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Rasen anlegen – in 11 Schritten zum Traumrasen

Rasen anlegen - in 11 Schritte zum Traumrasen

Sieht der Rasen nicht mehr so gesund aus, wie es eigentlich sein sollte, kann es sich lohnen diesen noch einmal neu anzulegen. Spätestens, wenn sich überall auf der Fläche Wasserpfützen bilden, viele kahle Stellen sichtbar werden oder der Rasen fast gänzlich von Moos und anderen Unkräutern durchzogen ist, kann eine gänzliche Erneuerung der Rasenfläche eine gute Option darstellen. Wobei Gartenbesitzer jetzt inzwischen bestimmt herausgefunden haben, warum der alte Rasen so aussieht, wie er aussieht.

Verbesserungen können somit gleich mit einbezogen werden, so dass die neue Rasenfläche dann tatsächlich einem immergrünen Teppich gleicht. Zudem ist es auch empfehlenswert einen neuen Rasen anlegen zu wollen, wenn Wühlmäuse oder Maulwürfe hier ihr Unwesen treiben. In diesem Fall ist es natürlich ratsam vor der Neuanlegung der Rasenfläche die Plagegeister zu vertreiben.

Wie legen Sie einen Rasen komplett neu an?

Haben Sie feststellen müssen, dass Ihr Boden eine umfangreiche Verbesserung erfahren muss, ist es wahrscheinlich das Beste den kompletten Rasen neu anzulegen. So gilt es erst einmal die alte Grasnarbe abzutragen. Wobei diese Arbeit am einfachsten ist, wenn das Erdreich trocken ist. Mit Hilfe eines Spatens können Sie die Grasnarbe waagerecht vom Boden abtrennen. Wobei viele Gartenbesitzer hier auch einfach gerne die Rasenfläche umgraben.

Diese Vorgehensweise ist auch möglich, führt aber auch dazu, dass befindliche Unkrautpflanzen sich dann auf dem neuangelegten Rasen schnell wieder ausbreiten können. So empfiehlt es sich ein Umgraben erst zu starten, wenn der alte Rasen komplett abgetragen wurde.

Auf diese Weise legen Sie einen neuen Rasen an:

  • Tragen Sie die alte Grasnarbe mittels eines Spatens ab und graben Sie anschließend das Erdreich um.
  • Entfernen Sie während des Umgrabens Wurzeln und Steine aus dem Boden.
  • Kalken oder Düngen Sie den Boden, um diesen zu verbessern.
  • Lassen Sie jetzt die bearbeitete Rasenfläche mindestens zwei bis drei Wochen ruhen.
  • Mit Hilfe einer Motorhacke oder einem Rechen gilt es jetzt den Boden wieder aufzureißen und diesen zu krümeln.
  • Liegt die Bodentemperatur bei mindestens 10 Grad Celsius, besser noch bei 12 Grad Celsius können Sie jetzt den neuen Rasensamen ausbringen.
  • Verteilen Sie die Aussaat gleichmäßig. Am besten gelingt dies mit einem Streuwagen.
  • Nutzen Sie anschließend eine Starterdüngung.
  • Anschließend gilt es die Fläche mit ausreichend Wasser zu versehen, allerdings gilt es hier vorsichtig vorzugehen, damit der Samen nicht gleich wieder fortgespült wird.
  • In den nächsten Wochen ist eine ausreichende Bewässerung wichtig, denn der Boden darf auf keinen Fall austrocknen.
  • Sind die Grashalme etwa 8 bis 20 cm hoch, gilt es den Rasen erstmalig zu mähen. Die optimale Länge ist hier fünf Zentimeter.

Rasen anlegen – Kosten mit denen man rechnen muss

Möchten Sie einen Rasen anlegen, ist dies nicht nur zeit-, wie arbeitsintensiv, sondern ebenso mit diversen Kosten verbunden. Die nachfolgende Aufstellung zeigt, wie teuer eine Neuanlegung eines Rasens ist, wenn die vom Besitzer selbst vorgenommen wird. Natürlich handelt es sich hier lediglich um Richtwerte, denn die Preise können von Ort zu Ort recht unterschiedlich sein.

So haben wir Materialkosten aufgeführt, die ein Hobbygärtner für eine 100 Quadratmeter große Fläche benötigen würde, die zuvor mit 20 Zentimeter Muttererde aufgefüllt wurde. Zudem haben wir hier eher hochwertigen Rasensamen verwendet, welcher einen hohen Anteil an Rohrschwingel, wie Wiesenrispe mitbringt.

Die eingesetzte Muttererde kostet somit etwa 15,- Euro pro Tonne. 40 Tonnen benötigt man für eine 100 Quadratmeter Fläche, so dass diese bereits um die 600 Euro kostet. Der hochwertige Rasensamen hingegen lag preislich bei 13,- Euro pro Kilogramm. Rund drei Kilogramm wurden hier benötigt, so dass die Rasensaat bei insgesamt 33,- Euro lag.

