Bärlauch im Garten ernten – Unterschiede zum giftigen Maiglöckchen
Bärlauch ist ein aromatisches Wildkraut, das im Frühling geerntet wird und sich hervorragend als Knoblauchersatz eignet. Doch Vorsicht: Die Blätter ähneln stark denen des giftigen Maiglöckchens. Eine Verwechslung kann gefährlich sein! In diesem Artikel erfährst du, wie du Bärlauch sicher erkennst, richtig erntest und verwendest. Zudem erhältst du Tipps, um dein Beet für die nächste Ernte optimal vorzubereiten.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Bärlauch sicher ernten – Tipps für eine erfolgreiche Ernte
- 3 Bärlauch im Garten ernten – Unterschiede zum giftigen Maiglöckchen
- 4 Bärlauch und Maiglöckchen sehen sich gefährlich ähnlich
- 5 Bärlauch, als Knoblauchersatz
- 6 Aufbewahrung und Verwendung von Bärlauch
- 7 Bärlauch und seine gesundheitlichen Vorteile
- 8 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
✅ Bärlauch riecht nach Knoblauch – Maiglöckchen nicht.
✅ Bärlauchblätter wachsen einzeln, Maiglöckchenblätter paarweise.
✅ Verwechslungsgefahr kann durch gezielte Bepflanzung vermieden werden.
✅ Die beste Erntezeit ist vor der Blüte, da der Geschmack dann intensiver ist.
✅ Bärlauch ist ein idealer Knoblauchersatz – ohne lästige Knoblauchfahne.
Bärlauch sicher ernten – Tipps für eine erfolgreiche Ernte
Die beste Zeit zur Bärlauchernte liegt zwischen März und Mai, bevor die Pflanze blüht. In diesem Zeitraum ist das Aroma besonders intensiv. Beim Pflücken solltest du immer auf das typische Knoblaucharoma achten: Zerreibe ein Blatt zwischen den Fingern – riecht es stark nach Knoblauch, handelt es sich um Bärlauch. Fehlt dieser Duft, könnte es sich um das giftige Maiglöckchen oder die ebenso gefährliche Herbstzeitlose handeln.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Wuchsform: Bärlauchblätter wachsen einzeln mit einem langen Stiel direkt aus dem Boden. Maiglöckchenblätter hingegen stehen paarweise, während die Herbstzeitlose eine grundständige Rosette bildet. Besonders gefährlich ist, dass sich diese Pflanzen oft in denselben Gebieten finden – daher ist Vorsicht geboten!
Um Verwechslungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, Bärlauch im eigenen Garten anzubauen. Dort kannst du sicherstellen, dass keine giftigen Doppelgänger in unmittelbarer Nähe wachsen. Solltest du Wildbärlauch sammeln, pflücke nur einzelne Blätter pro Pflanze, um sie nicht zu schwächen. Zudem solltest du keine Pflanzen aus Naturschutzgebieten entnehmen – dort ist das Sammeln meist verboten.
In diesem Video erfährst du, wie du Bärlauch vom giftigen Maiglöckchen unterschieden kannst, dessen Blätter den Bärlauchblättern zum verwechseln ähnlich sehen. Am sichersten ist der Geruchstest.
Bärlauch im Garten ernten – Unterschiede zum giftigen Maiglöckchen
Unsere Garten-Moni will dieses Mal ihren Bärlauch ernten, den sie vor einigen Jahren im Garten gepflanzt hat. Leider fällt die Ernte in diesem Jahr nicht ganz so üppig aus, wie sonst, denn allerlei Wildpflanzen haben sich im Beet breitgemacht und überwuchern den Bärlauch. Demnach gilt es heute nicht nur den Bärlauch zu ernten, sondern auch das Beet von den ungebetenen Gästen zu befreien damit die nächste Bärlauchernte dann wieder vielversprechender ausfällt.
