Garten anlegen und planen – Ideen & Gestaltungstipps
Schritt fĂŒr Schritt Garten planen und anlegen
Ein schöner Garten beginnt mit einer durchdachten Planung. Ob Neuanlage, Umgestaltung oder Pflege bestehender GĂ€rten â die richtige Strukturierung hilft, aus jedem AuĂenbereich eine WohlfĂŒhloase zu machen. Von der ersten Skizze bis zur Auswahl der passenden Pflanzen gibt es viele Faktoren zu berĂŒcksichtigen: Standort, Bodenbeschaffenheit, LichtverhĂ€ltnisse und persönliche WĂŒnsche. Ein durchdachtes Konzept sorgt nicht nur fĂŒr Harmonie, sondern erleichtert auch die Pflege. In dieser Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie Ihren Traumgarten gestalten â mit wertvollen Tipps fĂŒr Vorgarten, Wohngarten, Wege, RankgerĂŒste, Wasser- und SchattengĂ€rten. Lassen Sie sich inspirieren und erschaffen Sie eine grĂŒne Oase, die Ihren BedĂŒrfnissen entspricht.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in KĂŒrze
- 2 Der Vorgarten
- 3 Der Wohngarten
- 4 Eine Terrasse im Garten
- 5 Nutzung von Treppen zur Garten Gliederung
- 6 Wege im Garten anlegen
- 7 RankgerĂŒste beim Garten anlegen einplanen
- 8 Pergolen als Sichtschutz
- 9 Wasser als Gestaltungselement im Garten anlegen
- 10 Besondere Effekte – Gartenschmuck im Hausgarten
- 11 Beleuchtung im Garten planen
- 12 SchattenplÀtze beim Garten anlegen gut planen
- 13 Schatten- und Halbschattenpflanzen
- 14 StrÀucher die gut im Schatten gedeihen
Das Wichtigste in KĂŒrze
- FrĂŒhzeitige Planung: Ein Garten sollte bereits bei der Hausplanung berĂŒcksichtigt werden, um Erdarbeiten effizient zu nutzen.
- Strukturierung des Gartens: Vorgarten, Wohn- und Nutzgarten sollten harmonisch aufeinander abgestimmt sein.
- Wege und Begrenzungen: Gerade Wege sorgen fĂŒr Ordnung, wĂ€hrend RankgerĂŒste und Pergolen Sichtschutz bieten.
- Wasser als Gestaltungselement: Teiche, Brunnen oder VogeltrÀnken bringen Leben und Harmonie in den Garten.
- SchattengÀrten bewusst anlegen: Auch schattige Bereiche lassen sich mit passenden Pflanzen attraktiv gestalten.
Ob es sich nun um eine Neuanlage, um die Verwandlung eines vernachlĂ€ssigten, dĂŒsteren Hofs in einen wohnlichen Gartenraum oder um die Umgestaltung eines veralteten Gartens handelt, die Grundregeln, die man bei der Planung dem Garten anlegen beachten muss, sind die gleichen.
Wir gliedern den Garten je nach der GröĂe und den BedĂŒrfnissen in einzelne RĂ€ume. Da gibt es den Vorgarten, den Wohn-, Spiel-, Bade- und den Nutzgarten. Diese einzelnen Gartenteile legt man jedoch so an, dass sie zusammengefasst einen geschlossenen, harmonischen, ĂŒbersichtlichen Gartenraum ergeben.
