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Rasenkantensteine verlegen – So einfach funktioniert es

Rasenkantensteine verlegen - Anleitung zum selbermachen

Der Rasen wächst und gedeiht, es ist also Zeit für Rasenkanstensteine verlegen. Auf dem Markt finden Sie Rasenkantensteine aus unterschiedlichen Materialien. So gibt es diese aus Granit, Beton oder gar aus Kunststoff zu kaufen. Wobei viele Grundstückbesitzer sich gerne für Beton Rasenkantensteine entscheiden, denn hierbei handelt es sich um die günstigste Variante. Zu den witterungsbeständigsten, wie robustesten Steinen hingegen zählen sowohl Beton, als auch Granit. Letzteres sieht im Garten außerdem sehr edel aus, so dass dieser Naturstein einen jeden Garten verschönert.

Kommt hingegen ein Rasenkantenstein aus Kunststoff zum Einsatz, bringt dieses Material sowohl Vorteile, als auch Nachteile mit sich. So lässt sich dieser Kunststoffstein zwar leicht verlegen, eine gute Witterungsbeständigkeit bringen aber nur Rasenkantensteine von äußerst guter Qualität mit.

Handelt es sich hier eher um  mindere Qualität, können die Steine nach einer gewissen Zeit ausbleichen und sich zudem durch eine zu starke Sonneneinstrahlung unschön verformen. Welcher Rasenkantenstein am Ende gewählt wird, entscheidet aber meist der Geschmack und zum Teil natürlich auch der Geldbeutel.

Welches Fundament eignet sich für Rasenkantensteine am besten?

Neben dem persönlichen Geschmack, beeinflusst aber ebenfalls der Zweck der Verwendung die Wahl des Materials. Zudem spielt es eine Rolle auf welche Art und Weise die Rasenkantensteine verlegt werden sollen. Gilt es Hof- oder Garageneinfahrten mit diesen Steinen zu pflastern, gilt es eine stabile Stein-Art zu wählen. Kommen die Rasenkantensteine lediglich als Abgrenzungen für Beete, Rasenflächen oder Gartenwege zum Einsatz spielt die Stabilität des Materials hingegen eher eine Nebenrolle.

Möchte der Besitzer sicher sein, dass die Rasensteine stabil und fest im Boden des Gartens verankert sind, lohnt es sich diese in Beton zu setzen. Wobei diese Vorgehensweise noch einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Durch das Fundament kann es zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr zu einem Absinken der Rasenkantensteine kommen, so dass dem Gartenbesitzer die doppelte Arbeit erspart bleibt.

Wie verlegen Sie Rasenkantensteine in Beton richtig?

Bevor es an das Steine verlegen geht, gilt es erst einmal den Spaten zur Hand zu nehmen und mit diesem die Rasenkante abzustechen. Damit diese Kante am Ende auch wirklich grade ist, empfiehlt es sich vorab eine Schnur zu spannen. Ist diese stramm gespannt, kann der nächste Arbeitsschritt erfolgen. Jetzt gilt es den Verlauf der Rasenkantensteine zu markieren.

Dies kann, zum Beispiel, mit Hilfe von Sand in Angriff genommen werden. Anschließend darf wieder der Spaten zum Einsatz kommen, denn nun sollten Sie einen Graben entlang der Markierung ausheben. Dieser sollte je nach Größe der Rasenkantensteine etwa 70 cm tief und zwischen 40 und 40 cm breit sein.

Ist der Graben ausgehoben, kommt jetzt etwa eine zehn Zentimeter hohe Grobschotter Schicht hier hinein. Anschließend gilt es diese zu verdichten, um hier dann noch einmal eine zehn Zentimeter hohe Mischung aus Mineralsand und Feinschotter drauf zu geben. Auch nach diesem Gemisch gilt es wieder eine Verdichtung vorzunehmen, um anschließend erneut eine straff gespannte Schnur zu spannen.