Bärlauch und Maiglöckchen sehen sich gefährlich ähnlich
Wer sich die Bärlauchblätter einmal genauer ansieht, wird schnell feststellen, dass diese den Blättern von Maiglöckchen enorm ähnlich sehen. Maiglöckchenblätter sind aber im Gegensatz zum Bärlauch hochgiftig, so dass es besser ist diese beiden Pflanzen nicht zusammen in ein Beet ein zu pflanzen. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass es hier zu einer Verwechslung kommt.
Während Bärlauchblätter immer alleine stehen, finden sich Maiglöckchen stets paarweise im Beet. Zudem riecht Bärlauch aber auch extrem nach Knoblauch, wenn man die Blätter zwischen den Fingern verreibt. Solange der Bärlauch nicht blüht, kann dieser außerdem geerntet werden. Wer diesen hingegen trotz Blüte erntet, wird feststellen, dass er nicht mehr so intensiv schmeckt. Wobei die Blüten dieser Pflanze im Übrigen ebenfalls essbar sind.
Bärlauch, als Knoblauchersatz
Die Bärlauchernte ist simpel, denn es gilt die Blätter lediglich unten am Stiel ab zu schneiden. Da Bärlauch sehr nach Knoblauch schmeckt, wird dieser auch allzu gerne als Knoblauchersatz verwendet. So gibt es, beispielsweise, einige Menschen, die die Knoblauchzehen nicht vertragen, aber den Geschmack dieser lieben. Mittels Bärlauch lassen sich Speisen weiterhin mit dem Knoblauchgeschmack verfeinern, ohne dass Knoblauch zum Einsatz kommt. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass Bärlauch zwar wie Knoblauch schmeckt, aber nach dem Verzehr nicht die unschöne Knoblauchfahne hinterlässt.
Aufbewahrung und Verwendung von Bärlauch
Nach der Ernte solltest du Bärlauch möglichst schnell verarbeiten, da die Blätter rasch welken. Eine Möglichkeit ist es, ihn in einem feuchten Küchentuch im Kühlschrank zu lagern – so bleibt er für einige Tage frisch. Alternativ kannst du Bärlauch auch einfrieren: Dafür die Blätter waschen, trocken tupfen und entweder im Ganzen oder gehackt in Gefrierbeutel füllen. Eine weitere beliebte Methode ist das Einlegen in Öl oder die Herstellung von Bärlauchpesto – so kannst du das Aroma länger genießen.
Da Bärlauch wie Knoblauch schmeckt, eignet er sich hervorragend für Suppen, Saucen, Kräuterbutter oder als Zutat in Salaten. Wer Knoblauch nicht gut verträgt, kann ihn mit Bärlauch ersetzen, ohne die gefürchtete „Knoblauchfahne“ zu bekommen. Auch die essbaren Blüten können als dekorative und geschmackvolle Ergänzung zu Gerichten verwendet werden.
Bärlauch und seine gesundheitlichen Vorteile
Bärlauch ist nicht nur ein aromatisches Küchenkraut, sondern auch ein echtes Superfood. Er enthält ätherische Öle, die antibakteriell wirken und das Immunsystem stärken. Zudem ist er reich an Vitamin C, Eisen und sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmende Eigenschaften haben. In der Naturheilkunde wird Bärlauch traditionell zur Entgiftung und zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt.
Durch seine blutdrucksenkenden Eigenschaften kann Bärlauch helfen, das Herz-Kreislauf-System zu schützen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass er ähnlich wie Knoblauch die Blutgefäße erweitert und so die Durchblutung fördert. Besonders gesund ist Bärlauch roh – durch Erhitzen gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren.
Fazit
Bärlauch ist eine schmackhafte und gesunde Wildpflanze, die jedoch leicht mit giftigen Doppelgängern verwechselt werden kann. Wer sich die wichtigsten Merkmale merkt – einzelnes Blattwachstum, Knoblauchduft und keine paarweise Anordnung – kann die Gefahr minimieren. Um sicherzugehen, ist der eigene Garten eine gute Alternative zur Wildsammlung. Mit den richtigen Tipps zur Lagerung und Zubereitung lässt sich das würzige Aroma von Bärlauch lange genießen!