Startseite / Mein Rasen / Rasenpflege / Rasen mähen – Anleitung und Tipps

Rasen mähen – Anleitung und Tipps

Rasen mähen - Anleitung für den perfekt gemähten Rasen

Ein saftig grüner Rasen ist der Stolz eines jeden Hobbygärtners. Ist der Rasen optimal gepflegt, wirkt sich das auch auf den Gesamteindruck des Gartens aus. Der Schlüssel für einen gepflegten und saftig grünen Rasen ist das richtige Mähen. Wer hier einige Regeln beachtet, wird mit einem schönen Rasen während des gesamten Sommers belohnt.

Rasenmähen, wie oft für die optimale Pflege?

Regelmäßiges Rasenmähen ist die Grundvoraussetzung für einen schönen und gepflegten Rasen. Regelmäßiges Rasen mähen sorgt nicht nur für eine immer gleichbleibende und  gleichmäßige Rasenhöhe, sondern macht den Rasen auch dichter. Die Gräser verzweigen sich durch einen regelmäßigen Schnitt gleich an ihrer Basis und wachsen somit nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite. Löcher in der Rasenfläche wachsen zu und die Rasenfläche wird insgesamt dichter.

Einmal pro Woche rasenmähen gilt allgemein als Faustregel für die optimale Mähfrequenz. Doch hängt diese im Wesentlichen von der Wuchsgeschwindigkeit des Rasens ab, sodass unter Umständen das wöchentliche Mähen schon zu wenig sein kann.  Grundsätzlich haben Gräser ihre Hauptwuchszeit in den Monaten Mai und Juni. Dann kann es durchaus sein, dass das einmalige Mähen in der Woche nicht ausreicht, um den Rasen auf der gewünschten Wuchshöhe zu halten.

Darüber hinaus hängt die Wachstumsgeschwindigkeit auch vom Saatgut ab. So wachsen älter Rasenflächen aus qualitativ hochwertigem Saatgut, die regelmäßig und ausgewogen gedüngt werden, im Schnitt 2,5 Zentimeter pro Woche. Billigmischungen von Rasensamen kommen hingegen auf eine Wuchshöhe von bis zu 3,6 Zentimetern in der Woche, sodass diese auch außerhalb der Hauptwuchszeit im Mai und Juni häufiger gemäht werden müssen.

Bestseller zum Thema Rasenmäher kaufen bei Amazon:

[amazon bestseller=“Rasenmäher“ max=“3″]

Die optimale Schnitthöhe

Für einen ganz normalen Gebrauchsrasen ist eine Höhe von 4 cm die optimale Schnitthöhe. Diese kann je nach Geschmack jeweils um 5 mm über- oder unterschritten werden, ohne dass der Rasen dadurch Schaden nehmen würde. Wird der Rasen auf unter 3 cm zurückgeschnitten, leiden die Gräser darunter. Freigelegte Wurzeln können geschädigt werden und insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung verbrennt der Rasen schnell und wird dann braun.

Wird der Rasen plötzlich so herunter geschnitten, wird dadurch das Wachstum der Gräser beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall können sie sogar ganz absterben. Dadurch bilden sich Kahlstellen in der Rasenfläche, in denen sich vorzugsweise Unkraut wie beispielsweise Hornklee ansiedelt. Bei Rasenflächen, die im Schatten liegen sollte das Gras grundsätzlich etwas länger gelassen werden. Dabei reicht im Schnitt eine Rasenhöhe von 5 cm aus.

So bekommen die empfindlichen Grashalme mehr Sonne und gedeihen besser. Auch im Herbst und bei starker Sonneneinstrahlung im Hochsommer sollte der Rasen lieber etwas länger gelassen werden. Wenn die Sonneneinstrahlung im Herbst nachlässt, erhält das Gras so mehr Licht. Bei großer Hitze schützt ein etwas längerer Rasenschnitt den Boden vor zu starker Austrocknung.

Spätestens wenn der Rasen eine Höhe von 7 bis 10 cm erreicht hat, sollte auf jeden Fall gemäht werden. Sind die Grashalme zu lang, werden sie beim Betreten des Rasens niedergedrückt. Das schadet den einzelnen Pflanzen und lässt die Rasenfläche ungepflegt erscheinen. Zudem wird die Rasenfläche durch zu lange Grashalme ausgedünnt, denn die Vegetationspunkte der einzelnen Pflanzen verlagern sich bei langem Wuchs nach oben. An der Basis wächst daher kaum mehr neues Gras nach.

