Kübelpflanzen für die Terrasse: Die besten Ideen für Sonne, Schatten und Sichtschutz
Inhaltsverzeichnis
- 1 Kübelpflanzen für die Terrasse: aus Stein, Holz und Beton wird ein grüner Lieblingsplatz
- 2 Das Wichtigste in Kürze
- 3 Welche Kübelpflanzen eignen sich am besten für die Terrasse?
- 4 Die beste Pflanze hängt von der Lage der Terrasse ab
- 5 Wind, Hitze und Stadtklima nicht unterschätzen
- 6 Ideen für Kübelpflanzen nach Zweck
- 7 Blühende Kübelpflanzen für Farbe von Frühling bis Herbst
- 8 Mediterrane Kübelpflanzen: Olivenbaum, Oleander und Zitrus
- 9 Winterharte Kübelpflanzen für ganzjährige Struktur
- 10 Sichtschutz mit Bambus, Gräsern und großen Pflanztrögen
- 11 Essbare Kübelpflanzen: Kräuter, Beeren und Säulenobst
- 12 Topfgröße, Drainage und Erde: hier entscheidet sich der Erfolg
- 13 Wie groß sollte der Kübel sein?
- 14 Drainage: ja, aber richtig
- 15 Warum torffreie Kübelpflanzenerde sinnvoll ist
- 16 Pflege von Kübelpflanzen auf der Terrasse
- 17 Richtig gießen: lieber gründlich als ständig ein bisschen
- 18 Düngen: nicht zu früh, nicht zu viel
- 19 Schneiden, Ausputzen und Umtopfen
- 20 Insektenfreundliche Terrassenbepflanzung
- 21 Pflanzkombinationen für typische Terrassen
- 22 Sonnige Südterrasse
- 23 Halbschattige Familienterrasse
- 24 Moderne Terrasse mit Sichtschutz
- 25 Kleine Terrasse oder Balkon
- 26 Häufige Fehler bei Kübelpflanzen auf der Terrasse
- 27 FAQ: Kübelpflanzen für die Terrasse
- 28 Welche Kübelpflanzen sind besonders pflegeleicht?
- 29 Welche Kübelpflanzen vertragen volle Sonne?
- 30 Welche Pflanzen eignen sich für schattige Terrassen?
- 31 Wie oft muss man Kübelpflanzen im Sommer gießen?
- 32 Sind winterharte Kübelpflanzen wirklich frostfest?
- 33 Welche Erde ist für Kübelpflanzen auf der Terrasse am besten?
- 34 Fazit: gute Kübelpflanzen machen die Terrasse wohnlicher, kühler und lebendiger
Kübelpflanzen für die Terrasse: aus Stein, Holz und Beton wird ein grüner Lieblingsplatz
Eine Terrasse ohne Pflanzen kann schnell hart wirken: viel Belag, viele Kanten, wenig Leben. Mit den richtigen Kübelpflanzen ändert sich das sofort. Ein Olivenbaum nimmt der Südterrasse die Strenge, Bambus schützt vor Blicken, Kräuter duften beim Vorbeigehen und winterharte Gräser halten selbst im Januar noch die Stellung.

Der große Vorteil: Pflanzen im Kübel bleiben flexibel. Sie können sonnige Ecken betonen, Schattenplätze freundlicher machen, Laufwege rahmen oder einzelne Töpfe je nach Saison neu gruppieren. Das klappt auf einer kleinen Reihenhausterrasse genauso wie auf einem großzügigen Dachgarten. Nur eines sollte von Anfang an stimmen: Pflanze, Standort, Topfgröße, Substrat und Wasserbedarf müssen zusammenpassen.
Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz bringt es in ihrer Fachinformation zu Kübelpflanzen auf den Punkt: Pflanzen gedeihen im Topf nur dann gut, wenn Standort, Wasser und Nährstoffversorgung stimmen. Für die Praxis heißt das: Erst die Terrasse beobachten, dann kaufen. Nicht andersherum. Eine gute Übersicht bietet das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort zuerst: Südterrasse, Halbschatten, Nordseite und windige Dachterrasse verlangen unterschiedliche Pflanzen.