Diese sollte in der Höhe angebracht werden, in der die Oberkante der Rasenkantensteine am Ende verlaufen soll. So sollten die Steine so gesetzt werden, dass diese noch etwa drei bis vier Zentimeter aus dem Boden herausragen. Ist die Schnur in der richtigen Höhe gespannt, gilt es jetzt den Magerbeton an zu mischen.

Dafür verwenden Sie am besten eine Kiesmischung in einer 0,8 mm Körnung, sowie ein Anteil Wasser und ebenfalls ein Anteil Zement. Diese Mischung gilt es jetzt zum Teil in den Graben zu füllen, um anschließend den richtigen Sitz der Steine nachzuprüfen. Liegen diese zu tief im Beton gilt es noch einmal eine Portion des Magerbetons nachzugießen.

Gerade der erste Rasenkantenstein sollte perfekt verlegt werden, denn dieser gibt an, wie der weitere Verlauf aussehen wird. Damit die Rasenkantensteine zudem fest im Beton liegen, benötigt es einen Pflaster- oder Gummihammer. Wobei ebenfalls eine Wasserwaage zur Hand sein sollte, um den Rasenkantensteinrand auf seine Gradlinigkeit zu prüfen. Müssen außerdem diverse Steine erst noch zurechtgeschnitten werden, kann hier ein Trennschleifer gute Dienste leisten.

Möchten Sie diese Kante zudem noch stabiler gestalten, können Sie sowohl vor, als auch hinter den Steinen noch einmal Beton einsetzen. Verteilen Sie diesen mittels einer Maurerkelle keilförmig an die Rasenkantensteine. Am Ende sollten alle Steine zu drei Viertel in dem Magerbeton eingebettet sein. Wobei die Aushärtung des Fundaments dann über Nacht erfolgen kann.

Ist der Beton gänzlich ausgehärtet, gilt es den die restlichen Lücken im Graben mit Erdreich aufzufüllen. Möchten Sie sich zudem das Rasenmähen erleichtern, können Sie die Rasenkantensteine außerdem ebenerdig verlegen. Durchaus sieht es aber besser aus, wenn die Steine höher liegen als der Rasen.

Wie verlegen Sie Rasenkantensteine in Sand richtig?

Benötigen Sie keine ganz so stabile Verlegung der Rasenkantensteine, können Sie diese auch in Sand einbetten. Auch für diese Vorgehensweise benötigt es einen Graben, der etwa 20 Zentimeter tief ausgehoben werden sollte. Anschließend gilt es auch hier wieder eine Schnur zu spannen, die die Höhe der Oberkante der Steine markiert.

Befinden sich in dem ausgehobenen Graben diverse Steine oder Wurzeln sollten diese vorab herausgenommen werden. Anschließend füllen Sie eine circa drei Zentimeter feine Kiesschicht hier hinein und verdichten das Ganze. Jetzt gilt es eine ebenso dicke Schicht Sand auf den verdichteten Kies zu verteilen. Ist das erledigt, kann der erste Stein gesetzt werden und mittels eines Pflaster-, wie Gummihammer auf die passende Höhe eingebettet werden.

Nach und nach dürfen jetzt weitere Rasenkantensteine in den Sand gesetzt werden. Wobei es gilt die Höhe zwischendurch mit einer Wasserwaage nachzuprüfen. Sind alle Steine im Sandbett verlegt, werden Lücken am Ende mit Sand aufgefüllt und anschließend verdichtet.

Wie Verlegen Sie Rasenkantensteine auf Erde richtig?

Durchaus können Rasenkantensteine auch direkt auf der Erde verlegt werden. Auch in diesem Fall, sind die ersten Arbeitsschritte, die Aushebung eines zehn Zentimeter tiefen Grabens, sowie das Spannen einer Schnur, um den Verlauf der Steine festzulegen. Anschließend können die Rasenkantensteine direkt in die Erde gesetzt und wieder mit Hilfe eines Pflasterhammers in die richtige Höhe gebracht bzw. fest verlegt werden.