Checkliste fĂŒr die perfekte Gartenplanung
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Skizze des Gartens mit Einteilung in verschiedene Zonen anfertigen
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Standortbedingungen prĂŒfen: Sonneneinstrahlung, BodenqualitĂ€t, Windschutz
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Wege, Terrassen und Sitzbereiche frĂŒhzeitig einplanen
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Sichtschutzmöglichkeiten prĂŒfen (Hecken, Pergolen, RankgerĂŒste)
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Wasserelemente wie Teiche oder Brunnen in das Konzept integrieren
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Nachhaltige BewÀsserungslösungen wie Regentonnen oder Mulch einplanen
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Pflanzen nach Licht- und BodenverhÀltnissen auswÀhlen
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Pflegeaufwand berĂŒcksichtigen und pflegeleichte Pflanzen bevorzugen
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Beleuchtungskonzept fĂŒr Wege und Sitzbereiche einbauen
Der Vorgarten
Der Gartenraum zwischen Gehweg und Haus ist oft nur wenige Meter breit. Hier wirkt ein einfacher Rasen, umgeben von StrÀuchern und Blumenbeeten beim Garten anlegen, am besten. Ideal wÀre es, wenn man alle benachbarten VorgÀrten zu einer Einheit zusammenfassen könnte, ohne sie durch ZÀune voneinander abzugrenzen.
An einer verkehrsreichen StraĂe wird man den Vorgarten so gestalten, dass er einen möglichst wirksamen Schutz gegen den StraĂenlĂ€rm und die Abgase der Fahrzeuge bietet. In solchen FĂ€llen haben sich Mauern und dichte Pflanzungen gut bewĂ€hrt. Es ist ratsam, den Weg von der StraĂe zum Haus gut zu befestigen, damit man ihn sicher begehen und leicht pflegen kann.
Garagenzufahrten lassen sich so anlegen, dass man nur die Fahrspur mit Steinen belegt. Dazwischen bleibt ein Rasenstreifen erhalten. SĂ€mtliche Zugangswege im Vorgarten sollten gut beleuchtet sein.
Der Wohngarten
Wir wĂŒnschen uns einen Garten, in dem man sich in frischer Luft frei und ungeniert bewegen kann. Der Garten sollte praktisch angelegt und leicht zu pflegen sein. Der Sitzplatz liegt am besten unmittelbar beim Haus und, wenn das Wohnzimmer nach SĂŒden oder Westen ausgerichtet ist, in enger Verbindung mit diesem, beispielsweise in Form einer Terrasse.

Oft bilden an das Haus angebaute Garagen oder andere NebengebĂ€ude mit diesen zusammen einen windgeschĂŒtzten, sonnigen Winkel, der sich fĂŒr die Anlage eines Sitzplatzes geradezu anbietet. Hier lĂ€sst sich leicht und mit wenigen Mitteln eine Ăberdachung anbringen. Eine ĂŒberdachte Terrasse ist von unschĂ€tzbarem Wert, kann man doch, auch wenn sich das Wetter eintrĂŒbt und die ersten Tropfen fallen, ruhig drauĂen bleiben.
An der dem Nachbarn zugewandten Seite lĂ€sst sich ein RankgerĂŒst als Sichtschutz errichten. Damit erhĂ€lt der Sitzplatz gleichzeitig einen gewissen Abschluss.
Eine Terrasse im Garten
Die Terrasse legt man meist mit Platten aus. Besonders gut machen sich Klinker und Natursteine. Auch Pflastersteine und Betonplatten lassen sich als Platzbefestigung verwenden. Mauern Wege, Treppen und Mauern bilden das GerĂŒst des Gartens und sollen möglichst dem GelĂ€nde angepasst werden. Ihre LinienfĂŒhrung bestimmt die GartenrĂ€ume.
Eine niedrige, frei stehende Mauer hat eine gliedernde Aufgabe. Man errichtet sie meist dort, wo sie einen Gartenteil oder Sitzplatz rĂ€umlich abschlieĂen soll. StĂŒtzmauern mĂŒssen sehr sorgfĂ€ltig und unter Beachtung der statischen GrundsĂ€tze gebaut werden. Sie haben, vor allem im abfallenden GelĂ€nde, eine gröĂere Bedeutung. Terrassiert man dieses nĂ€mlich, so gewinnt man mehr FlĂ€che. Hier kann man einen Steingarten besonders gut anlegen.

Jeder Eingriff in das natĂŒrliche GelĂ€nde muss allerdings sorgfĂ€ltig abgewogen werden. Man sollte im Zweifelsfall lieber auf eine StĂŒtzmauer verzichten und das GelĂ€nde des Gartens weich modellieren, damit man eine harmonische Gesamtwirkung erreicht. Durch eine geschickte Bepflanzung, die die StĂŒtzmauer nicht verdeckt, sondern nur auflockert, wird diese harmonischer in den Garten und in die Landschaft eingefĂŒgt.