- Große Kübel lohnen sich: Mehr Erdvolumen puffert Hitze, Trockenheit und Nährstoffschwankungen besser ab.
- Abzugslöcher sind Pflicht: Ohne Wasserablauf drohen Staunässe, Sauerstoffmangel und Wurzelfäule.
- Winterhart heißt nicht unverwundbar: Im Kübel friert der Wurzelballen schneller durch als im Beet.
- Torffreie Erde ist die bessere Wahl: Das Umweltbundesamt empfiehlt torffreie Substrate, weil Torfabbau Moore und Klima belastet.
- Blühfolge planen: Wer Frühling, Sommer und Herbst abdeckt, hilft Bestäubern und hat länger Farbe auf der Terrasse.
Welche Kübelpflanzen eignen sich am besten für die Terrasse?
Für die Terrasse eignen sich robuste Dauerblüher, mediterrane Gehölze, winterharte Stauden, Kräuter, Gräser und immergrüne Sichtschutzpflanzen. Besonders zuverlässig sind Lavendel, Rosmarin, Oleander, Hortensien, Fuchsien, Funkien, Bambus der Gattung Fargesia, Chinaschilf, Zwergkoniferen, Buchsbaum-Alternativen und kompakte Obstgehölze wie Säulenapfel oder Beerenstämmchen.
Kurzdefinition: Kübelpflanzen sind Pflanzen, die dauerhaft oder saisonal in größeren Gefäßen wachsen. Der Topf ersetzt den Gartenboden. Darum reagieren sie schneller auf Trockenheit, Hitze, Frost und Nährstoffmangel als ausgepflanzte Exemplare.
Die beste Pflanze hängt von der Lage der Terrasse ab
Eine Südterrasse ist kein bisschen wie eine Nordterrasse. Dort brennt die Sonne auf Pflaster, Hauswand und Topf. Dunkle Kübel heizen sich stark auf, die Erde trocknet rasch ab und große, weiche Blätter schlappen schon am frühen Nachmittag. Mediterrane Arten kommen damit besser zurecht, wenn der Topf groß genug ist.
Für sonnige Terrassen passen besonders gut:
- Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei
- Olivenbaum, Oleander, Zitrus, Granatapfel und Schmucklilie
- Wandelröschen, Kapkörbchen, Pelargonien und Petunien
- Hauswurz, Fetthenne und andere trockenheitsverträgliche Stauden
Im Halbschatten funktionieren andere Kandidaten besser. Hortensien, Fuchsien, Funkien, Farne, Purpurglöckchen, Begonien und viele Clematis-Sorten fühlen sich dort wohler. Für schattige Terrassen lohnt sich ein Blick auf Blattstruktur statt nur auf Blüten. Große Hosta-Blätter, feine Farnwedel und dunkles Purpurglöckchen-Laub bringen Tiefe, auch wenn die Sonne nur kurz vorbeischaut.
Wind, Hitze und Stadtklima nicht unterschätzen
Offene Terrassen, Balkone und Dachterrassen sind oft windiger als der Garten. Das trocknet Blätter und Substrat aus. Hohe Pflanzen kippen leichter, leichte Kunststoffkübel wandern bei Sturm gern ein Stück weiter, als einem lieb ist. Standsichere Gefäße, breite Pflanztröge und eine geschützte Position an der Wand machen den Unterschied.
In Städten kommt ein zweiter Faktor dazu: versiegelte Flächen speichern Wärme. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt, dass Vegetation, natürlicher Boden, Schatten und Verdunstung in Städten häufig fehlen und der städtische Wärmeinseleffekt dadurch verstärkt wird. Nachzulesen ist das beim Deutschen Wetterdienst zum Stadtklima. Für die Terrasse bedeutet das: Pflanzen sind nicht nur Dekoration. Sie spenden Schatten, verdunsten Wasser und machen heiße Sitzplätze spürbar angenehmer.
Ideen für Kübelpflanzen nach Zweck
Schön sieht eine Terrasse aus, wenn die Pflanzen nicht zufällig verteilt wirken. Besser ist eine klare Aufgabe je Pflanzengruppe: Sichtschutz, Blüte, Duft, Struktur, Ernte oder Wintergrün. So entsteht ein Bild, das ruhig wirkt und trotzdem lebendig bleibt.