Bemerken Sie dass die Steine im Graben wackeln, entfernen Sie diese wieder und unterfüttern Sie die Steine nochmalig mit Erde und fixieren Sie sie nochmal mittels eines Pflasterhammers. Haben Sie alle Rasenkantensteine erfolgreich auf der Erde verlegt, füllen Sie den Verlauf mit Erde auf und verdichten Sie diesen.

Rasenkantensteine, die lediglich in Sand oder auf Erde verlegt werden, bringen eine geringere Haltbarkeit, wie Stabilität mit, als wenn diese in Beton eingebettet werden. Wer gerne aber einmal eine Umgestaltung seines heimischen Paradieses in Angriff nimmt, kann diese Steine leicht entfernen und anschließend an anderer Stelle wieder verlegen.

Wissenswerte Hinweise, wenn es sich um eine reine Erdverlegung der Rasenkantensteine handelt

Werden Rasenkantensteine lediglich auf Erde verlegt, ist es jederzeit möglich die Steine zu entfernen. Auch zu einem viel späteren Zeitpunkt können so noch Fehler korrigiert oder der Verlauf verändert werden. Da diese Steine aber auch durchaus ein hohes Eigengewicht besitzen, kann es jetzt auch, wegen der mangelnden Stabilität, schneller zu einem Einsinken, wie Wegkippen der Rasenkantensteine kommen.

Um das Risiko hier klein zu halten, kann ebenfalls eine Schicht feiner Kies, sowie eine Schicht Erde zum Einsatz kommen. Möchten Sie hingegen ein Wegrutschen der Steine im Vorfeld verhindern, können Sie zudem kleine Stäbe unterhalb der sichtbaren Fläche einsetzen, um den Steinen mehr Stabilität zu verleihen. Auf diese Weise bleiben die Rasenkantensteine an Ort und Stelle.

Randsteine in einem Mischverhältnis verlegen

  • Eine weitere Alternative ist die Mischverlegung.
  • In diesem Fall kombinieren Sie einfach die Erd- mit der Betonverlegung.
  • Damit die Rasenkantensteine fest im Boden sitzen, kommt hier ebenfalls Beton zum Einsatz.
  • Allerdings wird der Graben nur mit einer dünnen Betonschicht versehen.
  • Anschließend folgt eine dünne Schicht Erde und das Ganze wird gut verdichtet.
  • Mit Hilfe der dünnen Betonschicht erhalten die Steine einen besseren Halt.
  • Trotz des Einsatzes von Beton können die Rasenkantensteine jederzeit einfach wieder entfernt werden.

Rasenkantensteine aufsteigend verlegen

Möchten Sie an Ihrem Hanggrundstück sowohl Bodenerosionen, sowie Auswaschungen verhindern, können Sie Rasenkantensteine auch aufsteigend bzw. kaskadenförmig verlegen. Hier ist es ratsam bei größeren Flächen immer ein Betonfundament als Grundlage zu verwenden, damit die Steine auch tatsächlich an Ort und Stelle bleiben.

Wie teuer sind Rasenkantensteine?

Im Handel finden sich überwiegend Rasenkantensteine aus Granit, sowie aus Beton. Verschiedene Faktoren bestimmen hier den Preis. So kommt es darauf an, welcher Hersteller hier die Steine anbietet. Zudem beeinflussen Materialart, Stärke, wie Größe die Preise. Viele Anbieter senken den Preis für diese Steine, wenn Sie größere Mengen zu verkaufen haben. Handelt es sich hingegen um ein grandioses Sonderangebot, ist stets Vorsicht geboten, denn in diesem Fall kann es sich um mindere Qualität handeln.

Wer hier blind zuschlägt, kann am Ende eventuell sogar drauf zahlen, denn mit der Zeit kann es passieren, dass einzelne Steine ausgetauscht werden müssen oder im schlimmsten Fall gleich die ganze Rasenkante erneuert werden muss. Am preiswertesten sind in der Regel Beton Rasenkantensteine.

