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Handrasenmäher - Erfahrungen und Test mit Spindelmäher

Handrasenmäher – Erfahrungen und Test mit Spindelmäher

Ein Handrasenmäher ist klein, flexibel und schont die Umwelt. Bei Menschen mit Vorgärten sind Handrasenmäher auch heute noch sehr beliebt. Wir möchten in diesem Testbericht die Vor – und Nachteile etwas vertiefen. Wie funktioniert er, wo liegen seine Vorteile und wer kann davon profitieren? Wir haben für Sie die Eckdaten einmal zusammengefasst.

Was genau ist ein Handrasenmäher und wie funktioniert er?

Ein Handrasenmäher ist ein handbetriebenes, also manuelles oder auch passives Gerät zum Schneiden von Rasenflächen. Es wird nicht aktiv betrieben oder bewegt sich selbst fort, sondern ist auf eine äußerliche Kraft angewiesen. In diesem Falle dem Schieben.

Die Achse ist waagerecht ausgerichtet und an dieser befinden sich in leichter Schraublinie die Messer, auch Schnittblätter genannt.

Durch ein Hohlrad wird nun die Bewegung auf die Spindel übertragen, welche sich dreht. Ein Gegenmesser, dieses sitzt fest auf der Unterseite des Rasenmähers, sorgt durch das sogenannte Scheerenprinzip dafür, dass das Gras dann genau dort aufgenommen und abgeschnitten wird.

Die variierbare Schnitthöhe wird durch das Gegenmesser bestimmt. Zudem verfügt der Rasenmäher über Stützrollen, die gewährleisten, dass der Handrasenmäher auf dem Boden bleibt und man gleichmäßig mähen kann. Generell gilt, je mehr Messer sich an der Spindel befinden, desto höher ist die Schnittqualität.

Wie ist der Handrasenmäher entstanden?

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde eine Leidenschaft entwickelt, die sich bis heute als den Ausdruck des „englischen Rasens“ erhalten hat. Gras.

Was sich erst einmal lästig und allerorts eh ansässig anhört, liegt der Idee des perfekten Rasens zugrunde. Damals wurden diese Flächen noch komplett von Hand und mit Sensen in Schuss gehalten – was sich sehr aufwendig, langwierig, kraftraubend und zeitintensiv gestaltete. Zugleich wurden die Sportspiele, wie Cricket und Fußball, ebenfalls immer beliebter. Edwin Beard Budding, seines Zeichens Ingenieur aus Gloucestershire fand die Lösung beim Betrachten einer Webereimaschine.

Video: Der umweltfreundliche Handrasenmäher

Am Ende des Webvorganges wurden die abstehenden Fransen durch kleine Klingen, die auf einer Spindel angebracht waren, gleichmäßig abgeschnitten. Er zögerte nicht lange, entwickelte daraufhin einen Spindelmäher und ließ ihn am 31. August 1830 patentieren.

Die Klingenbreite betrug lediglich 4,8 cm! Budding glaubte an seine Idee, auch wenn er von seinen Mitmenschen für wahnsinnig gehalten wurde. Nachts schlich er mit seinem Spindelmäher, der damals noch mit Zahnrädern übersetzt wurde, durch den Londoner Regent’s Park. Mit Erfolg. Es fand sich ein Mitstreiter, John Ferrabee, und gemeinsam bauten sie die ersten Rasenmäher und sorgten für die Vermarktung.

Schon 1832 wurde das Patent an die Firma Ransomes verkauft die bis 1858 mehr als 7000 Rasenmäher absetzte. „Country gentlemen may find, in using my machine themselves, an amusing, useful, and healthy exercise.“ (*1)- soll Budding selbst von seiner Erfindung gesagt haben um sie zu bewerben.

Wie steht es um die Sicherheit bei Handrasenmähern?

Der Mäher ist auf manuelle Kraft angewiesen und seine Messer können sich nicht von alleine in Bewegung setzten, das macht den Umgang damit sehr sicher. Wenn man stehenbleibt, so tun es auch die Messer. Auch bei der Pflege und Wartung muss nicht darauf geachtet werden das der Stecker gezogen oder die Benzinzufuhr unterbrochen wird. Dies hat auch bei der Reinigung seine Vorteile.