Blühende Kübelpflanzen für Farbe von Frühling bis Herbst
Wer viele Blüten möchte, kombiniert frühe, sommerliche und späte Arten. Narzissen und Tulpen können schon im Frühjahr im Kübel starten. Danach übernehmen Pelargonien, Petunien, Verbene, Wandelröschen, Kapkörbchen, Schmucklilie oder Dahlien. Im Spätsommer halten Fetthenne, Herbstaster, Chrysantheme und Ziergräser die Terrasse wach.
Ein guter Trick: Pflanzen Sie nicht nur nach Farbe, sondern auch nach Blühzeit. Eine Kübelgruppe mit Lavendel, Katzenminze, Fetthenne und Herbstaster wirkt weniger künstlich als ein Topf voller kurzlebiger Saisonblumen und bietet Insekten länger Nahrung.
Mediterrane Kübelpflanzen: Olivenbaum, Oleander und Zitrus
Mediterrane Kübelpflanzen bringen sofort Urlaubsgefühl auf die Terrasse. Der Olivenbaum wirkt mit silbrigem Laub ruhig und elegant. Oleander blüht monatelang, wenn er warm, hell und ausreichend feucht steht. Zitruspflanzen duften intensiv, brauchen aber Fingerspitzengefühl bei Wasser und Überwinterung.
Der Haken: Viele mediterrane Pflanzen sind bei uns nicht zuverlässig winterhart. Sie brauchen ein helles, kühles Winterquartier. Ideal sind etwa 5 bis 12 Grad, je nach Art. Ein dunkler, warmer Keller ist meist keine gute Idee. Die Pflanzen treiben dort weich aus, verlieren Blätter und starten geschwächt in den Frühling.
Wer kein Winterquartier hat, kann den Look robuster lösen: Weidenblättrige Birne, Lavendel, Rosmarin in geschützter Lage, Blauraute und Zwergkiefer sehen mediterran aus, halten aber mehr aus.
Winterharte Kübelpflanzen für ganzjährige Struktur
Winterharte Kübelpflanzen machen die Terrasse pflegeleichter, weil nicht jedes Jahr alles neu bepflanzt werden muss. Besonders geeignet sind Fargesia-Bambus, Zwergkiefer, Wacholder, Eibe, Skimmie, Bergenie, Purpurglöckchen, Fetthenne, Lampenputzergras und Seggen. Auch viele kleine Gehölze wachsen jahrelang im großen Kübel, wenn sie regelmäßig frische Erde und Nährstoffe bekommen.
Trotzdem gilt: Winterhart im Beet ist nicht automatisch winterhart im Topf. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass selbst winterharte Pflanzen im Kübel frostempfindlicher sind, weil der Wurzelballen schneller durchfriert. Wickeln Sie Töpfe bei starkem Frost mit Jute, Vlies oder Kokosmatten ein und stellen Sie sie auf Füße oder Holzleisten. So steht der Kübel nicht direkt auf eiskaltem Boden.
Sichtschutz mit Bambus, Gräsern und großen Pflanztrögen
Für mehr Privatsphäre auf der Terrasse sind Kübelpflanzen oft angenehmer als starre Wände. Fargesia-Bambus wächst horstig, bleibt immergrün und bildet schnell eine dichte Kulisse. Chinaschilf, Rutenhirse und Reitgras wirken luftiger, werden aber je nach Sorte ebenfalls hoch genug, um Sitzplätze abzuschirmen.
Wichtig sind große, kippsichere Pflanztröge. Ein schmaler Topf mit hoher Pflanze ist auf windigen Terrassen eine wackelige Sache. Für weitere Sichtschutzideen lohnt ein interner Blick auf grüne Sichtschutzpflanzen für Balkon und Terrasse oder auf Schilfmatten als natürlicher Sichtschutz, wenn Pflanzen und feste Elemente kombiniert werden sollen.
Essbare Kübelpflanzen: Kräuter, Beeren und Säulenobst
Eine Terrasse kann auch ein kleiner Naschgarten sein. Kräuter sind besonders dankbar: Rosmarin, Thymian, Schnittlauch, Oregano, Minze, Petersilie und Basilikum wachsen im Topf gut, solange Standort und Wasser passen. Minze bekommt am besten einen eigenen Topf, sonst übernimmt sie gern das Kommando.
