Knollensellerie pflanzen, pflegen und ernten

Warum Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) selbst pflanzen? Sie ist ein wunderbares und vielseitiges Gemüse, das in der Küche für zahlreiche Gerichte verwendet werden kann. Der Anbau im eigenen Garten ist nicht schwer, aber einige wichtige Punkte sollten beachtet werden, um ein optimales Wachstum und eine ertragreiche Ernte zu gewährleisten. In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Knollensellerie erfolgreich anzupflanzen, zu pflegen und zu ernten. Lassen Sie sich von unseren Tipps und Tricks inspirieren und genießen Sie schon bald frischen Sellerie aus dem eigenen Garten!

Knollensellerie pflanzen, pflegen und ernten
Knollensellerie pflanzen, pflegen und ernten

Video: Knollensellerie im eigenen Garten anbauen

In diesem Video zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Knollensellerie pflanzen, pflegen und ernten können. Lernen Sie, wie man Setzlinge vorbereitet, wie man den Boden vorbereitet und wann der richtige Zeitpunkt für die Ernte ist.

Anbau von Knollensellerie: Vom Samen bis zur Ernte

Vorbereitung der Setzlinge

Die Knollensellerie zu pflanzen beginnt im Frühjahr mit der Aussaat der Samen in Töpfchen oder Saatschalen. Die Samen benötigen eine konstante Temperatur von etwa 20°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit, um zu keimen. Nach etwa zwei Wochen sollten die ersten Keimlinge sichtbar sein. Sobald die Setzlinge etwa 5 cm groß sind, können sie pikiert, also in eigene Töpfe umgepflanzt werden.

Bestseller Nr. 1
Knollensellerie Monarch Sellerie
  • Original N.L. Chrestensen Erfurter Saatgut
  • für Frischmarkt und Einlagerung

Bodenbeschaffenheit und Standortwahl

Knollensellerie gedeiht am besten in humusreichem, gut durchlässigem Boden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,0. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Es ist ratsam, den Boden vor der Pflanzung mit reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist anzureichern, um die Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Auspflanzen und Pflege im Freiland

Die Setzlinge können ab Mitte Mai, nach den letzten Frösten, ins Freiland gepflanzt werden. Der Pflanzabstand sollte etwa 30 bis 40 cm betragen. Regelmäßiges Gießen und Mulchen sind wichtige Pflegemaßnahmen, um eine gleichmäßige Bodenfeuchte zu gewährleisten. Eine ausreichende Wasserversorgung ist besonders während der Wachstumsphase wichtig. Stickstoffreicher Dünger sollte alle vier Wochen angewendet werden, um das Wachstum der Knollen zu fördern.

Lesen Sie auch:  DIY: Hochbeet selber bauen für 25€ günstig und schnell
Bestseller Nr. 1
Knollensellerie Monarch Sellerie
  • Original N.L. Chrestensen Erfurter Saatgut
  • für Frischmarkt und Einlagerung

Optimale Düngung für ein gesundes Wachstum

Damit sich die Knollen gut entwickeln, ist eine regelmäßige und gezielte Düngung notwendig. Knollensellerie ist ein Starkzehrer, das heißt, er benötigt viele Nährstoffe, um gut zu wachsen. Eine gute Grundlage ist das Einarbeiten von reifem Kompost oder gut verrottetem Stallmist vor der Pflanzung. Während der Wachstumsphase sollte etwa alle vier Wochen mit einem stickstoffreichen organischen Dünger wie Brennnesseljauche oder Hornmehl nachgedüngt werden. Kaliumreiche Dünger sind ebenfalls wichtig, da Kalium die Knollenbildung fördert und die Pflanze widerstandsfähiger gegen Krankheiten macht.

