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Einschlaghülsen - der ultimative Ratgeber
Einschlaghülsen zum schrauben, bohren oder einschlagen

Einschlaghülsen – der ultimative Ratgeber

Was sind Einschlaghülsen?

Will ein Häuslebauer oder Kleingärtner Holzbalken oder Pfosten senkrecht zum Boden befestigen, hat er die Qual der Wahl. Man kann diese Pfosten einbetonieren oder aufschrauben, oder man entscheidet sich für die moderne Alternative der Bodeneinschlaghülsen.

Sind die geplanten Pfosten nicht zu lang, oder werden starken Seitwärtsbewegungen durch ein windanfälliges Dach ausgesetzt, sind sie durchaus eine clevere Alternative. Für welche Anwendungen Bodeneinschlaghülsen geeignet sind, oder worauf man beim Kauf achten muss, werden wir im folgenden Text noch ausführlich erklären.

Im Großen und bestehen Einschlaghülsen aus zwei Elementen:

Einschlaghülsen - der ultimative Ratgeber
Was sind Bodeneinschlaghülsen?
  1. Die Hülse (oder Topf) am oberen Teil, die den Pfosten aufnimmt. Da die meisten Pfosten quadratisch sind, ist auch die Hülse quadratisch. Achten Sie darauf, dass die Maße der Hülse auch wirklich zum Pfosten passen. In der Hülse befinden sich in der Regel noch Bohrlöcher, um die Einschlaghülse mit dem Balken zu verschrauben. Ausserdem hat die Hülse Entwässerungslöcher, damit eingetretenes Regenwasser wieder herauslaufen oder sickern kann.
  2.  Der untere Teil ist der Bodenanker. Je nach Beanspruchung sind die Bodenanker zwischen 60cm und 100cm lang. Je länger der Bodenanker ist, desto stabiler wird Ihr Pfosten später stehen. Allerdings muss auch der vorgesehene Untergrund bis zu dieser Länge/Tiefe frei von Steinen und Hindernissen sein, um die Einschalghülse überhaupt in den Boden schlagen zu können.

 

Wie lange halten Einschlaghülsen?

Die Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Einschlaghülsen ist durchaus sehr unterschiedlich. Bei geringen Beanspruchungen durch Wind und Eigengewicht können die Einschlaghülsen gut 10 Jahre ihren Dienst ohne Probleme verrichten.

Mutet man den Einschlaghülsen allerdings zu viel zu, kann die Freude schon nach wenigen Wochen getrübt sein. Entscheidend für die Haltbarkeit ist zunächst die gekaufte Qualität der Bodeneinschlaghülsen. Auf unserem Bild sehen Sie auch welche aus Kunststoff, von denen wir aber von vornherein dringend abraten. Zwär hätten diese den Vorteil, dass sie nicht rosten und  witterungsbeständig sind. Aber: bei einem Versuch, haben die nicht mal das Einschlagen überlebt.

In der Regel sind die Pfostenträger aus Stahlblech Feuerverzinkt. Zwischen Bodenanker und Hülse befindet sich eine verbindende Schweißnaht . Diese Schweißnaht ist auch oft eine Schwachstelle, die die Lebensdauer der Pfostenträger erheblich verkürzen kann. Oft sind die Schweißnähte nur kleine Schweißpunkte, die schnell reißen können.

Verwenden Sie die Einschlaghülsen für Zäune oder Carports, bei denen starke Windbelastungen auftreten, wird es wahrscheinlich Probleme geben. Betonieren sie die beispielsweise die Hülsen bombenfest ein, reisst bei starker Belastung durch Wind und immer wiederkehrender Bewegung und schon leichtem Hin- und Herschwanken des Pfostens, der obere Teil der Hülse ab.  Versenken Sie die Bodenhülse ohne Beton im Boden (schrauben oder einschlagen), lockert sich die Hülse nach und nach im Erdreich und die ganze Konstruktion wird wackelig.

Für die eben erwähnten Carports und andere schwere Konstruktionen empfehlen wir H-Pfostenträger, die man im Boden einbetoniert und die Pfosten dann darin festschraubt.

Fazit: Einschlaghülsen eignen sich bei geringer Windbelastung und wenig Eigengewicht der aufgebrachten Konstruktion sehr gut. Für schwere und stark windbeanspruchte Aufbauten sind sie nicht geeignet und werden nur eine kurze Lebensdauer haben.
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Wie bekommt man Einschlaghülsen gerade in den Boden?

Wie der Name schon sagt, müssen die Einschlaghülsen mit Kraft in den Boden geschlagen werden. Man darf aber auf keinen Fall den Fehler machen und direkt mit dem Hammer auf den Topf der Bodenhülse schlagen. Dabei kann sich der Topf leider sehr schnell verbeulen oder verbiegen. Ohne Hilfsmittel für das Einschlagen wird man auch keine Kontrolle haben, ob man den Bodenanker gerade ins Erdreich einschlägt.

Zum Einschlagen der Hülse sollte man sich entweder selbst ein Hilfsmittel basteln, oder fertige Einschlaghilfen wie dieses Gah-Alberts Einschlag-Werkzeug für Einschlag-Bodenhülsen verwenden. Das Einschlagwerkzeug gibt es für die verschiedenen Topfgrößen z.B. bei Amazon. Möchte man es kostengünstiger haben, kann man auch einfach einen abgesägten Rest oder Verschnitt, der bestimmt beim Holzpfosten übrig bleibt, verwenden.