Warum nasser Rasen nie gemäht werden sollte

Eine nasse Rasenfläche sollte grundsätzlich nie gemäht werden. Die nassen Grashalme hängen zum Teil zusammen und verklumpen, sodass sie vom Rasenmäher nicht richtig erfasst werden. Dadurch wird der Schnitt unregelmäßig und das Gras ist nach dem Mähen unterschiedlich hoch. Der Rasenmäher wird durch das Mähen einer nassen Rasenfläche weitaus stärker beansprucht als beim Mähen trockenen Grases und lässt sich nach dem Mähen zudem schlechter reinigen. Insbesondere bei der Verwendung schwerer Benzinrasenmäher können die Räder des Mähers in den feuchten Boden einsinken und so die empfindlichen Graswurzeln nachhaltig schädigen.

Auch gelangt das Schnittgut nicht vollständig in den Fangkorb und dicke Rasenklumpen verbleiben auf der Rasenfläche. Auch mit dem Rechen lässt sich ein nasser Rasenschnitt nicht gut aufsammeln. Länger Grasreste sollten indes niemals auf dem Rasen liegenbleiben. Das gilt sowohl für die nassen Grasklumpen, die entstehen wenn der Rasen nass gemäht wird, als auch für den Rasenschnitt bei trockener Rasenfläche. Grasreste rauben dem darunter wachsenden Rasen den Sauerstoff und ersticken ihn regelrecht. Ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr wird der Rasen am Wachstum gehindert und verkümmert.

Rasenmähen, welche Uhrzeit ist die Beste?

Zu viel Feuchtigkeit und eine zu starke Sonneneinstrahlung spielen bei der richtigen Rasenpflege grundsätzlich eine große Rolle. Abgesehen davon, dass bei Nässe und bei zu starker Sonne generell nicht gemäht werden sollte, sind diese beiden Faktoren auch bei der Wahl  der optimalen Tageszeit zum Rasenmähen wichtig. So gilt der späte Nachmittag als die  ideale Tageszeit zum Rasenmähen.

Morgens ist auch bei trockenem Wetter die Rasenfläche noch zu feucht. Auch am Morgen wird der Schnitt uneben und die gesamte Problematik des Mähens von nassem Gras schädigt die Rasenfläche. Mittags ist die Sonneneinstrahlung bei schönem Wetter viel zu stark. Der frisch gemähte Rasen würde verbrennen und braun werden und damit nachhaltig in seinem weiteren Gedeihen gestört werden.

Ruhezeiten beim Rasenmähen einhalten

Auch wenn es der Rasenfläche an sich nicht schaden würde, sollten offizielle Ruhezeiten und Mähverbote tunlichst bei der Rasenpflege eingehalten werden. Das Bundesimmissionsschutzgesetz schreibt genau vor wann und zu welchen Zeiten laute Geräte und Maschinen in Wohngebieten zum Einsatz kommen dürfen. Danach ist das Rasenmähen von montags bis samstags in den Zeiten von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr gestattet. An Sonn- und Feiertagen darf der Rasenmäher grundsätzlich nicht zum Einsatz kommen. Von diesen Regelungen sind nur besonders leise Rasenmäher und Rasenroboter ausgenommen, die mit einem EU-Umweltzeichen gekennzeichnet sind. Diese Geräte dürfen an den Werktagen von 7 bis 20 Uhr genutzt werden.

Wer dennoch in den Ruhezeiten oder an Sonn- und Feiertagen nicht auf das Rasenmähen verzichten möchte, darf dies nur mit der Sense oder mit einem Handmäher tun. Je nach Stadt, Gemeinde oder Bundesland können unter Umständen noch strengere Regelungen gelten. Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden geben über die örtlichen Bestimmungen Auskunft. Es ist auf jeden Fall ratsam sich unbedingt an die vorherrschenden Regelungen zu halten, denn wer außerhalb der offiziellen Ruhezeiten rasenmäht begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro bestraft werden kann.

Nie zu viel abmähen

Die meisten Rasenflächen sind strapazierfähig und halten das Begehen oder das Spielen auf dem Rasen gut aus. Dennoch sind die einzelnen Pflanzen sehr empfindlich und können durch falsches Mähen nachhaltig beschädigt oder in ihrem Wachstum behindert werden. Daher sollte grundsätzlich niemals zu viel abgeschnitten werden. Die „Ein-Drittel-Regelung“ sollte beim Rasenschnitt unbedingt beachtet werden.

