Einpflanzen von Sträuchern – Gartenarbeit im April

Das Einpflanzen von Sträuchern ist eine wichtige Gartenarbeit im April. Sträucher mit oder ohne Wurzelballen pflanzt man von Anfang Oktober bis Ende April. Denn Sträucher sind das ganze Jahr hindurch eine Zierde des Gartens. Die verschiedenen Wuchsformen machen ihren Einsatz vielfältig und geben ein schönes Bild im Garten.

Einpflanzen frei stehender Sträucher

Das Pflanzgut wird von Baumschulen in drei verschiedenen Formen geliefert: mit Wurzelballen, ohne Wurzelballen oder im Container. Bei Sträuchern mit Wurzelballen sind die Wurzeln in den Mutterboden eingebettet und in ein Ballentuch aus Jutegewebe eingeschlagen. So werden Pflanzen geliefert, die nach dem Umsetzen nicht leicht anwachsen. Sträucher, die nach dem Umsetzen leicht Wurzeln schlagen, werden meist ohne Wurzelballen abgegeben.

In Containern gelieferte Sträucher sind fest eingewurzelt und können ganzjährig gepflanzt werden. Wenn man sie jedoch im Sommer pflanzt, muss man dafür sorgen, dass sie bis zum Herbst reichlich mit Wasser versorgt werden. Sträucher mit oder ohne Wurzelballen pflanzt man von Anfang Oktober bis Ende April, und zwar dann, wenn der Boden nicht gefroren ist. In rauhem Klima sollte man die Pflanzen besser im Frühjahr setzen. Immergrüne Sträucher kann man im frühen Herbst pflanzen, damit sie noch Wurzeln bilden, ehe es kalt wird. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sie im Winter, wenn der Boden gefriert, vertrocknen.

Video: Richtiges Einpflanzen von Sträuchern

Frühjahrspflanzung von Sträuchern

Das Frühjahr ist die perfekte Jahreszeit für das Einpflanzen von Sträuchern. Deshalb zieht man, wie auch bei empfindlichen laubabwerfenden Sträuchern, meist die Frühjahrspflanzung vor. Der Abstand zwischen zwei Sträuchern sollte mindestens die Hälfte der endgültigen Breite der beiden nebeneinander stehenden Sträucher betragen. Beanspruchen beispielsweise zwei ausgewachsene Sträucher einen Raum von 1,5 und 2 m, so müssen sie in einem Abstand von 1,75 m eingepflanzt werden. Die Abstände legt man schon vorher fest und markiert die Pflanzstellen mit Stäben.

Die Pflanzgrube sollte eineinhalbmal größer sein als der Wurzelballen des Strauchs. Bei einer Containerpflanze sollte der obere Rand des Containers mit dem umliegenden Erdreich abschließen. Pflanzen mit oder ohne Wurzelballen werden etwas höher gepflanzt, als sie vorher standen. Auf keinen Fall tiefer pflanzen! Am Grund der Pflanzgrube wird der Boden mit einer Grabgabel aufgelockert. Die aus der Grube ausgehobene Erde vermischt man mit Gartenkompost, Stallmist oder Torfmull.

Eine ideale Mischung besteht aus zwei Teilen Erdreich und einem Teil organischem Material. Sträucher im Container werden wässert. Dann entfernt man den vor dem Einpflanzen gründlich den Container. Bei Ballenware wird das Ballentuch erst geöffnet, nachdem man die Pflanze in die Grube gesetzt hat. Bei Pflanzen ohne Wurzelballen schneidet man beschädigte oder kranke Wurzeln bis auf das gesunde Gewebe zurück. Auch am Strauch selbst werden alte Holzstummel bis an den Trieb zurück. geschnitten. Kranke oder beschädigte Triebe schneidet man bis dicht zu einer Knospe hin ab.

Die Pflanze wird in die Pflanzgrube gesetzt und diese mit der vorbereiteten Erde gefüllt. Danach tritt man die Erde fest. Bei schweren Böden genügen ein bis zwei Tritte. Der Boden rund um den Wurzelhals wird gut gegossen. Sträucher ohne Wurzelballen werden beim Einpflanzen etwas angehoben, und das Wurzelwerk wird leicht geschüttelt, damit sich die Erde gut dazwischensetzt. Sodann tritt man den Boden fest, denn zwischen den Wurzeln dürfen keine Lufträume bleiben.