Hohe, frei stehende Mauern, die der Gliederung eines Gartens dienen oder den Abschluss eines Sitzplatzes bilden, wirken lockerer, wenn sie ganz oder teilweise durchbrochen sind.
Nutzung von Treppen zur Garten Gliederung
Zur Ăberwindung von Höhenunterschieden sind Treppen erforderlich. Da man sich im Garten freier bewegt als im Haus, sollten die Stufen in ihrer Auftrittshöhe mehr dem Gehen als dem Steigen angepasst sein und eine Höhe von 15 cm nicht ĂŒberschreiten.
Im flach ansteigenden GelĂ€nde macht man die Stufen niedriger und zieht sie auseinander, wĂ€hrend bei gröĂeren Höhenunterschieden die Treppe durch eingeschaltete Podeste gegliedert wird. Man achte bei gröĂeren Treppenanlagen mit dazwischenliegenden Podesten darauf, dass die einzelnen Stufenblöcke jeweils eine ungerade Zahl von Stufen aufweisen.

Das Begehen eines solchen Treppenlaufs ist angenehmer, weil man nicht immer mit dem gleichen FuĂ auf den Podesten ankommt. Einzelne Stufen sind möglichst zu vermeiden, da sie leicht ĂŒbersehen werden. Treppen sollten gut sichtbar sein und möglichst in Anlehnung an ein architektonisches Element angeordnet oder durch eine seitliche Bepflanzung betont werden.
Es gibt verschiedene Arten von Stufen. Die Auswahl reicht von der einfachen HolzknĂŒppelstufe ĂŒber die ins ansteigende GelĂ€nde eingeschobene Stufenplatte, die Legstufe mit Unterlage, bis zur sorgfĂ€ltig bearbeiteten Blockstufe. Man achte stets auf eine gute und feste Unterlage, damit sich die Treppe auch sicher begehen lĂ€sst.
Wege im Garten anlegen
Da das Wege im Garten anlegen fĂŒr das Gesamtbild von entscheidender Bedeutung ist, muss man ihren Verlauf sorgfĂ€ltig planen. Sogenannte SchlĂ€ngelwege bringen Unruhe in die Anlage. Besonders in der NĂ€he des Hauses und im kleinen Garten ist eine straffe FĂŒhrung der Wege wichtig. So ist die Verteilung der einzelnen GartenrĂ€ume nicht gestört.
Die Art, wie die Wege befestigt werden sollen, darf nicht nur von den Kosten her beurteilt werden. Entscheidend sind hier vor allem die Aspekte der ZweckmĂ€Ăigkeit, der Dauerhaftigkeit sowie der einfacheren Pflege. Die Möglichkeiten gehen vom einfachen Kies- und Asphaltbelag ĂŒber Betonplatten verschiedener AusfĂŒhrung, Pflaster- und KlinkerbelĂ€ge bis zu Natursteinplatten, gesĂ€gt oder bruchrauh, in unregelmĂ€Ăig oder rechtwinklig verlegtem Verband.
RankgerĂŒste beim Garten anlegen einplanen
Vielfach ist es wohl notwendig, einen Teil des Gartens stĂ€rker gegen Blicke von auĂen abzuschirmen. Eine frei wachsende Strauchpflanzung oder eine Hecke kann diesen Zweck erfĂŒllen. Es dauert aber oft Jahre, bis sie die entsprechende Höhe und Dichte erreicht hat. Ein RankgerĂŒst dagegen bietet sogleich einen guten Sichtschutz. RankgerĂŒste mit Schilfmatten, Rohrgeflecht oder Holzstabgewebe bieten sofortigen Sichtschutz.