Diese besagt, dass niemals mehr als ein Drittel des Grashalmes abgemäht werden sollte. Grund dafür, ist die Verlegung der Vegetationspunkte beim Wachstum der Halme. Je höher der Halm wird, desto mehr verlegt sich der Vegetationspunkt nach oben. Wird nun mehr als ein Drittel des Halmes abgeschnitten, wird damit auch der Vegetationspunkt entfernt. Das Gras braucht infolgedessen länger bis es sich erholt hat und erneut austreibt. In der gesamten Rasenfläche bilden sich Lücken, die verunkrauten und der Rasen verbrennt bei starker Sonneneinstrahlung schneller.

Auch wenn der Rasen in der Urlaubszeit für mehrere Wochen nicht geschnitten wurde und nach dem Urlaub entsprechend hoch ist, sollte die „Ein-Drittel-Regelung“ beim Mähen beachtet werden. Der Rasen sollte dann in mehreren Etappen auf die alte Länge zurückgeschnitten werden. So werden die Vegetationspunkte nicht mit abgeschnitten und können sich langsam wieder nach unten verlagern und der Rasen nimmt keinen Schaden.

Ab wann darf neuer Rasen gemäht werden?

Frischer Rasen wird zumeist in der Zeit von April bis Mai oder von September bis Oktober gesät. Wenn die Temperatur entsprechend mild ist und der neue Rasen ausreichend bewässert wird, erreicht er schon nach wenigen Wochen eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern. Dann ist es Zeit den neuen Rasen zu mähen. Dabei gilt es zu beachten, dass die jungen Pflänzchen nicht kürzer als 5 cm geschnitten werden sollten. Der nächste Schnitt sollte rund 2 Wochen später erfolgen. Dann darf der junge Rasen auch schon kürzer gemäht werden. Nach diesem zweiten Schnitt darf der neue Rasen, genau wie ältere Rasenflächen, regelmäßig auf ungefähr 4 cm Höhe geschnitten werden.

Der richtige Umgang mit dem Rasenmäher

Damit der Rasenschnitt wirklich perfekt wird, sollten einige Verhaltensregeln und Regeln beim Umgang mit dem Rasenmäher befolgt werden. So sollten noch ungemähte Stellen während des Mähens nie betreten werden, damit der Schnitt der Rasenfläche gleichmäßig wird. Durch das Betreten ungemähter Flächen würden die hohen Grashalme herunter getreten werden, sodass diese vom Rasenmäher nicht mehr richtig erfasst werden und die Schnitthöhe der gesamten Fläche damit ungleich wird.

Auch sollte beim Mähen die gesamte Schnittbreite des Mähers möglichst ausgenutzt werden. Die nächste Mähspur sollte immer etwa eine Radbreite in die vorherige Spur hineinragen. So entsteht eine gleichmäßig geschnittene Rasenfläche ohne Übergangsspuren oder Streifen. Der Rasenmäher sollte zudem regelmäßig gewartet und geschärft werden. Ein sauberer Rasenschnitt ist nur mit scharfen Messern möglich.

Ein Zeichen dafür, dass die Messer geschärft werden müssen, sind unsaubere und ausgefranste Schnittkanten an den Halmen. In Deutschland werden zumeist Sichelmäher genutzt. Diese schlagen das Gras mit rotierenden Sichelmessern ab und müssen daher immer sehr scharf sein. Experten raten dazu, den Rasenmäher mindestens einmal im Jahr zu schärfen. Am besten geschieht das im Winter, wenn der Rasenmäher nicht gebraucht wird.

Rasen mähen – Anleitung und Tipps
5 (100%) 1 vote

Lesen Sie auch:

Rasen mulchen - Vorteile und Nachteile

Rasen mulchen – Vorteile und Nachteile

Inhaltsverzeichnis1 Rasen mulchen mit normalen Rasenmäher oder Mulchmäher?1.1 Bestseller zum Thema Mulchmäher kaufen bei Amazon:2 …

Ein Kommentar

  1. Ralf W.

    Sehr interessanter und ausführlicher Artikel.

    Besonders wichtig ist, dass ihr die Ruhezeiten erwähnt habt, denn niemand möchte wegen Rasen mähen Ärger bekommen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.