Für größere Kübel eignen sich Säulenobst, Beerenstämmchen, Erdbeeren, Zwergtomaten oder Chili. Die Gartenakademie nennt Säulenobst und Beerenobst-Hochstämmchen ausdrücklich als geeignete Kübelkandidaten. Wer tiefer einsteigen möchte, findet auf Mein Garten ergänzende Ideen zu Kräutern draußen im Topf und zum Hochbeet für Balkon und Terrasse.
Topfgröße, Drainage und Erde: hier entscheidet sich der Erfolg
Viele Probleme beginnen nicht bei der Pflanze, sondern beim Topf. Zu klein, kein Ablaufloch, minderwertige Erde, keine Drainage: Dann helfen auch die schönsten Blütenbilder auf dem Pflanzenetikett wenig.
Wie groß sollte der Kübel sein?
Als Faustregel gilt: Der neue Kübel sollte mindestens 10 bis 15 Zentimeter mehr Durchmesser haben als der Verkaufscontainer. Bei stark wachsenden Pflanzen darf es mehr sein. Große Kübel trocknen langsamer aus, kippen seltener um und geben den Wurzeln Raum. Das ist besonders bei Bambus, Gräsern, Oleander, Hortensien, Zitrus und kleinen Gehölzen wichtig.
Kleine Töpfe sind nur für saisonale Blumen, Kräuter oder kompakte Stauden sinnvoll. Sie sehen anfangs hübsch aus, brauchen im Hochsommer aber teils zweimal täglich Wasser. Wer nicht ständig mit der Gießkanne unterwegs sein möchte, plant lieber großzügig.
Drainage: ja, aber richtig
Jeder Pflanzkübel braucht Abzugslöcher. Punkt. Eine Schicht Blähton, Tonscherben oder grober Kies kann verhindern, dass Erde die Löcher zusetzt. Noch wichtiger ist aber, dass überschüssiges Wasser wirklich ablaufen kann. Ein Übertopf ohne Ablauf ist für draußen nur dann sinnvoll, wenn Sie nach Regen kontrollieren und Wasser ausgießen.
Stellen Sie große Kübel auf kleine Füße. Das schützt den Terrassenbelag, verbessert den Wasserablauf und reduziert Frostschäden am Topfboden. Bei Holzdielen verhindert etwas Abstand außerdem, dass dauerhaft Feuchtigkeit unter dem Gefäß steht.
Warum torffreie Kübelpflanzenerde sinnvoll ist
Gute Kübelpflanzenerde bleibt strukturstabil, speichert Wasser und lässt trotzdem Luft an die Wurzeln. Reine Gartenerde verdichtet im Topf schnell. Für mediterrane Pflanzen darf das Substrat mineralischer sein, für Hortensien humoser und gleichmäßig feucht. Einheitserde für alles ist bequem, aber selten optimal.
Aus Umwelt- und Klimasicht spricht viel für torffreie Erde. Das Umweltbundesamt empfiehlt torffreie Blumenerde, weil Moore wichtige Lebensräume sind und Kohlenstoff speichern. Für die Terrasse ist das eine einfache Stellschraube: Beim Umtopfen torffreies Substrat wählen, nach dem Einpflanzen gründlich angießen und in den ersten Wochen genauer auf Feuchtigkeit achten.
Pflege von Kübelpflanzen auf der Terrasse
Kübelpflanzen verzeihen weniger als Beetpflanzen, weil ihr Wurzelraum begrenzt ist. Das klingt streng, ist aber im Alltag gut zu beherrschen. Wer regelmäßig schaut, erkennt Probleme früh.
Richtig gießen: lieber gründlich als ständig ein bisschen
Gießen Sie so, dass der Wurzelballen wirklich durchfeuchtet wird. Ein kleiner Schluck oben drauf beruhigt nur das Gewissen. Bei Hitze prüfen Sie morgens mit dem Finger die oberen Zentimeter Erde. Ist es dort trocken, wird gegossen. Bei Oleander, Hortensie und großen Blühpflanzen kann an heißen Tagen eine zweite Wassergabe nötig sein.