Als einfache Lösung befestigt man das Material an waagrechten, halbierten Rundhölzern, die an senkrechten Holzpfosten angeschraubt werden. FĂŒr eine dauerhafte Lösung wĂ€hlt man stĂ€rkere Holzpfosten, wobei diese nicht eingegraben, sondern an einbetonierten EinschlaghĂŒlsen einige Zentimeter ĂŒber dem Boden befestigt werden. So sind sie vor frĂŒhzeitigem Abfaulen geschĂŒtzt.
Anstelle von Holzpfosten kann man auch Eisenrohre als tragende Konstruktion wÀhlen. Man schraubt dann runde oder profilierte Holzlatten an diese Rohre. Es können auch Eisengitter und Baustahlgewebe angebracht werden.
Vor dem Farbanstrich sollten alle Einzelteile einen Rostschutzanstrich erhalten. An diesen RankgerĂŒsten lĂ€sst man nun ein- oder mehrjĂ€hrige Schling- und Kletterpflanzen hinaufwachsen. Auf diese Weise werden die GerĂŒste in den Garten eingegliedert.
Pergolen als Sichtschutz
Eine Pergola bildet einen zusĂ€tzlichen Sichtschutz nach oben. Als schattenspendende, berankte Laube besitzt sie ihren eigenen Reiz. Pergolapfosten können aus Holz sein. Sie werden aber, der gröĂeren StabilitĂ€t wegen, auch aus Stein oder Eisen gefertigt.
Als Auflage sind geschĂ€lte Rundgut geeignet. FĂŒr ein RankgerĂŒst reicht im allgemeinen eine Höhe von 1,8 m aus, wĂ€hrend eine Pergola ungefĂ€hr 2,2 m hoch sein sollte, da die Pflanzen, die an ihr emporranken, auch von oben herabhĂ€ngen.
Wasser als Gestaltungselement im Garten anlegen
Wasser ist ein uraltes Gestaltungselement. Wir finden es bereits bei den alten Kulturvölkern, die die starke Wirkung, die von einem Wasserbecken oder einem schönen Brunnen ausgeht, wohl kannten. Wir sollten daher heute, da uns die Technik mit ihren vielen Möglichkeiten die Verwendung des Wassers im Garten so leicht macht, keinesfalls auf dieses lebendige, ursprĂŒngliche Gestaltungsmittel verzichten.

Ein kleineres Wasserbecken ordnet man am besten einem Sitzplatz in der NĂ€he des Hauses zu, wĂ€hrend einem gröĂeren Becken eine raumgliedernde Funktion zukommt. Durch eine ausgesuchte Bepflanzung wird ein Wasserbecken schöner und fĂŒgt sich harmonischer in den Garten ein.
In die NÀhe des Wassers pflanzt man gern Fackellilien, Taglilien, Trollblumen und Funkien zusammen mit ZiergrÀsern. Sie entfalten dort ihre volle Schönheit, besonders wenn sie sich im Wasser spiegeln.
Ein Vogelbad sollte in keinem Garten fehlen. Es bietet unseren gefiederten Freunden eine gĂŒnstige Gelegenheit, sich zu erfrischen. Flache Keramikschalen oder ausgemuldete Natursteine sind dafĂŒr geeignet. Die Ausmuldung sollte vom Rand her möglichst flach beginnen und die Wassertiefe nicht mehr als 5 cm betragen.
Das Vogelbad stellt man an einer ĂŒbersichtlichen Stelle auf, da die Vögel es sonst aus Angst vor Katzen meiden.
Besondere Effekte – Gartenschmuck im Hausgarten
Keramische GefĂ€Ăe, wie Vasen, Schalen oder Töpfe, Gartenplastiken, Leuchten oder auch eine Sonnenuhr bereichern den Garten. Wohlgeformte Vasen oder Schalen sollen unser Auge durch ihre harmonische Schönheit in Material und Form als Kunstwerk erfreuen.

Wir ordnen sie unbepflanzt einem Gartenraum zu. Eine Plastik stellen wir im Garten nicht unmittelbar in eine Pflanzung, sondern geben ihr einen freien Platz. Damit sie sich von ihrer Umgebung abhebt, stellt man sie am besten auf einen Sockel. Vermeiden sollte man, beispielsweise eine Tierplastik im Garten so aufzustellen, dass der Eindruck entsteht, sie sei ein natĂŒrliches Lebewesen. Das mindert den Wert der Plastik und wirkt als gewollte TĂ€uschung.
