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Rasensamen Test

Rasensamen Test - Es gibt gewaltige Unterschiede in der Qualität.

Rasensaaten im Test

Bald steht sie wieder vor der Türe, die Jahreszeit, die nicht nur die Natur aus dem Winterschlaf reißt. Alles beginnt zu blühen und viele Pflanzen erstrahlen in einem saftigen grün. Lediglich der Rasen kann jetzt allerdings doch sehr mitgenommen aussehen, so dass Sie keine andere Wahl haben und diesen noch einmal Aussäen Müssen.

Doch Achtung! Schon beim Rasensaat kaufen, können Sie den ersten Fehler begehen. So kann es passieren, dass die neu angelegte Rasenfläche am Ende noch hässlicher aussieht, als die alte Wiese.

Was gilt es beim Kauf einer Tüte Rasensaatgut zu beachten?

Ein jeder Saatguthersteller kann theoretisch einen jeden Rasensamen unter einer jeglichen Bezeichnung vertreiben, denn gesetzlich, festgelegte Standards gibt es hier direkt nicht. Das bedeutet, diverse Bezeichnungen, wie „pflegeleicht“ oder „trittfest“, müssen in diesem Fall nicht zwingend eine Bedeutung haben.

Kaufen Sie also eine solche Tüte Saatgut, wo Sie diese Bezeichnungen lesen können, hat dies also überhaupt nichts mit der Zusammensetzung der Saatmischung zu tun.

Somit könnten also auch alle möglichen Grassorten, die sich heute auf dem Markt so finden lassen, in einer einzigen Mischung enthalten sein, auch wenn diese sich eigentlich nicht Verwendungszweck eignen. Vor allem in preisgünstigen Saatgütern, wie zum Beispiel, bei der Berliner Tiergarten Mischung, entdeckt man zig verschiedene Grassorten, die kaum eine schöne Rasenfläche bescheren.

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Finger weg von Billigmischungen

Vor allem Billigmischungen, die Sie im Baummarkt erwerben können, machen stets große Versprechungen. So heißt es hier allzu oft, dass Sie mit diesem Saatgut eine Neuanlage der Rasenfläche zum Schnäppchenpreis in die Wege leiten können. Zum Teil stimmen diese Versprechungen sogar, denn innerhalb kurzer Zeit dürfen Sie auf einen grünen Rasen blicken.

Ein Jahr später kommt dann aber allzu oft die böse Überraschung und die Ursache finden Sie dann in der Mischung, die Sie verwendet haben. In diesen sind häufig Grassorten vertreten, die eigentlich als Futtergras für Weidetiere zum Einsatz kommen.

Diese Mischungen wachsen zügig. Schließlich sollen sie schnell als Futtermittel herhalten, allerdings vertragen diese Grassorten, dass regelmäßige Rasenmähen überhaupt nicht gut. Das Ende vom Lied: Nach dem Aussäen wird das normal wachsende Gras zügig verdrängt und im Herbst zeigen sich dann die ersten großen Löcher in der Grasnarbe, in der sich dann allerlei Unkräuter, wie Weiß-Klee, Löwenzahn und Co, breit machen.

Gute Rasenmischungen kosten nun einmal ein paar Euro mehr

Die Herstellung eines guten Rasensamens kostet nun einmal, denn richtiger Grassamen muss gewisse Anforderungen erfüllen und ist daher schwieriger zu züchten. So gehören zu den Anforderungen unter anderem: Ein langsamerer Wachstum, eine Trockenresistenz, sowie eine späte Zeit des Blühens. Diese Grassamensorten zu produzieren, ist sehr zeitintensiv. Zumal die Erträge hier weitaus geringer ausfallen, als bei diversen Futtersorten.

Was sind Regelsaatgutmischungen?

Sind Sie lediglich erpicht darauf hochqualitatives Saatgutmischungen zu erwerben, achten Sie stets auf die RSM-Bezeichnung. RSM steht für Regelsaatgutmischungen, die vorab von einem unabhängigen Labor genau geprüft worden sind. So prüfen die Experten hier zum einen, welche Grassorten zu finden sind und zum anderen wird auch gleich noch die komplette Mischung genau unter die Lupe genommen.

Mit dieser Vorgehensweise wird gewährleistet, dass die jeweilige Grassaat-Packung auch tatsächlich dem vorgesehen Zweck dienlich ist. Das heißt, diese Sorten erfüllen den Nutzungszweck und bescheren Ihnen tatsächlich eine langjährige, grüne Rasenfläche.

Zwischen 21 verschiedene Regelsaatgutmischungen unterscheidet man heutzutage.

