Katzen aus dem Garten vertreiben

Wenn putzige Fellnasen in der Nachbarschaft zu Plagegeister werden

Katzen zählen, neben den Hunden, zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Doch was für Familien und Singles der perfekte Begleiter im Alltag ist, stellt sich für professionelle Gärtner als kleiner Schädling dar. Immerhin ein niedlicher Schädling. Katzen fangen Vögel, hinterlassen Exkremente und nicht selten nagen sie Pflanzen an. Wie kann man Katzen aus dem Garten vertreiben?

Natürlich gilt das Verhalten nicht für jede Katze. Einige stromern nur umher und vermessen ihr Revier. Doch manchmal hat man dieses eine Exemplar, das wohl Gefallen am Ärgernis findet. Insbesondere die angefressenen Pflanzen, welche teilweise dadurch absterben, sind eine offensichtliche Kriegserklärung der Samtpfoten.

Doch man muss sich nicht lange mit den flauschigen Fieslingen abgeben, wenn man einige Tricks auf Lager hat. Dabei reichen bereits einfache Hausmittel aus, um ein effektives Ergebnis zu erzielen. Doch auch im Handel gibt es einige interessante Lösungen, um Katzen aus dem Garten vertreiben zu können.

Den Geruchssinn ausnutzen

Wie wir sicherlich wissen, ist der Geruchssinn von Katzen sehr stark ausgeprägt. Sobald sie ein neues Areal betreten wird dieses erstmal ausgiebig beschnuppert. Diese Mischung aus Geruchssinn und Neugierde können wir uns bei dem Vertreiben der Katzen zunutze machen. Allem voran gibt es zwei Hausmittel, welche Du unbedingt probieren solltest.

Als altbewährtes Hausmittel liest man sehr viel über Pfeffer. Eigentlich schon gemein, da wir selbst wissen wie beißend purer Pfeffer in der Nase sein kann. Umso gewissenhafter können wir sagen, dass Pfeffer Katzen aus dem Garten vertreiben kann. Diesen streust Du einfach auf den Boden aus. Katzen beschnuppern ihre Umgebung sehr ausgiebig bevor sie ihre Marke setzen wollen.

Sobald sie den beißenden Geruch von Pfeffer bemerken, suchen die Katzen ganz schnell das Weite. Das funktioniert übrigens auch sehr gut mit Kaffee. Katzen können auch den Kaffeegeruch nicht sonderlich leiden, sodass sie auch hier keiner Pflanze das Blättchen krümmen. Vorteil ist hierbei: Man düngt den Boden mit dem Kaffesatz gleich ordentlich mit. Zwei Fliegen mit einer Klappe? Perfekt.

Neben diesen Hausmitteln gibt es auch Pflanzen, welche einen für Katzen unangenehmen Geruch absondern. Möchtest Du jegliche größeren Schädlinge aus Deinem Garten vertreiben, dann versuche folgende Pflanzen taktisch zu platzieren: Zitronenmelisse, Weinraute und die liebevolle „Verpissdich-Pflanze“. Ja die gibt es wirklich.

Neben Katzen hältst Du damit auch Hunde, Marder und sogar Hasen vom Grundstück fern.

Katzen aus dem Garten vertreiben mit Wasser

Katzen sind wasserscheu. Auch wenn es nicht auf jedes Exemplar zutreffen mag, so ich doch die überwiegende Masse der schleichende Schelme sehr empfindlich, wenn es um Wasser geht. Und damit kann man auch sehr erfolgreich gegen die Vierbeiner vorgehen. So wie man einem Stubentiger mit der Sprühflasche ganz einfach falsche Angewohnheiten abgewöhnt, so funktioniert es auch im großen Schema.

Läuft Dir eine Katze im Garten über den Weg, dann drehe einfach den Gartenschlauch auf. Beachte dabei den Wasserstrahl nur auf die Katze zuzulenken, und nicht direkt auf das Tier raufzuhalten. Das macht man einfach nicht, da es dadurch auch zu Verletzungen am Tier kommen kann. Alternativ kann man auch zur „Hauptzeit“ den Rasensprenger anschalten und den Garten gemütlich bewässern.

Erwischt es die Tatzen-Tiger einige Male eiskalt, dann werden sie beleidigt von Dannen ziehen und das Gebiet in Zukunft meiden. Katzen gelten für gewöhnlich als nachtragende Tiere, weshalb der Störenfried nicht so schnell wieder auftaucht.

Hohe Frequenzen

Nebst den Hausmitteln, gibt es auch einige hilfreiche Utensilien auf dem Geschäft. Beispielsweise gibt es den sogenannten „Katzenschreck“ – eine Bewegungsmelder, der bei Bewegungen Ultraschallwellen aussendet. Für uns Menschen sind sie nicht spürbar und hörbar. Doch die Katzen finden das Gerät sehr unangenehm, sodass sie schnell das Weite suchen, wenn das Gerät einmal loslegt.

Ein kleiner Nachteil dabei ist die geringe Reichweite. Nach zehn Metern (maximal) ist Schluss, sodass bei größeren Gartenanlagen schnell mehrere Geräte vonnöten sind. Das geht natürlich ordentlich ins Geld, je nach Hersteller und Produkt. Möchtest Du den Garten mit den obszönen aber harmlosen Schallgeräten nicht verunstalten, dann gibt es auch einfachere Alternativen.

Katzen reagieren eher allergisch auf plötzliche und sehr laute Geräusche. Das kann der Mensch auch einfach reproduzieren. Beispielsweise ist lautes Klatschen eine effektive Methode um den Kater aus dem Garten zu vertreiben. Auch eine Trillerpfeife zeigt Wirkung. Etwas fies wird es mit einer Metalldose, welche mit Steinen gefüllt ist.

Einmal ordentlich schütteln und schwups sind vermutlich alle Tiere aus dem Garten verschwunden. Das groteske Geräusch finde selbst ich als Anwender äußerst unangenehm. Aber es ist effektiv.

Katzengranulat

Wir haben ja bereits über den empfindlichen Geruchssinn gesprochen. Sollte die Variante mit Pfeffer oder Kaffeesatz nicht helfen, dann gibt es noch ein weitere Trumpfkarte: Katzengranulat. Es hat einen intensiven Knoblauchgeruch an sich, und hält sich deutlich länger als andere Granulate. Insbesondere bei harten oder ständig wechselnden Witterungsbedingungen ist das Granulat perfekt.

Die Anwendung unterscheidet sich übrigens nicht. Man streut die Krümel in das Beet etc. und hält damit die Tiere auf Abstand. Allerdings solltest Du beim Kauf unbedingt auf ein umweltfreundliches und natürlich abbaubares Produkt achten.

So vertreibt man Katzen nicht!

Wie so üblich gibt es natürlich auch ungeduldige Menschen, die zu sehr harten Maßnahmen greifen. So gibt es Menschen, welche beispielsweise feine Stachelmatten auslegen oder sogar Stromzäune errichten. Es mag effektiv klingen, ist aber alles andere als tierlieb. Solche harten Maßnahmen sind teilweise verboten und können mit der Gefährdung des Tierwohls bestrafft werden.

Mit einer Stachelmatte oder einem Elektrozaun verletzt Du nämlich nicht nur Katzen. Auch anderen Freiwild, wie beispielsweise Hasen verfangen sich schnell darin. Lass‘ also ja die Finger davon.

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