Kleben statt bohren im Außenbereich

Ob Innen- oder Außenwände: Wo man dekoriert und montiert, wird meist gebohrt. Leider sind Bohrlöcher vielen Menschen ein Dorn im Auge. In einem Großteil aller Fälle müssten sie die Wände überhaupt nicht verunstalten. Mit dem richtigen Klebstoff geht es deutlich subtiler.

Bohren an gedämmten Fassaden?

Viele Eigenheimbesitzer können Bohrlöcher für Wanddübel notfalls noch verschmerzen. Wer dagegen zur Miete wohnt, greift auf die Funktionen des Akkuschraubers oft nur mit Bedenken zurück. Wenn der Vermieter nichts von Bohrlöchern hält, hat man nach dem Auszug mit Problemen zu rechnen. Gerade an Außenwänden ist Bohren manchmal außerdem oft ohnehin eine schlechte Idee. Verletzen die Löcher nämlich eine bereits aufgebrachte Dämmung, kann das den Dämmschutz der Fassade bedrohen.

Kleben schützt vor Schimmelbildung

Ein Großteil aller Wohnhäuser ist heutzutage mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) verkleidet. Meist bestehen diese Systeme aus zwei Putzschichten und einem Dämmstoff. Obwohl es für Montagearbeiten auf entsprechenden Oberflächen Spezialdübel gibt, gehen Bohrarbeiten mit hohen Risiken einher. Zum einen ist jedes Loch im Putz eine Kältebrücke und schwächt dadurch die Dämmkraft der Fassade. Zum anderen kann Feuchtigkeit durch Putzverletzungen in die Dämmschicht eindringen und begünstigt in diesem Fall Schimmelbildung.

Bei den nächsten Minusgraden gefriert eindringende Nässe im Inneren und sprengt den Putz noch weiter auf, wodurch ein Teufelskreis entsteht. Um all das zu vermeiden, gilt Kleben gerade an den Außenwänden als gute Alternative zur konventionellen Montage. Das gilt allerdings nur, wenn Heimwerker bei der Wahl ihres Klebstoffs aus einem umfangreichen Sortiment wetterfeste Varianten aussuchen. So beispielsweise Montagekleber mit hoher Haftung, der auf vielen Materialien einsetzbar ist. Auch abgesehen von der Wetterbeständigkeit, gibt es bei der Klebstoffwahl zu Montagezwecken einige Kriterien.

Wichtige Auswahlkriterien für den Klebstoff

Ob es um Regale für Pflanzen, um Briefkästen oder um Schränkchen geht: Verschiedenste Dinge verlangen nach einer Montage an der Fassade. Vor allem die Unterschiede im Hinblick auf das Gewicht sind in diesem Kontext beachtenswert.

Damit verklebte Objekte auch an den Außenwänden halten, muss die Traglast des gewählten Klebstoffs zum Einsatzzweck und zu tragenden Gewicht der Objekte passen. Bei zu geringer Klebeleistung fällt der installierte Gegenstand in absehbarer Zeit von der Wand. Ist die Klebeleistung dagegen zu hoch, lassen sich die verklebten Objekte nicht wieder von der Fassade lösen. Letzterer Punkt ist insbesondere für Mieter wichtig. Auch die Materialien der Objekte bestimmen darüber, welche Kleber zur Montage infrage kommen.

Wo Kleben im Außenbereich sonst noch lohnt

Sich für Kleben statt Bohren zu entscheiden, macht nicht nur an gedämmten Fassaden Sinn. Im Außenbereich sind beispielsweise auch gemauerte Grillplätze mit Fliesenverkleidung keine idealen Stellen für Bohrlöcher. Grundsätzlich passen Fliesen und Löcher nicht gut zusammen – nicht einmal im Innenbereich. Soll auf gefliesten Wänden etwas installiert werden, kann man für Gegenstände mit geringem Gewicht beispielsweise auf Klebepads ausweichen.

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