Kiwi selber ziehen – Vom Samen bis zur Frucht

Kiwi selber ziehen – Vom Samen bis zur Frucht
Kiwi selber ziehen – Vom Samen bis zur Frucht
Wer liebt es nicht, Kiwi zu essen? Sie ist süß, spritzig und erfrischend. Sie ist sogar vollgepackt mit Vitamin C, Antioxidantien und Vitamin E, was sie zu einer viel gesünderen Alternative zu Junk Food macht, wenn Sie mal Lust auf einen guten Snack haben. Die gute Nachricht: Kiwi selber ziehen ist nicht so schwer wie man evtl. vermutet.

Sie wird oft in Gegenden wie China, Neuseeland, Italien, Iran und Chile angebaut, aber wenn die Umgebung in Ihrem Hinterhof geeignet ist, das Wachstum dieser Pflanze zu fördern, warum bauen Sie sie nicht selbst an und sparen sich den Weg zum Laden und ein paar Euro, oder?

Was Sie brauchen:

  • Kiwifrüchte
  • ein Gefäß
  • warmes Wasser
  • transparente, wiederverschließbare Plastiktüten
  • Papierhandtücher
  • Blumenerde
  • Töpfe für Setzlinge
  • Holz, Metalldrähte
  • eine breite Fläche zum Umpflanzen der Setzlinge
  • Maschendraht
  • Baumschere

Schritte zur Aufzucht von Kiwi-Früchten aus Saatgut

1. Sorte

Zuallererst müssen Sie wissen, welche Kiwi-Sorte Sie anbauen möchten. Zu den Kiwi-Sorten, die üblicherweise angebaut werden, gehören die gewöhnliche Kiwi, die in Lebensmittelgeschäften verkauft wird, die goldene Kiwi, die etwas zarter und gelblicher ist, und die Kiwi-Beere, die kleiner ist und eine dünnere Haut hat.

Einige Sorten brauchen länger zum Reifen als andere, also recherchieren Sie und suchen Sie sich die aus, die Ihren Bedürfnissen entspricht.

2. Lassen Sie die Saat aufgehen

Füllen Sie einen Behälter mit lauwarmem Wasser und weichen Sie die Samen ein. Lassen Sie es an einem warmen Ort stehen, während Sie das Wasser ständig kontrollieren und wechseln, um das Wachstum von Bakterien zu verhindern, und holen Sie die Samen heraus, sobald sie begonnen haben, sich zu öffnen.

3. Sprossen

Legen Sie die Samen vorsichtig auf ein Papiertuch und stecken Sie das Tuch in einen transparenten, wiederverschließbaren Plastikbeutel. Schließen Sie die Tüte und lassen Sie sie an einem warmen Ort liegen, idealerweise an einem Ort, der eine gute Dosis Sonnenlicht erhält. Achten Sie darauf, das Papierhandtuch mit Wasser feucht zu halten. Überprüfen Sie Ihre Keimeinrichtung täglich, bis die Keimung beobachtet wird.

4. Einpflanzen

Sobald die Samen gekeimt sind, setzen Sie sie in einen Topf mit angefeuchteter Blumenerde.

Es ist wichtig, dass jeder Sämling genügend Platz zum Wachsen hat, setzen Sie also nicht mehr als drei oder vier Samen in jeden Topf. Achten Sie darauf, dass alle Samen mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt sind.

5. Wachsen Sie Ihre Setzlinge an

Stellen Sie Ihre Töpfe an einen Ort, der Sonnenlicht erhält. Junge Pflanzen können empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren. Wenn nötig, können Sie Ihre Pflanzen drinnen aufbewahren und sie an einem Ort belassen, an dem sie noch einige Stunden am Tag dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie z.B. auf der Fensterbank.

6. Umtopfen

Irgendwann werden die Sämlinge aus ihren Behältern herauswachsen und wenn das passiert, ist es an der Zeit, sie in einen größeren Topf oder eine viel größere Freifläche zu transferieren.

Wo auch immer Sie sich entscheiden, Ihre Setzlinge zu übertragen, stellen Sie sicher, dass die Umgebung für das Wachstum von Kiwis geeignet ist. Es muss ein Bereich sein, der geräumig ist, feuchten Boden hat, viel Sonnenlicht erhält und relativ sauer ist (etwa 6,0 bis 6,5).

Kiwi Früchte aus der eigenen Ernte
Kiwi Früchte aus der eigenen Ernte

7. Bauen Sie ein Spalier

Kiwi wächst in Ranken, daher ist es wichtig, ein Spalier für Ihre Pflanzen zu bauen, an dem sie mit etwas Holz und Metalldraht kriechen können. Wenn Sie einen Zaun oder einen Pavillon haben, können Sie Zeit sparen und diesen stattdessen verwenden.

8. Umpflanzen und Setzlinge

Nehmen Sie jeden Setzling vorsichtig aus dem Topf, achten Sie darauf, dass die Wurzeln nicht beschädigt werden, und setzen Sie ihn in ein Loch in der Nähe der Basis des Pfostens, der als Stützstruktur der Pflanze dienen wird. Sichern Sie die Basis des Setzlings, indem Sie das Loch mit Erde auffüllen. Verpflanzen Sie so viele Setzlinge wie möglich, da nicht alle Kiwi-Pflanzen Früchte tragen. Idealerweise sollten die Pflanzen etwa 10 Fuß voneinander entfernt sein.

9. Bewässerung

Vergessen Sie nicht, häufig nach Ihren Pflanzen zu sehen und sicherzustellen, dass der Boden feucht ist. Gießen Sie Ihre Pflanzen jede Woche mit etwa einem Zoll Wasser. Während der heißen Jahreszeit können Sie die Gießmenge auf bis zu 2 Zoll erhöhen. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Pflanzen nicht mit zu viel Wasser „ertränken“.

10. Düngemittel

Behandeln Sie Ihre Pflanzen ein Jahr nach dem Einpflanzen mit einem 10-10-10-Dünger, idealerweise mit Phosphor, Kalium und Stickstoff. Tun Sie dies jährlich. Stickstoff ist der Nährstoff, der bei Kiwi-Pflanzen häufig fehlt, daher können Sie auch versuchen, Dünger für Zitrus- oder Avocadobäume zu verwenden, da diese Pflanzen die gleichen Nährstoffanforderungen haben.

Seien Sie jedoch vorsichtig und achten Sie darauf, die Anweisungen des Herstellers zu befolgen, wenn Sie Dünger anwenden, da Kiwi-Pflanzen anfällig für Stickstoffverbrennungen sind.

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