Nehmt aber nicht Euren teuren und schicken Holzpfosten und schlagt direkt auf diesen. Damit macht ihr ihn garantiert unbrauchbar oder zumindest unansehnlich. Schnell splittert dabei Holz ab, oder man schlägt Dellen in das Holz.

Habt Ihr eine geeignete Einschlaghilfe gefunden, setzt Ihr sie in den Topf ein und schlagt gerade mit dem Hammer darauf.

Versucht von vornherein die Hülse sehr gerade anzusetzen und schlagt sie zunächst ca. 15 cm in den Boden. Dann nehmt Ihr die Einschlaghilfe aus der Hülse und setzt Euren Pfosten provisorisch vorsichtig ein. An den Balken legt ihr eine Wasserwaage an. Es gibt sogar spezielle Pfostenwasserwaagen (siehe Bild)  zu kaufen. Diese sind nicht mal besonders teuer.

Sollte die Einschlaghülse nicht hundertprozentig gerade sitzen, könnt ihr durch leichte Bewegungen am Balken die Hülse gerade ausrichten. sollte das nicht reichen, setzt Ihr die Einschlaghilfe seitlich am Balken an, und schlagt mit dem Hammer vorsichtig dagegen, bis alles perfekt im Lot sitzt. Auch hier solltet Ihr nicht direkt auf den neuen Balken schlagen um diesen nicht zu verunstalten.

Jetzt setzt man die Einschlaghilfe bzw. das Einschlagwerkzeug wieder in den Topf ein. Ich empfehle den geraden Sitz zwischendurch immer wieder zu überprüfen. Spätere Korrekturen sind, ohne den Bodenanker zu lockern, kaum möglich und dann wird die spätere Konstruktion sehr wackelig.

Es gibt auch Einschlaghülsen bei denen der Topf verstellbar ist. Da ist man nicht 100%ig drauf angewiesen, dass man sauber gearbeitet hat.

Zusätzlicher Tipp: Solltet Ihr einen sehr steinigen Boden haben und/oder sehr lange Bodenanker einsetzen wollen kann es passieren, dass ihr beim Einschlagen auf ein Hindernis trefft. Bestenfalls geht es an dieser Stelle einfach nicht weiter. Schlimmstenfalls habt ihr aber hier durch das Schlagen den Bodenanker schon verbogen und unbrauchbar gemacht.

Ich empfehle deshalb vor dem Einschlagen des eigentlichen Bodenankers eine nichtfedernde Stahlstange oder bei leichteren Böden eine angespitzte dünne Holzstange in den Boden einzuschlagen und so die Durchlässigkeit zu prüfen.

Wie bekommt man Einschlaghülsen wieder raus?

Oft kommt man nach einiger Zeit an einen Punkt, wo die fest im Boden versenkten Einschlaghülsen wieder aus dem Boden müssen. Sei es, weil ein Zaun mit Zaunpfosten versetzt werden soll, oder man ihn einfach durch eine Hecke ersetzen möchte. Gründe für die Entfernung der Einschlagbodenhülse  gibt es viele.

Mindestens genauso viele Ideen und Methoden gibt es, um die Einschlaghülse wieder aus dem Boden zu bekommen. In sandigen Böden wird dies etwas leichter gelingen als in lehmigen Böden.

Eine Methode ist das Ausgraben. Das dauert natürlich recht lange und kann bei einer Einschlagbodenhülse  mit einem 100cm Bodenanker sehr mühselig werden. Muss man dann vielleicht noch 10 oder mehr Einschlagbodenhülsen aus der Erde bekommen, ist das Ausgraben eine Arbeit von mehreren Stunden oder Tagen.

Eine weitere Methode ist das Aushebeln. Mit folgender Methode war ich richtig schnell und erfolgreich. leider hab ich keine Bilder davon gemacht:

  • Die Holzpfähle aus dem Topf der Bodenhülse entfernen
  • Durch die gegenüberliegenden Löcher für die Entwässerung habe ich eine stabile Stange aus Stahl (eine Gewindestange) gesteckt Diese war ca. 25cm lang und ragte seitlich aus der Hülse heraus
  • in etwa 50cm Entfernung von der Hülse hab ich ein Kantholz plaziert
  • mit einer Dachlatte als Hebel habe ich die Hülse dann nach oben gehebelt. Die Dachlatte habe ich unter der Gewindestange angesetzt und dann den Hebel immer wieder ruckartig bewegt. Das Kantholz war quasi in der Mitte meines Hebels, man kann sich das wie eine Wippe vorstellen. Das Lockern hat nur wenige Minuten gedauert und dann konnte ich die Hülse einfach aus dem Boden ziehen. durch die konische Form des Bodenankers wird die Bodenhülse recht schnell sehr locker und leicht rauziehbar.

Was kosten Einschlaghülsen?

Einschlaghülsen mit einem Bodenanker von 50 cm bekommt man schon ab ca. 4-5 Eur pro Stück. Mit einem Bodenanker von 90cm oder mehr kosten die Einschlaghülsen  ab. ca. 10 Eur aus feuerverzinktem Metall.

Für Bodeneinschlaghülsen die in der Neigung verstellbar sind, muss man etwas mehr berappen.

Einschlaghülsen Anwendungsbereiche:

  • Holzterrasse
  • Wäschespinne
  • Carport
  • Tiergehege
  • Zäune, Sichtschutzzaun
  • Pfosten , Pfahl, Zaunpfosten
  • Spielturm, Stelzenhaus

In folgenden Baumärkten erhältlich:

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