Die Blattgröße verrät viel: Große, weiche Blätter verdunsten mehr Wasser. Kleine, ledrige oder silbrige Blätter kommen mit Trockenheit besser klar. Genau deshalb passen Lavendel und Rosmarin so gut auf sonnige Terrassen, während Hortensien dort schnell beleidigt aussehen.
Wer häufig unterwegs ist, kann Tropfbewässerung, Wasserspeicherkästen oder Tonkegel nutzen. Für größere Lösungen im Gartenbereich passt ergänzend der Ratgeber zur Bewässerung mit Perlschlauch und Tropfschlauch.
Düngen: nicht zu früh, nicht zu viel
Frisch umgetopfte Pflanzen brauchen meist einige Wochen keinen Dünger, wenn das Substrat vorgedüngt ist. Das DLR empfiehlt eine erneute Düngung frühestens nach sechs, besser nach acht Wochen. Danach gilt: Stark wachsende und stark blühende Pflanzen brauchen während der Saison regelmäßig Nährstoffe. Kräuter und mediterrane Pflanzen kommen oft mit weniger aus.
Langzeitdünger ist bequem, Flüssigdünger lässt sich besser dosieren. Gelbe Blätter, schwacher Austrieb oder kaum Blüten können auf Nährstoffmangel hindeuten, aber auch auf Staunässe, Trockenstress oder zu wenig Licht. Nicht reflexhaft düngen. Erst prüfen.
Schneiden, Ausputzen und Umtopfen
Viele Sommerblumen blühen länger, wenn Verblühtes regelmäßig entfernt wird. Kräuter bleiben kompakt, wenn man sie laufend erntet statt sie verholzen zu lassen. Gräser werden meist erst im Frühjahr zurückgeschnitten, weil die Halme im Winter Struktur geben und den Wurzelbereich schützen.
Umtopfen ist fällig, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen, der Topf ständig austrocknet oder die Pflanze kaum noch wächst. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Bei sehr großen Kübeln reicht oft ein Austausch der oberen Erdschicht plus frischer Kompost oder geeignetes Substrat.
Insektenfreundliche Terrassenbepflanzung
Kübelpflanzen können mehr als hübsch aussehen. Sie können auf kleiner Fläche Lebensraum schaffen. Der BUND Naturschutz empfiehlt heimische Balkonpflanzen, weil viele an das hiesige Klima angepasst sind und Bienen, Schmetterlingen sowie anderen Insekten Nahrung bieten. Auf der Seite zu bienenfreundlichen Balkonpflanzen nennt der Verband unter anderem Blutroten Storchschnabel, Breitblättrigen Thymian, Katzenminze und Acker-Witwenblume.
Für die Terrasse ist eine einfache Regel hilfreich: lieber ungefüllte Blüten als stark gefüllte Sorten. Bei gefüllten Blüten kommen Insekten oft schlecht an Pollen und Nektar. Auch Kräuter dürfen blühen. Thymian, Salbei, Oregano, Schnittlauch und Lavendel sehen nicht nur gut aus, sie werden an warmen Tagen rege besucht.
Pflanzkombinationen für typische Terrassen
Wer nicht lange tüfteln möchte, kann mit fertigen Kombinationen starten. Wichtig ist, Pflanzen mit ähnlichem Wasser- und Lichtbedarf zusammenzustellen.
Sonnige Südterrasse
- Olivenbaum als Leitpflanze
- Lavendel, Rosmarin und Thymian als Duftzone
- Fetthenne oder Hauswurz für trockene Randbereiche
- Wandelröschen oder Kapkörbchen für Farbe
Halbschattige Familienterrasse
- Hortensie im großen Kübel
- Funkien und Farne für Blattstruktur
- Fuchsien oder Begonien für Blüten
- Purpurglöckchen als winterharter Farbakzent
Moderne Terrasse mit Sichtschutz
- Fargesia-Bambus in breiten Trögen
- Chinaschilf oder Rutenhirse für Bewegung
- Zwergkiefer oder Wacholder für Wintergrün
- Unterpflanzung mit Seggen, Bergenien oder Purpurglöckchen
Kleine Terrasse oder Balkon
- Kräutertöpfe in verschiedenen Höhen
- Hängeerdbeeren oder kompakte Beerensträucher
- Ein schmales Rankgitter mit Clematis oder Duftwicke
- Ein großer Hauptkübel statt vieler winziger Töpfe
Mehr Grundideen zur mobilen Bepflanzung finden Sie auch im Beitrag Pflanzen für Kübel auf Balkon und Terrasse.