Der Rasendünger hingegen kostete vier Euro pro Kilogramm und betrug am Ende zwölf Euro für drei Kilo. Kommt zudem noch ein Beregner für 20,- Euro, ein 40 Meter langer Gartenschlauch für 40,- Euro und diverse Verbindungsstücke für zehn Euro zum Einsatz, kostet das Anlegen einer 100 Quadratmeter großen Rasenfläche rund 715,- Euro.

Somit liegen die Kosten für ein Quadratmeter neuer Rasenfläche bei etwa 7,15 Euro. Pro Kilogramm Rasensamen lässt sich circa 40 Quadratmeter Rasen säen.

Doch besser Rasen ausbessern?

Eine komplette Neuanlegung einer Rasenfläche ist natürlich nicht nur mit Kosten verbunden, sondern auch mit jeder Menge Arbeit. Gerade, wenn es sich um eine große Fläche handelt, überlegt es sich so mancher Besitzer dreimal, ob er hier gleich einen ganz neuen Rasen anlegen möchte oder ob es eventuell ausreicht die bestehende Rasenfläche einfach auszubessern. Schließlich hilft es meist schon den Rasen zu vertikutieren, Unkräuter zu entfernen und kahle Stellen nachzusähen, sowie die Graspflanzen bzw. den Boden zu düngen oder bei Übersäuerung gegebenenfalls zu kalken.

Lese Tipp: Rasen kalken Anleitung und Ratgeber

Durchaus mag eine Ausbesserung des Rasens nicht mit ganz so hohen Kosten verbunden sein, gerade, wenn es sich eher um  kleinere schadhafte Stellen handelt. Arbeitsintensiv sind aber beide Varianten und wer nicht gleich zum Spaten greifen will, um die gesamte Grasnarbe zu entfernen, kann auch erst einmal kahle Stellen im Rasen mit einer Rasenreparatur oder einem Rasenpflaster zu Leibe rücken. Zudem empfiehlt es sich vorab herauszufinden, ob der Boden unter Umständen übersäuert ist. In diesem Fall gilt erst einmal Kalk einzusetzen.

Handelt es sich also lediglich, um kleinere Lücken im Rasen oder um einen kleineren Moosbefall, sowie Unkrautverwachsungen, lohnt es sich wahrscheinlich nicht gleich eine komplett neue Rasenfläche anzulegen. In diesem Fall ist es sinnvoller den Rasen auszubessern und abzuwarten, ob dieser sich nicht doch noch in einen satten, grünen Teppich verwandelt.

Rasen anlegen – Hilfreiche Tipps für einen immergrünen Teppich

Auch das Anlegen eines Rasens bedarf Geduld, denn erst einmal gilt es abzuwarten, dass der richtige Zeitpunkt naht. So sollte die Aussaat der Rasensamen stets an einem trocknen Tag vorgenommen werden. Wobei dieser dann am besten zwischen April und Juni gewählt werden sollte. Ist die alte Grasnarbe bereits mühselig mit einem Spaten entfernt worden, ist der nächste Schritt dass Auflockern der Erde, damit sich bei Regen keine Wasserpfützen auf der Fläche bilden können. Anschließend kann es sich lohnen etwas Sand unter den Boden zu heben, denn dies verhindert einen erneuten Moosbefall.

Werden zudem während des Harkens des Erdreichs noch Unkräuter sichtbar oder diverse Wurzeln ragen aus dem Erdreich, gilt es auch diese gleich zu entfernen. Beim nächsten Arbeitsschritt kann eine Bodenwalze hilfreich sein, denn mit dieser lässt sich die Fläche am einfachsten und schnellsten ebnen.

Ist der Boden planiert, gilt es diesen wieder zwei bis drei Zentimeter mittels einer Harke zu lockern. Setzen Sie anschließend auf hochwertige Rasensamen und verteilen Sie diese mit einem Streuwagen gleichmäßig auf der Fläche, um anschließend wieder die Walze zum Einsatz zu bringen. Der letzte Arbeitsschritt ist lediglich die Bewässerung, welche Sie am besten mit einem Rasensprenger in Angriff nehmen. Kommt es zu Keimung der Saat, ist Wasser stets das A und O eines schönen Rasens, denn auf keinen Fall dürfen die Keimlinge austrocknen. Je nach Witterung kann es jetzt zwischen fünf und sieben Tagen dauern bis die ersten Halme sichtbar werden.

Sind die Grashalme zwischen acht und zehn Zentimeter lang, sollten diese erstmalig geschnitten werden. Wobei es den Rasen jetzt nicht kürzer als sechs Zentimeter zu schneiden gilt. Diese Länge sollte auch beim zweiten, wie dritten Rasenmähen als Richtwert  dienen. Nachfolgend darf die Rasenfläche dann auch gerne auf 4,5 bis 5 cm gestutzt werden. Wobei jetzt auch gerne ein Düngemittel zum Einsatz kommen darf.

Beachten Sie all diese Tipps beim Rasen anlegen, können Sie fast schon zu 100% sicher sein, dass Sie am Ende einen lückenfreien, grünen Teppich Ihr Eigen nennen dürfen.

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