Kleine Formate sind meist schon ab etwa 1,50 Euro pro Stück zu haben. Wobei die größte Version dann schnell mal 5 Euro pro Stein kosten kann. Es ist ratsam, vor dem Kauf die Preise pro laufenden Meter zu vergleichen. Je nach Größe kosten Beton Rasenkantensteine meist zwischen vier und sieben Euro, während solche Steine aus Granit schnell mal zwischen 18 und 30 Euro pro laufenden Meter kosten können.

Besondere Rasenkantensteine – Die Neuheit

Wer hingegen gerne einmal seinen Garten zum absoluten Hingucker machen möchte, kann inzwischen auch Rasenkantensteine kaufen, die mit LED´s versehen sind. So können Sie leuchtende Akzente setzen. Wobei es sich hier um solarbetriebene Lichter handelt, die leider auch nicht ganz billig sind.

Welche Rasenkantensteine sind für Sie die Richtigen?

Geht es um die Materialart, sowie um die Farbe bei Rasenkantensteinen, entscheidet doch meist der persönliche Geschmack, welcher Stein letztendlich gekauft werden soll. Gerade beim Material gilt es aber ebenfalls die Eigenschaften zu berücksichtigen. Sollen die Steine robust, witterungsbeständig und haltbar sein, empfiehlt es sich auf Beton- oder Granit Rasenkantensteine zu setzen.

Wobei Gartenbesitzer wissen sollten, dass diese Steine aber mit einem höheren Arbeitsaufwand in Zusammenhang stehen, als Begrenzungen aus Holz oder Kunststoff. Da Beton, sowie Granit ein höheres Eigengewicht mitbringen, ist es hier vorteilhaft auf eine feste Verlegung zu setzen. Das Verlegen in Beton ist aber auch zeitaufwendig.

Kommen hingegen Rasenkantensteine aus Kunststoff oder Holz zum Einsatz  müssen diese häufig lediglich in den Boden gesteckt werden, um gewisse Flächen abzugrenzen. Diese Befestigung ist zwar äußerst schnell erledigt, leider zeugen diese Materialarten aber nicht von einer langen Lebensdauer, denn witterungsbeständig sind diese Abgrenzungen nur eine gewisse Zeit.

Verlegen Sie hingegen Beton oder Granit Rasenkantensteine und entscheiden sich hier für passende Formen, wie Größen haben Sie außerdem die Wahl zwischen geraden und gebogenen Steinen. Geschwungene Rasenkanten lassen sich so mit den gebogenen Steinen verlegen, so dass der Garten kreativ in Szene gesetzt werden kann. Wobei diese Formen aber auch einen Nachteil mitbringen, denn das Rasenmähen gestaltet sich dann ein wenig schwieriger.

Welche Alternativen finden sich zu Rasenkantensteinen?

Durchaus ist es aber nicht zwingend erforderlich Rasenkantensteine zu verlegen, um eine Abgrenzung zu erhalten, denn alternativ kann ebenso die sogenannte Englische Rasenkante zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich dann um eine nahtlosen Übergang der zwischen Rasen und Beet verläuft. Mit Hilfe eines Rasenkantenstechers oder auch mittels eines einfachen Spatens wird hier lediglich der Rasen am Rand abgestochen.

Wie oft Sie hier den Spaten ansetzen müssen, hängt dabei stets von der Rasensorte ab. Wobei diese Alternative auch stets mit viel Zeit-, wie Arbeitsaufwand verbunden ist, denn mit der Zeit entsteht ein immer größer werdender Höhenunterschied. Diesen gilt es dann mit Erde regelmäßig auszugleichen.

Zudem können Sie Abgrenzungen zwischen Beete und Rasenflächen auch mit flachen Steinplatten oder einer flachen Mähkante aus Pflastersteinen in die Wege leiten. Solche Alternativen nennen Experten Rasenmähhilfe oder auch Rasenabschlussstein.  Wobei es Ihnen außerdem möglich ist, ein- oder doppelreihige Palisaden einzusetzen. Dies funktioniert zudem auch hervorragend mit diversen Stauden- oder Gräserpflanzen.

Rasenkantensteine verlegen – So einfach funktioniert es
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