Ein häufiger Fehler ist die Überdüngung mit Stickstoff, die zu einer übermäßigen Blattbildung, aber zu kleinen Knollen führt. Um das zu vermeiden, sollte der Stickstoffgehalt im Laufe der Saison schrittweise reduziert werden. Ein weiteres wichtiges Element ist Boron, da ein Mangel an diesem Spurenelement dazu führen kann, dass sich die Knollen innen hohl entwickeln. Eine leichte Bor-Düngung durch Gesteinsmehl oder spezielle Spurennährstoff-Dünger kann hier Abhilfe schaffen.

Fehler beim Anbau und wie man sie vermeidet

Trotz sorgfältiger Pflege können beim Anbau von Knollensellerie einige Fehler auftreten, die den Ertrag verringern. Ein häufiger Fehler ist das zu tiefe Einpflanzen der Setzlinge. Die Wurzelknolle sollte leicht über dem Boden sichtbar bleiben, da sie sich sonst nicht richtig ausbildet. Auch ungleichmäßige Wasserversorgung kann zu Problemen führen. Zu viel Wasser führt zu Staunässe, die die Wurzeln faulen lässt, während zu wenig Wasser das Wachstum der Knollen hemmt. Ein gleichmäßiges Gießen, vorzugsweise am Morgen, ist daher wichtig.

Ein weiteres Problem ist eine zu späte Aussaat oder ein zu früher Anbau im Freiland, wenn es noch zu kalt ist. Knollensellerie braucht warme Temperaturen, um kräftig zu wachsen. Werden die Pflanzen zu früh in den Garten gesetzt, können sie „schossen“, das heißt, sie bilden Blüten, anstatt eine Knolle auszubilden. Um das zu verhindern, sollte man die Setzlinge erst nach den letzten Frösten auspflanzen und ihnen eine Eingewöhnungszeit im Halbschatten gönnen, bevor sie volle Sonne bekommen.

Lesen Sie auch:  Kohlrabi pflanzen, pflegen und ernten

Besondere Anbauvarianten: Knollensellerie im Hochbeet oder Gewächshaus

Knollensellerie kann nicht nur im klassischen Gartenbeet, sondern auch in Hochbeeten oder sogar im Gewächshaus kultiviert werden. Der Vorteil eines Hochbeets ist die bessere Kontrolle über die Bodenqualität. Da das Substrat schneller erwärmt wird, kann der Anbau hier sogar etwas früher beginnen. Wichtig ist, dass die Erde gut durchlässig bleibt und nicht zu sehr verdichtet wird. Eine Mischung aus Kompost, Gartenerde und Sand sorgt für optimale Bedingungen.

Im Gewächshaus kann Knollensellerie besonders gut in kühleren Regionen gedeihen. Hier profitiert die Pflanze von einer geschützten Umgebung mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und Temperatur. Allerdings muss für eine gute Luftzirkulation gesorgt werden, da es sonst zu Pilzkrankheiten kommen kann. Besonders wichtig ist im Gewächshaus die Kontrolle von Schädlingen

Erntezeitpunkt und Lagerung

Nach der Ernte stellt sich die Frage, wie Knollensellerie am besten haltbar gemacht werden kann. Neben der Lagerung in feuchtem Sand gibt es weitere Möglichkeiten, das Gemüse für längere Zeit nutzbar zu machen. Eine einfache Methode ist das Einlegen in Salzlake. Dafür werden die Knollen in dünne Scheiben geschnitten und mit einer Mischung aus Wasser, Salz, Essig und Kräutern eingelegt. So bleibt der Sellerie über Monate hinweg aromatisch und kann als würzige Beilage genutzt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren. Dazu wird der Sellerie geschält, in kleine Würfel geschnitten und kurz blanchiert. Danach kann er portionsweise eingefroren werden. Alternativ kann man Knollensellerie auch trocknen, indem man dünne Scheiben in einem Dörrautomaten oder bei niedriger Temperatur im Backofen trocknet. Getrockneter Sellerie eignet sich hervorragend als Suppengewürz oder zur Herstellung von Selleriesalz.