Häufige Fehler bei Kübelpflanzen auf der Terrasse
- Zu kleine Gefäße: Die Erde trocknet schnell aus, Wurzeln überhitzen, die Pflanze bleibt schwach.
- Kein Wasserablauf: Staunässe schädigt Wurzeln oft schneller als kurze Trockenheit.
- Falscher Standort: Schattenpflanzen verbrennen in Mittagssonne, Sonnenpflanzen kümmern im dunklen Eck.
- Zu viel Dünger: Überdüngung kann Wurzeln schädigen und macht Pflanzen anfälliger.
- Wintersonne vergessen: Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser und brauchen an frostfreien Tagen Nachschub.
- Giftige Pflanzen unbedacht platzieren: Oleander, Engelstrompete und Buchsbaum sind für Haushalte mit Kindern oder Haustieren heikel.
FAQ: Kübelpflanzen für die Terrasse
Welche Kübelpflanzen sind besonders pflegeleicht?
Pflegeleicht sind Lavendel, Rosmarin, Fetthenne, Hauswurz, Zwergkiefer, Seggen, Fargesia-Bambus und viele Purpurglöckchen. Sie brauchen trotzdem passende Erde, Wasserabzug und einen Standort, der zu ihren Lichtansprüchen passt.
Welche Kübelpflanzen vertragen volle Sonne?
Volle Sonne vertragen mediterrane Kräuter, Lavendel, Oleander, Olivenbaum, Zitrus, Schmucklilie, Wandelröschen, Kapkörbchen und viele Sukkulenten. Große Kübel und regelmäßiges Gießen bleiben auf der Südterrasse trotzdem wichtig.
Welche Pflanzen eignen sich für schattige Terrassen?
Für schattige Terrassen eignen sich Funkien, Farne, Fuchsien, Begonien, Purpurglöckchen, Hortensien und Skimmien. Dort wirken Blattfarben und Blattstrukturen oft stärker als klassische Blütenpflanzen.
Wie oft muss man Kübelpflanzen im Sommer gießen?
Im Hochsommer brauchen viele Kübelpflanzen täglich Wasser, manche große Blühpflanzen sogar morgens und abends. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger: Ist die obere Schicht trocken, wird gründlich gegossen.
Sind winterharte Kübelpflanzen wirklich frostfest?
Sie sind robuster, aber im Topf stärker gefährdet als im Beet. Der Wurzelballen friert schneller durch. Deshalb helfen Topfschutz, ein geschützter Standort und gelegentliches Gießen an frostfreien Tagen.
Welche Erde ist für Kübelpflanzen auf der Terrasse am besten?
Nutzen Sie strukturstabile, möglichst torffreie Kübelpflanzenerde. Für mediterrane Pflanzen darf sie mineralischer und durchlässiger sein, für Hortensien humoser und gleichmäßig feucht.
Fazit: gute Kübelpflanzen machen die Terrasse wohnlicher, kühler und lebendiger
Kübelpflanzen für die Terrasse sind keine Nebensache. Sie bestimmen, ob ein Außenbereich streng, gemütlich, mediterran, modern oder naturnah wirkt. Wer Standort, Topfgröße, Wasserablauf und Pflege ernst nimmt, hat jahrelang Freude daran. Die beste Terrasse entsteht nicht durch möglichst viele Pflanzen, sondern durch die richtigen: ein paar strukturgebende Gehölze, Blüten für die Saison, Kräuter für Duft und Küche, vielleicht ein grüner Sichtschutz. Mehr braucht es oft gar nicht.
Mein Praxistipp: Starten Sie mit drei starken Kübelgruppen statt mit vielen Einzeltöpfen. Eine Gruppe für Sichtschutz, eine für Blüten, eine für Duft oder Ernte. Das sieht ruhiger aus, lässt sich besser pflegen und wächst mit der Zeit zu einem echten grünen Zimmer im Freien zusammen.