Beleuchtung im Garten planen
Nur die wichtigsten Leuchten, beispielsweise an der Terrasse oder am Zugangsweg des Hauses, baut man fest mit unterirdisch verlegten Kabeln ein. Die Schalter hierfĂŒr werden neben der ins Freie fĂŒhrenden TĂŒr und am Gartentor angebracht.
Braucht man fĂŒr ein Gartenfest mehr Licht, so kann man mit transportablen, elektrischen Lampen oder auch mit Lampions und Windlichtern die schon vorhandene Beleuchtung ergĂ€nzen. Es gibt heute sehr schön geformte Windlichter, deren eiserne SchĂ€fte man entweder in einen Schuh oder direkt ins Erdreich stecken kann. Mit ihrem flackernden Schein schaffen sie viel Stimmung.
Wir sollten jedoch nicht nur Wege und Treppen im Garten beleuchten, sondern auch einmal einen besonders schönen Baum oder Strauch von unten anstrahlen. DafĂŒr eignen sich besonders hellgrĂŒn belaubte Pflanzen, etwa Birken oder der Eschenahorn. Der Effekt des von innen durchleuchteten Blattwerks erweist sich gerade bei einem Gartenfest als besonders passend.
SchattenplÀtze beim Garten anlegen gut planen
Auch dort, wo es im Garten schattig oder halbschattig ist, gedeihen Pflanzen gut. Solche PlÀtze haben sogar bestimmte Vorteile, denn viele unserer Gartenpflanzen stammen aus dem Wald oder vom Waldrand und ertragen deshalb die volle Sonne nur zeitweise.
Meist sind BÀume oder GebÀude die Schattenspender. Bei BÀumen kommt es auf die Beschaffenheit der Krone an, ob der Schatten von Sonnenflecken durchbrochen oder ganz dunkel ist. Unter dichtlaubigen BÀumen, etwa unter Kastanien, wÀchst kaum mehr etwas.
GebĂ€ude werfen nicht stĂ€ndig Schatten, und selbst an Stellen, die kein direkter Sonnenstrahl erreicht, fallen zu irgendeiner Tageszeit Strahlen des reflektierten Sonnenlichts ein. Vielfach macht man sich ĂŒber den Schattenwurf von GebĂ€uden eine falsche Vorstellung.
Auch auf der Nordseite ist es, wenn die Sonne hoch steht, oft nur kurze Zeit schattig, und die West- und Ostseite haben meist den halben Tag volle Sonne. WĂ€hlt man beim Garten anlegen Pflanzen fĂŒr einen schattigen Standort aus, dann muss man die Eigenschaften des Bodens sowie seinen Feuchtigkeitsgehalt und die BewĂ€sserungsmöglichkeiten mit berĂŒcksichtigen.
Schatten- und Halbschattenpflanzen
Viele Schatten- und Halbschattenpflanzen lieben auch die Feuchtigkeit. Unter groĂen BĂ€umen oder StrĂ€uchern mit flachen Wurzeln ist es aber meist ziemlich trocken, weil diese die Feuchtigkeit schnell dem Boden entziehen. Mauern, GebĂ€ude oder hohe ZĂ€une bilden hĂ€ufig einen Schutz vor dem Regen, so dass man schmale Beete an ihrem FuĂ hĂ€ufig gieĂen muss. Vergessen Sie beim Garten anlegen also nicht eine Wasserquelle in der NĂ€he
Eine andere Möglichkeit besteht darin, solche Stellen mit trockenheitsresistenten Pflanzen zu besetzen. Mit Sonnenflecken durchsetzte, schattige Standorte unter laubabwerfenden BĂ€umen und StrĂ€uchern werden von vielen im FrĂŒhjahr blĂŒhenden Zwiebeln und KnollengewĂ€chsen wie MĂ€rzenbecher, Alpenveilchen, Winterling, Blaustern, Lerchensporn sowie Schneeglöckchen bevorzugt.
