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Planung eines Gartenzauns: Richtige Auswahl und Installation

Planung eines Gartenzauns: Richtige Auswahl und Installation

Der eigene Garten ist für viele Menschen ein Traum. Egal ob zum Entspannen im Liegestuhl, als Gestaltungsfläche für Beete und Blumendekorationen oder als Aufenthaltsort für Grillabende. Kein Wunder also, dass der Garten für mehr Privatsphäre, Sicherheit und Dekoration eingefriedet wird. Doch welche Dinge gibt es bei der Auswahl und dem Aufstellen eines Gartenzauns zu beachten? In diesem Beitrag gehen wir die Planung eines Gartenzauns Schritt für Schritt durch.

Der Gartenzaun – diverse Formen, Arten, Materialien und Einsatzzwecke

Eine Einfriedung der eigenen Grünfläche zieht eine klare Grenze zwischen Grundstücken. Ein Gartenzaun ist dabei eine dekorative Maßnahme, die für mehr Geborgenheit im Garten sorgt. Je nach den Gegebenheiten der zu umzäunenden Fläche, den speziellen Anforderungen und dem persönlichen Geschmack empfehlen sich verschiedene Zaunarten.

Denn da das beliebte Abgrenzungselement bereits seit vielen Jahrhunderten eingesetzt wird, haben sich diverse Bauformen entwickelt, die aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden: Von Drahtzäunen zum Schutz vor bissigen Hunden, über elektrische Weidezäune, bis hin zum rustikalen Bauernzaun für den Naturlook im Garten. Viele Zaunarten bestehen aus Holz, Draht oder Kunststoff, moderne Gartenumzäunungen nutzen zudem Elemente aus Glas und Stein.

Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zaunformen und Materialien, da sich diese in der Haltbarkeit, Pflege und beim Preis unterscheiden.

Die Anforderungen an den Zaun: Funktion und Optik

Bevor Sie einen Zaun kaufen oder auch selbst bauen, sollten Sie sich überlegen, wofür dieser eingesetzt werden soll. Zur dekorativen Einfriedung von Haus und Garten oder als Wind- und Sichtschutz für die Terrassenecke? Soll der Gartenzaun möglicherweise eigene Haustiere vor dem Ausbruch bewahren oder tierische Eindringlinge von außen fernhalten? Neben der Funktionsfrage soll der Zaun auch optisch etwas hermachen, denn er repräsentiert das eigene Grundstück. Schließlich ist der Zaun das Erste, was Besucher und Passanten von der eigenen Grünfläche oder dem Vorgarten sehen.

Wählen Sie daher einen Zaun, der sowohl seinen Zweck erfüllt, als auch ein schönes Gestaltungselement für Ihren Garten gibt.

Bauliche Anforderungen, Landschaftsbild und der Nachbar

Der richtige Zaun für Sie hängt leider nicht nur von Ihrer persönlichen Auswahl ab. Denn je nach Landstrich und Grundstücksart kann es spezielle Bauvorschriften für die unterschiedlichen Zauntypen geben. Ein Sichtschutz darf dabei beispielsweise meist höher ausfallen, als eine dekorative Einfriedung: Meist gilt eine Maximalhöhe von 1,20 Metern, was bei einer reinen Grundstücksbegrenzung allerdings auch weniger sein kann. Bei Sichtschutzzäunen dürfen diese ortsabhängig bis zu zwei Meter hoch sein.

Gartenzaun bei Reihenhäusern: Jeder Gartenbesitzer muss, von der Straße aus betrachtet, die rechte Gartenseite zum Nachbarsgrundstück einzäunen.

Zudem sollte ein Gartenzaun in die Landschaft passen. Der Gesetzgeber spricht hier von einer „ortsüblichen Einfriedung“. Das bedeutet, dass Material und Höhe des Gartenzauns in die Wohngebietsumgebung passen. Informieren Sie sich daher zunächst bei der örtlichen Gemeindeverwaltung oder dem Bauamt über geltende Gesetze und spezielle Bauvorschriften.

Zudem sollten Sie sich mit Ihren Nachbarn absprechen. Denn die Gestaltung der Nachbarschaftsgrundstücksgrenze ist häufig kritisch und unterliegt speziellen Regelungen. Ist der Nachbar informiert und die Fragen über Kosten und die zukünftige Pflege sind geklärt, werden Streitigkeiten bereits im Voraus vermieden. In manchen Fällen kann eine Zustimmung des Nachbarn sogar eine rechtliche Vorschrift für den Bau sein.

Gartenzaun aufstellen: Pfostenpositionen festlegen & Stabilität des Zauns

Sie haben sich für eine Zaunart entschieden – nun muss dieser aufgestellt werden. Der Verlauf des Zauns ist meist durch die Grundstücksgrenzen und die verbundenen Abstandsregeln geklärt. Planen Sie daher in diesem Schritt den exakten Verlauf mithilfe einer Richtschnur. Messen und markieren Sie den exakten Standort der einzelnen Pfosten. Danach können Sie den Zaun entlang der Verlaufslinie auslegen – falls genügend Platz verfügbar ist. Mögliche Problemstellen fallen so schnell ins Auge, bevor die Zaunelemente an den Pfosten befestigt werden.

Achten Sie auf genügend Stabilität, denn ein Gartenzaun ist eine freistehende Grundstücksbegrenzung, die Wind, Wetter und Einwirkungen von Mensch und Tier standhalten muss. Tragende Pfosten sollten daher tief im Erdreich verankert sein. Bei leichten Varianten können Einschlaghülsen oder Einschraubanker hilfreich sein, allerdings empfiehlt es sich für jeden Pfosten ein kleines Fundament zu gießen.

Die endgültige Befestigung an den Pfosten hängt vom ausgewählten Zauntypen ab. Hier gibt es diverse Systeme, wie etwa Clipsysteme für eine bequeme Installation bei abschüssigen Gärten, oder mit Nägeln und Schrauben, wie beim klassischen Holzzaun. Nach der Befestigung der Verbindungselemente ist der Gartenzaun fertig installiert. Damit Sie lange Freude an dem neuen Gartenzaun haben, sollte auf die richtige Pflege geachtet werden. Das kann eine jährliche Imprägnation, ein Anstrich oder eine Reinigung sein.

Von der Planung, über die Auswahl, bis zum Aufstellen eines Gartenzauns müssen einige Dinge beachtet werden. So gibt es neben der Material- und Bauformfrage zusätzliche Vorschriften durch die Gemeinde. Zudem sollte bei der Planung eines Gartenzauns der Nachbar informiert sein. Einmal aufgestellt sorgt ein Gartenzaun für mehr Behaglichkeit im eigenen Garten. Durch die richtige Wahl der Einfriedung wird das eigene Grundstück zudem optisch aufgewertet.

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