  • RSM 1.1 Zierrasen
  • RSM 2.1 Gebrauchsrasen Standard
  • RSM 2.2 Gebrauchsrasen Trockenlage
  • RSM 2.3 Gebrauchsrasen Spielrasen
  • RSM 2.4 Gebrauchsrasen Kräuterrasen
  • RSM 3.1 Sportrasen Neuanlage
  • RSM 3.2 Sportrasen Regeneration
  • RSM 4.1 Golfrasen Grün
  • RSM 4.2 Golfrasen Vorgrün
  • RSM 4.3 Golfrasen Abschlag
  • RSM 4.4 Golfrasen Spielbahnen
  • RSM 4.5 Golfrasen Halbrauhflächen
  • RSM 4.6 Golfrasen Verbindungswege
  • RSM 5.1 Parkplatzrasen
  • RSM 6.1 Extensive Dachbegrünung
  • RSM 7.1.1 Landschaftsrasen Standard ohne Kräuter
  • RSM 7.1.2 Landschaftsrasen Standard mit Kräutern
  • RSM 7.2.1 Landschaftsrasen Trockenlagen ohne Kräuter
  • RSM 7.2.2 Landschaftsrasen Trockenlagen mit Kräutern
  • RSM 7.3.1 Landschaftsrasen Feuchtlagen ohne Kräuter
  • RSM 7.4.1 Landschaftsrasen Halbschatten ohne Kräuter

Download als PDF: Regel-Saatgut-Mischungen Rasen (Dr. agr. Harald Nonn, Rasenforschung WOLF-Garten/EUROGREEN)

Tipps und Tricks für eine schöne, grüne Rasenfläche

Zu aller erst sollten Sie sich darüber Gedanken machen, was für einen Rasen Sie überhaupt haben möchten. Auf guten Rasenmischungen finden Sie in der Regel auf dem Etikett Informationen darüber, was sich hier im Inneren der Verpackung verbirgt.

Standardmäßig ist hier ein ganz gewöhnlicher Rasen zu finden, der am besten inmitten von Sonnenlicht wächst. Möchten Sie hingegen eher an schattigen Stellen den Grassamen ausbringen, empfiehlt es sich sogenannte Schattenrasenmischungen einzusetzen.

Soll der Rasen hingegen als Spielwiese für Ihren Nachwuchs dienen oder auf andere Weise intensiv genutzt werden, raten wir Ihnen spezielle Grassorten zu verwenden, wie zum Beispiel, den Sportrasen. Sie möchten Ihr Grundstück lieber durch einen edlen Hingucker bereichern? In diesem Fall raten wir Ihnen einen Zierrasen auszusähen.

Typische Gebrauchsrasenarten

Häufig entscheiden sich Grundstücksbesitzer für den Gebrauchsrasen. Dies ist auch kaum verwunderlich, denn dieser Rasen besitzt eine wesentlich höhere Trockenverträglichkeit und kommt auch mit wenig Pflege gut zurecht. Was aber nicht heißen soll, dass Sie auch hier nicht regelmäßig Rasenmähen müssen. Einmal in der Woche gilt es auch diesen Rasen zu stutzen.

Lediglich in den Sommermonaten reicht es gänzlich diesen nur alle 14 Tage zu mähen. Eine spezielle Art des Gebrauchsrasens ist zudem der Sport-, wie Spielrasen. Diese zeigen sich sehr robust gegenüber starken Belastungen, allerdings muss der Hobbygärtner hier auch ein wenig mehr Aufwand betreiben, damit diese Rasenarten auch langanhaltend gut aussehen. So heißt es auch hier in den Sommermonaten einmal in der Woche zum Rasenmäher zu greifen.

Der edle, wie beliebte Zierrasen

Ein Zierrasen, ebenso bekannt als englischer Rasen, sollte vor allem am Anfang gepflegt werden, wie ein Baby. Das bedeutet, in den ersten zwei Jahren, gilt es hier auf der Rasenfläche kein Fußball zu spielen, Purzelbäume zu schlagen oder andere Aktivitäten zu genießen, denn jegliche Art von Belastung sind erst einmal Gift für diesen Rasen. Erst, wenn die Grasnarbe komplett geschlossen ist, zeigt sich auch ein edler Zierrasen trittfest.

Wobei dieser dann immer noch sehr pflegebedürftig ist. So gilt es viele kurze Schnittintervalle, welche alle fünf bis sieben Tage in Angriff genommen werden sollten, nicht zu vergessen. Auch ein regelmäßiger Einsatz von Düngemittel ist nötig damit der englische Rasen seinem Namen alle Ehre machen kann.

Wichtig: Das hier verwendete Rasensaatgut braucht mindestens eine Bodentemperatur von 15 Grad Celsius, um keimen zu können. Somit sollten Sie hier nicht vor dem Sommer mit der Aussaat beginnen, denn dies führt mit Sicherheit zu einem Misserfolg.