Auch Maiglöckchen gedeihen im Halbschatten, und zahlreiche Lilienarten fĂŒhlen sich in einer waldĂ€hnlichen Umgebung wohl. Der Boden sollte allerdings tiefgrĂŒndig und humos sein. Im Halbschatten, wenn der Boden nicht zu trocken ist, gedeihen viele Stauden. FĂŒr Blautöne sorgen polsterbildende Glockenblumen, das KaukasusvergiĂmeinnicht, der GĂŒnsel und die Tradeskantie. Rote Farbtöne liefern das Lungenkraut, das PorzellanblĂŒmchen, der Schattensteinbrech und die roten Sorten der echten Geranien.
Will man gelbe und weiĂe Töne, dann greift man zum Gelbweiderich, zu Taubnesseln und zum Salomonssiegel. Wo Sonnen- und Schattenflecken miteinander wechseln und der Boden feucht ist, stehen noch mehr Pflanzen zur VerfĂŒgung. Fast alle Farne, darunter zahlreiche immergrĂŒne Sorten, sorgen fĂŒr die BegrĂŒnung des Bodens. Farbliche Abwechslung bringen die Etagenprimel und die Herzblume, Astilbe, Funkie, WaldgeiĂbart, Eisenhut, Taglilie, Silberkerze und die goldgelbe Trollblume.
StrÀucher die gut im Schatten gedeihen
Es gibt auch viele StrĂ€ucher, die gut im Schatten, durchbrochen von der Sonne, und auf fruchtbarem Boden gedeihen, wenn man sie feucht hĂ€lt. An trockenen Schattenstellen sollte man sie jedoch wĂ€hrend der Wachstumsperiode gieĂen. Zu den StrĂ€uchern, die sich fĂŒr solche Standorte eignen, gehören das zu den HartheugewĂ€chsen zĂ€hlende Johanniskraut mit seinen groĂen, goldgelben BlĂŒtendolden, die immergrĂŒnen Mahonien und immergrĂŒnen Berberitzen, die Hartriegelarten, Hasel, Seidelbast, PfaffenhĂŒtchen, Heckenkirsche, Zierjohannisbeere, Schneebeere, Schneeball und die Hortensie sowie die vielfĂ€ltigen Zwergmispelarten. Rhododendren und Erika bevorzugen auch den Schatten von BĂ€umen, doch brauchen sie einen sauren Boden.

Das ImmergrĂŒn mit seinen sternförmigen, blauen BlĂŒten gibt einen ausgezeichneten Bodendecker fĂŒr schattige PlĂ€tze ab. Alle StrĂ€ucher, die fĂŒr einen Standort im Schatten von BĂ€umen empfohlen werden, können auch auf die Nordseite von GebĂ€uden gepflanzt werden. AuĂerdem fĂŒhlen sich viele der schönsten mehrjĂ€hrigen Pflanzen (Stauden) auf einem Beet in Nordlage wohl und können fĂŒr das Garten anlegen berĂŒcksichtigt werden. Hierzu gehören Bergenien und das KaukasusvergiĂmeinnicht, die japanischen Anemonen und die Akeleien, alle Glockenblumen und Pfingstrosen.
In ZwischenrĂ€ume kann man einjĂ€hrige Pflanzen setzen, wie StiefmĂŒtterchen, Löwenmaul oder Brunnenkresse. Schattige Stellen sind also keineswegs benachteiligt. Einige der schönsten Pflanzen unserer GĂ€rten gedeihen dort besonders gut. Allerdings sollte man nicht mit Gewalt versuchen, die dunkelsten und zugigsten Ecken zu bepflanzen. Vielfach ist hier nĂ€mlich der begrenzende Wachstumsfaktor nicht das Licht, sondern die Trockenheit.

Das ist genau das, was ich brauche. Mit diesen Informationen ĂŒber die Gartenplanung kann ich loslegen! Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel geteilt haben.