Gartenmöbel: Holz oder Plastik, was ist die bessere Variante?

Wenn es um Gartenmöbel geht, sind die beiden gängigsten Materialien Holz und Kunststoff. Holz bietet ein traditionelles Aussehen mit einer klassischen Ausstrahlung und ist im Allgemeinen robuster als Kunststoff, was es ideal für den Außenbereich macht. Der größte Nachteil von Holz ist, dass es mehr Pflege benötigt, da es regelmäßig gereinigt und behandelt werden muss, um seine Langlebigkeit zu gewährleisten. Doch die Pflegeroutine für das Naturmaterial ist mit den richtigen Handgriffen und Utensilien gar nicht so schwer.

Immer mehr Gartenliebhaber setzen auf Naturstoffe bei den Möbeln

Das Thema Nachhaltigkeit findet auch bei Gartenliebhabern immer mehr Anklang. Statt Kunststoff fällt die Entscheidung für Gartenmöbel immer häufiger auf das natürliche Material Holz. Ein Grund dafür ist ein Mythos, der längst überholt ist: Kunststoff hält viel länger als Holz und ist viel günstiger.

Das stimmt nicht, vor allem bei besonders sonnigen Plätzen für die Gartenmöbel. Kunststoff wirkt zwar robust und ist pflegeleicht, doch zu viel Sonneneinstrahlung kann das Material porös und rissig machen. Die UV-Strahlen sorgen außerdem dafür, dass die Farbe schneller ausgleicht und die einstigen strahlenden Möbelstücke plötzlich nur noch eine blassere Version ihrer selbst sind.

Holzmöbel sind mit der richtigen Pflege viel langlebiger

Holzöl außen anwenden – für alle, die lange Freude an ihren Möbelstücken aus dem Naturmaterial haben möchten, ist eine regelmäßige Pflege unverzichtbar. Doch mit der richtigen Pflegeroutine muss dafür gar nicht viel Aufwand betrieben werden. Abhängig von der Holzart, dem Standort und den Witterungsbedingungen reicht die Aufbereitung des Holzes beispielsweise einmal im Frühjahr, um das Mobiliar frühlingsfrisch zu machen.

Regelmäßige erneute Holzpflege dauert nur 1 Stunde pro Saison

Die UV-Strahlen können auch das Holz ähnlich wie PVC stark beanspruchen. Doch mithilfe einer schützenden Hülle aus Öl bzw. Lack lassen sich die Auswirkungen deutlich minimieren. Auch Feuchtigkeit und Schmutz werden mit der Schutzlösung von Material ferngehalten und lassen es länger angenehm aussehen.

Viele Gartenliebhaber greifen bei der Pflege der Holzmöbel zu Öl. Es ist gebrauchsfertig im Handel erhältlich und lässt sich mit Pinselstrichen einfach auftragen. Das Beschichten eines Tisches dauert mit etwas Übung kaum länger als 60 Minuten. Nachdem das Öl aufgetragen wurde, zieht es in das Holz ein, was bis zu 24 Stunden dauern kann. Damit die Behandlung optimal wirken kann, sollten die Holzmöbel vorab von grobem Schmutz befreit werden. Haben sich auf dem Material Moos oder andere hartnäckige Rückstände gebildet, können auch eine feine Drahtbürste oder feines Sandpapier dabei unterstützen.

Flecken sofort von der Oberfläche entfernen

Auch die Gartenmöbel aus Holz laden zum Feiern ein und machen so manche gesellige Runde mit Freunden und Bekannten mit. Manchmal passiert es, dass beispielsweise Ketchup, Senf oder andere Rückstände auf dem Holz landen. Um unschöne, tiefsitzende Flecken zu vermeiden, sollte hier schnell reagiert werden. Zunächst wird die Verschmutzung mit einem trockenen Tuch aufgenommen und die Stelle im Anschluss mit einem feuchten Tuch noch einmal sanft gereinigt. Das sorgt dafür, dass sich Verschmutzungen erst gar nicht im Holz festsetzen.

Holz vor extremen Temperaturen schützen

Holz reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen und kann durch längere Einwirkung von direktem Sonnenlicht oder extremer Kälte beschädigt werden. Wenn möglich, sollten die Möbel bei heißem Wetter vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und mit einer Plane abgedeckt werden.

Wer weiß, dass seine Holzmöbel vermehrt Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, kann mit der richtigen Pflege vorarbeiten. Das beginnt bereits bei der Auswahl der richtigen Schutzlasur bzw. Öls. Wer Holzöl kaufen möchte, hat verschiedene Einsatzbereiche zur Auswahl. Eine spezielle Zusammensetzung für mehr UV-Schutz sorgt dafür, dass das natürliche Material weniger rasch austrocknet oder ausbleicht.

Abhängig von der Holzart und der Intensität der Sonneneinstrahlung kann es sogar notwendig sein, regelmäßiger mit einem zusätzlichen Schutz zu arbeiten. Wer bemerkt, dass das Holz trockener und poröser wird, sollte noch einmal eine Pflegeschicht auftragen.

Nach dem Auftragen des Öls ist es wichtig, alles vollständig einziehen zu lassen. Durch die Wärme quillt das Holz auf und gibt dabei womöglich überschüssiges Öl an der Oberfläche ab. Dies sollte mit einem sauberen und trockenen Tuch abgenommen werden, um beispielsweise beim Hinsetzen unschöne Verunreinigungen an der Kleidung zu vermeiden.

Abdecken, vor allem im Herbst und Winter

Hochqualitative Holzmöbel können auch im Herbst und Winter im Garten bleiben, sollten jedoch abgedeckt werden. Ungeschützt kann Feuchtigkeit in die Poren des Holzes eindringen und dort bei fallenden Temperaturen für unschöne Folgen sorgen. Gefriert das Wasser im Inneren des Materials, entstehen dadurch kleinere Risse, die sich bei der Temperatursteigerung wieder ausdehnen. Sind die Risse schon zu groß, kann sich sogar die ganze Oberfläche in ein Kratermeer verwandeln, was ungeschützt sogar zu Verletzungen auf der Haut führen könnte.

Um das zu vermeiden, sollten die Holzmöbel im Herbst und Winter gut geschützt vor Wind und Wetter mit einer Abdeckung aufbewahrt werden (beispielsweise auf der überdachten Terrasse). Wer die Möglichkeit hat, räumt die Holzmöbel sogar in den wohltemperierten Innenbereich. Sobald die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr wieder blitzen und die Minusgrade Vergangenheit sind, können die Holzmöbel wieder an die frische Luft und ihre Schönheitskur für die kommende Saison erhalten.

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