteht eine ausgeprägte Konkurrenzsituation, welche die Sativa mit hohem Wuchs und schlanker Form beantwortet hat. Sie wird zwischen zwei und vier Meter hoch und benötigt für ihre Blütezeit bis zu 16 Wochen.

Die Cannabis Indica stammt aus den trockeneren Regionen Asiens und ist im Libanon, in Indien und in Afghanistan zu Hause. Sie ist buschiger Ausprägung und wächst nicht höher als zwei Meter. Sie erträgt wechselhaftes Tageslicht und besitzt eine Silhouette, die an einen Weihnachtsbaum erinnert. Die Blütezeit beträgt sechs bis acht Wochen.

Die Cannabis Ruderalis kommt mit weniger Tageslicht aus, sie hat ihren Ursprung in nördlicheren Regionen wie Russland und China. Sie ist eher kleinwüchsig, ein Manko, dass sie mit hoher Widerstandskraft ausgleicht.

Cannabispflanze anbauen

In Deutschland gängige Samen gehören eher zu den Spezies der Sativa und der Indica. Zum artgerechten Anbau bedarf es zuerst einer entsprechenden Keimung. Diese geschieht am ehesten in einem mit ausreichend Erde gefüllten Ambiente, wobei die Erde immer feucht gehalten werden sollte.

Optimal ist eine Temperatur von 24 °C. Die Keimlinge sollten mit einer Plastikfolie abgedeckt werden, bis sie sprießen. Zur Aussaat bieten sich zwei Verfahren an.

Outdoor-Anbau

Wer genügend Platz zur Verfügung hat, kann es mit Outdoor-Growing versuchen. Diese Art der Pflanzung ist wenig kostenintensiv und begnügt sich mit einem Equipment, dass dem üblichen Gärtnern entspricht. Erde, Nützlinge, welche die Cannabispflanzen schützen, gegebenenfalls einen Naturdünger und ausreichend Wasser reichen der genügsamen Pflanze für einen herrlichen Wuchs.

Indoor-Anbau

Der Indoor-Anbau erzielt ein besseres Wachstum und satter entwickelte Blütenstände. Denn dort kann man exakt auf die Bedürfnisse der Pflanzen eingehen und ideale Wachstumsbedingungen simulieren. Dies hat aber seinen Preis. Sollte kein eigenes Gewächshaus zur Verfügung stehen, ist eine Beleuchtungsanlage in Verbindung mit einer ausreichend dimensionierten Belüftungsanlage Pflicht.

Die Wachstumsphasen einer Cannabispflanze

Neben der schon erwähnten Keimung hat der Hanf weitere zwei Wachstumsphasen. Mit den ersten Blättern ist die Keimungsphase beendet und die eigentliche Wachstumsphase beginnt. Das wäre der Moment einer eventuellen Standortveränderung. Im Indoor-Anbau sind jetzt täglich 18 Stunden Speziallicht gefragt und 6 Stunden Dunkelheit. Ende Juli beginnt Hanf zu blühen, wonach sich der Beginn der Erntezeit ausrichtet.

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