Klettergehölze an einer Mauer einpflanzen

Der Boden am Fuß einer Mauer ist oft schlecht und mit Bauschutt durchsetzt. Damit man ein Klettergehölz einpflanzen kann, muss fruchtbarer Boden herangeschafft werden. Der Pflanzabstand zur Mauer sollte mindestens 30 cm betragen. Ausdauernde, aber nicht vollständig winterharte Gehölze brauchen eine warme, geschützte Wand. Efeu und Wilder Wein halten sich an der Wand fest; sie brauchen keine Stütze. Andere Kletterpflanzen hingegen müssen an Spalieren oder Spanndrähten gezogen werden. Kunststoffspaliere mit Maschenweiten von 10-15 cm sind als Haltevorrichtungen für Klettergehölze gut geeignet. An den weiten Maschen lassen sich die Pflanzen leicht ziehen und festbinden. Baustahlmatten lassen sich ebenfalls verwenden, müssen aber vorher entrostet und mit Rostschutzmittel gestrichen werden.

Die Haltevorrichtungen werden bereits vor dem Einpflanzen – etwa 2,5 cm von der Wand entfernt – befestigt, damit sich die Triebe der Pflanzen herumschlingen können. Kurz nach dem Einpflanzen muss man Klettergehölze an der Haltevorrichtung festbinden, weil die meisten dieser Pflanzen von der Wand weg streben. Jeden einzelnen Trieb befestigt man mit Bast, einer Schnur oder Klemmringen am Spalier. Bald schon kann man beobachten, daß sich die Triebe um die Spalierstäbe oder Spanndrähte schlingen.

Einen Strauch in den Rasen einpflanzen

Ein Strauch, der einzeln auf einer Rasenfläche steht, sieht besonders schön aus, wenn das Beet um ihn herum sorgfältig aus der Grasnarbe ausgestochen wurde.

In der Mitte des vorgesehenen Beets steckt man einen Stab in den Rasen. Am unteren Ende des Stabs wird eine Schnur angebunden. Jetzt spannt man die Schnur straff, und an der Stelle, die dem Halbmesser des Beets entspricht, bindet man ein Messer fest. Mit dem Messer beschreibt man einen Kreis auf der Rasenfläche. Dann sticht man entlang der Markierung mit dem Spaten ein, unterteilt den Kreis in Abschnitte und hebt die Rasensoden ab. Anschließend wird das Beet umgegraben und der Strauch in die Mitte gepflanzt. Die abgehobenen Rasensoden können mit der Grasseite nach unten auf den Grund der Pflanzgrube gelegt werden, wo sie langsam verrotten und den Boden mit Humus anreichern.

Einpflanzen von Sträuchern – Sträucher vor dem Wind schützen

Nach dem Einpflanzen von Sträuchern sollte man noch folgendes beachten: Größere frei stehende Sträucher sollten unmittelbar nach dem Einpflanzen mit einem Pfahl abgestützt werden. Er wird zuerst in den Boden geschlagen, damit die Wurzeln des Strauchs nicht beschädigt werden. Dann pflanzt man den Strauch knapp neben den Pfahl und bindet ihn mit einem Baumband oder einem Streifen aus Sackleinen fest. Bei Sträuchern mit Ballen wird der Pfahl schräg eingeschlagen, damit der Wurzelballen nicht beschädigt wird.

Den Streifen Sackleinen schlingt man kreuzweise mehrmals um den Pfahl und den Haupttrieb, bis der Strauch fest angebunden ist und zwischen dem Trieb und dem Pfahl ein Schutzkissen liegt. Durch das Anbinden wird verhindert, dass bei Wind der Strauch bis zu den Wurzeln durchgeschüttelt wird. Dabei würden nämlich die neu gebildeten Würzelchen abgerissen. Ein Strauch mit biegsamen Trieben braucht nicht festgebunden zu werden. In der Wachstumszeit mi man nachprüfen, ob die Baumbänder nicht einschneiden. Ist dies der Fall, löst man sie und bindet sie dann erneut fest.

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