Tipps zur Schädling- und Krankheitsbekämpfung

Knollensellerie kann von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden, die das Wachstum und die Ernte beeinträchtigen. Die häufigste Krankheit ist Sellerierost, eine Pilzinfektion, die sich durch braune Flecken auf den Blättern äußert. Um Sellerierost vorzubeugen, sollte der Boden gut durchlüftet sein, und die Pflanzen sollten nicht zu dicht stehen, damit die Luft zirkulieren kann. Ein weiteres Problem ist die Blattfleckenkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und sich durch kleine, dunkle Flecken auf den Blättern bemerkbar macht. Diese kann durch regelmäßiges Entfernen befallener Blätter und den Einsatz biologischer Pflanzenstärkungsmittel bekämpft werden.

Lesen Sie auch:  Einen Sportrasen anlegen - so geht's richtig!

Schädlinge wie Blattläuse können sich schnell vermehren und die Pflanzen schwächen, indem sie Pflanzensäfte aussaugen. Eine natürliche Lösung ist der Einsatz von Nützlingen, wie Marienkäfern oder Florfliegen, die Blattläuse fressen. Alternativ kann ein Sud aus Knoblauch oder Brennnesseln als biologisches Spritzmittel helfen. Schnecken sind ebenfalls eine Gefahr für junge Knollenselleriepflanzen, da sie die Blätter anfressen. Hier hilft das Mulchen mit trockenem Material wie Sägemehl oder Stroh, das Schnecken abschreckt. Zusätzlich kann eine Schneckenzaunbarriere oder das Auslegen von Kupferbändern um die Pflanzen verhindern, dass Schnecken in das Beet gelangen.

Fazit

Knollensellerie ist ein schmackhaftes und vielseitiges Gemüse, das sich mit etwas Geduld und Sorgfalt auch im eigenen Garten anbauen lässt. Achten Sie auf die richtige Bodenbeschaffenheit, ausreichend Wasser und Dünger sowie einen geeigneten Standort, um ein optimales Wachstum und eine reiche Ernte zu gewährleisten. Mit den hier beschriebenen Schritten können Sie schon bald Ihren eigenen Knollensellerie genießen!


FAQ:

1. Kann ich Knollensellerie auch im Topf anbauen?

Ja, der Anbau von Knollensellerie im Topf ist möglich. Und achten Sie jedoch darauf, einen ausreichend großen Topf mit guter Drainage zu wählen, um Staunässe zu vermeiden. Die Pflege unterscheidet sich nicht wesentlich von der im Freiland.

2. Kann ich Knollensellerie auch im Hochbeet anbauen?

Als Anbau im Hochbeet eignet sich Knollensellerie sich sehr gut, da der humusreiche und gut durchlässige Boden ideale Bedingungen bietet. Achten Sie auf ausreichend Platz und eine gute Wasserversorgung.

3. Welche Krankheiten und Schädlinge können Knollensellerie befallen?

Zu den häufigsten Krankheiten bei Knollensellerie zählen die Sellerierost und die Blattfleckenkrankheit. Schädlinge, die Knollensellerie befallen können, sind unter anderem Blattläuse und Schnecken. Eine gute Pflege und regelmäßige Kontrolle der Pflanzen helfen, Krankheiten und Schädlinge frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

4. Muss ich Knollensellerie veredeln?

Nein, eine Veredelung von Knollensellerie ist nicht notwendig. Die Pflanzen können direkt aus Samen gezogen und im Garten oder im Topf kultiviert werden.

5. Wie verwende ich Knollensellerie in der Küche?

Knollensellerie ist vielseitig einsetzbar: Sie können sie roh in Salaten, gegart in Suppen, Eintöpfen oder als Beilage verwenden. Auch als Basis für Gemüsebrühe oder in einer klassischen Waldorfsalat ist er ein beliebtes Gemüse.

Mehr zeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"