Der Schattenrasen für sonnenarme Plätze

Diese spezielle Mischung beinhaltet, wie der Name schon erahnen lässt, Grassorten, die auch mit wenig Sonnenlicht gut zurechtkommen. Was Sie allerdings auch wissen sollten ist, dass Schattengräser zu viel Sonneneinstrahlung für längere Zeit gar nicht gut haben können. Verfügen Sie also in Ihrem Garten nur ein paar schattige Plätze, sollten Sie auch an diesen Stellen nur den Schattenrasensamen verwenden.

Der richtige Rasenschnitt

Die richtige Rasenpflege ist stets das A und O. Schneiden Sie Ihren Rasen nicht oft genug oder setzen auf eine falsche Schnittlänge können Sie schlimmsten Fall Ihre Rasenfläche gänzlich zerstören. Eine Rasenvermehrung kann nicht erfolgen, da dieser vor der Blüte gestutzt wird. Eine wichtige Rolle spielt hier die Schnitthöhe.

Schneiden Sie Ihren Rasen zu tief, weil Sie vielleicht den nächsten Schnitt ein wenig hinauszögern möchten, verletzen Sie hier unter Umständen den Vegetationspunkt Ihres Grases. Das führt dazu, dass die Graspflanzen viel schlechter austreiben.

Aus diesem Grund, sollten Sie stets darauf achten, dass Ihr Rasenmäher auf die richtige Schnitthöhe eingestellt ist. Dieser sollte zwischen 40 und 45 Millimeter liegen. Befindet sich Ihr Rasen noch in der Wachstumsphase mähen Sie ihn regelmäßig alle sieben Tage. Diesen Rhythmus dürfen Sie allerdings im Herbst, wie im Sommer ändern, denn jetzt reicht es auch, wenn Sie alle zwei Wochen zum Rasenmäher greifen.

Rasenpflanzen laugen das Erdreich aus

Jeden Rasenschnitt den Sie in die Wege leiten, entziehen dem Erdboden wichtige Nährstoffe. Aus diesem Grund braucht eine schöne Graslandschaft auch stets die Zufuhr eines Rasendüngers. Leben Sie im Norden Deutschlands empfiehlt es sich eher auf einen Flüssigdünger zu zugreifen, anstatt einen Depotdünger anzuwenden.

Flüssigdünger wirkt zügiger, wobei Sie bei einem sehr sandigen Boden eher vorsichtig vorgehen sollten, denn in diesem Fall kann der Dünger allzu schnell ins Grundwasser gelangen und kommt nur unzulänglich mit den Graspflanzen in Berührung.

In der Regel empfiehlt es sich den Rasen drei- bis viermal im Jahr mit einem Düngemittel zu versehen. Hat die Wachstumsphase gerade erst begonnen, düngen Sie Ihre Rasenflächen einmal im Frühjahr, sowie einmal im Hoch-, wie im Spätsommer.

Alternativ ist es zudem möglich den abgemähten Rasen auf der geschnittenen Fläche gleich liegen zu lassen. Diese Vorgehensweise nennt der Fachmann mulchen. Wobei Ihr Rasenmäher in diesem Fall über einen Mulchaufsatz verfügen muss. Sie sollten allerdings wissen, dass diese Methode bei zu hoher Feuchtigkeit den Rasen ersticken lassen kann.

Rasensamen richtig aussähen

Möchten Sie einen schönen, grünen Teppich auf Ihrem Grundstück Ihr Eigen nennen dürfen, sollten Sie vor dem Aussähen der Rasensamen, die Herstellerhinweise zum Thema Aussaatmenge genau lesen und beachten. Ist Ihnen das Aussähen per Hand zudem zu mühsam, können Sie zudem einen Aussaatwagen verwenden. Dieser kostet lediglich 20 Euro und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Grassamen.

Bevor Sie jetzt allerdings sofort mit der Arbeit beginnen, empfiehlt es sich die Grasmischung noch einmal richtig mit der Hand durchzurühren. Oftmals entmischen sich hier große und kleine Samen in der Verpackung.

Würden Sie diesen manuellen Mischvorgang vorab nicht durchführen, kann dies am Ende dazu führen, dass Ihr Rasen eher einem Flickenteppich ähnelt, als einer ebenen Grünfläche.

Wichtig: Nehmen Sie, dass aussähen der Rasensamen nicht zu früh im Jahr in Angriff. Je höher die Temperatur des Erdreichs ist, desto besser kann der Rasen keimen. Experten raten hier häufig im Wonnemonat Mai mit dem Aussähen zu starten. Durchaus gibt es aber auch Grassamensorten, die am besten im Sommer ausgestreut werden sollten.

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