Wie pflege ich einen Handrasenmäher?

Zum Glück ist die Pflege und Wartung nicht sehr aufwendig, sollte aber in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden, damit man auch auf langer Sicht Spaß an dem Gerät hat. Die Gängigkeit der Messer und Räder hängt maßgeblich von dem Zustand derselbigen ab, so sollte das Entfernen von Gras und Dreck eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn der Rasen zwischen den Messern oder den Rollen klebt, ist das einfachste zu warten, bis es getrocknet ist.Viel fällt dann schon von alleine ab. Den Rest kann man mit einer Bürste oder einem Feger ganz einfach entfernen. Am besten ist es ohne Wasser zu arbeiten, damit schont man auch die Gängigkeit.

Bewegliche Teile müssen hin und wieder auf ihre Beweglichkeit geprüft und mit Fetten beziehungsweise Schmiermittel gepflegt werden. Um Rost an den Messern zu vermeiden, kann man diese nach dem Benutzen auch mit Öl vorsichtig abreiben.

Alle zwei Jahre in etwa ist ein Schleifen der Messer nötig. Dies lässt man am besten von einem Fachmann machen. Sonst ist der Handrasenmäher, trocken untergestellt, ein Gerät, welches sehr viele Jahre seine Dienste verrichten kann.

Welcher Handrasenmäher ist der Richtige für mich?

Nicht jeder Garten ist gleich und so auch nicht der Anspruch die der Gärtner an sein Mähgerät stellt. Handrasenmäher eignen sich hervorragend für Menschen, die einen Ziergarten haben, der über keine großen Rasenflächen verfügt. Ein Handrasenmäher ist leicht und wendig, er kann schnell über Absätze, Treppen oder ähnliches hinweggehoben werden, und kommt auch mit engen Kurven und verschachtelten Rasenflächen sehr gut zurecht.

Zudem kommt das er nahezu Geräuschfrei ist, was auch ein Arbeiten in den Ruhezeiten oder an Feiertagen ermöglicht, ohne die Nachbarn zu erzürnen. Die gängigen Modelle werden bis einer Fläche von etwa 250 qm empfohlen, hier ist aber der persönlichen Fitness keine Grenzen gesetzt.

  • Handlichkeit

Je nach Steigung / Gefälle, Größe und Lage sowie Gegebenheiten des Rasens und der Kraft und Ausdauer des Bedieners, ist hier die Handlichkeit wichtig. Zu beachten ist ob der Mäher oft getragen / gehoben werden muss und wie aufwendig die Pflege des Grases ist. Die meisten Handrasenmäher sind sehr leicht, was einer guten Handhabung sehr entgegenkommt.

Mit einem Gewicht von etwa 7 – 23,5 Kg kommen die Mäher mehr oder weniger leicht daher. Wer mag, kann auf einen Handrasenmäher mit Akku zurückgreifen, der beim Antrieb hilft.

  • Schnittbreite

Hier muss entschieden werden wie breit der Handmäher für den Garten sein darf. Für enge Kurven oder Ecken eignen sich hier natürlich Geräte besser die eine geringe Schnittbreite haben, ab ca. 28 cm finden sich solche Geräte leicht. Hier ist natürlich auch wieder zu beachten das große Flächen damit mehr Zeit – und Kraftaufwand benötigen.

  • Schnitthöhe

Empfohlen wird, für den „perfekten“ englischen Rasen, eine Schnitthöhe von 3 cm. Einmal in der Woche gemäht, sind das die idealen Voraussetzungen für einen kraftvollen Wuchs. Eine Schnitthöhe von 1,2 – 10 cm ist auf dem Markt zu finden.

  • Messeranzahl

4 – 5 Messer ist die Messeranzahl der gängigsten Produkte. Diese sind heutzutage teilweise  schon  Antihaft – beschichtet und können gut gepflegt werden.

  • Zubehör

Für manche Modelle wird Zubehör, wie ein Grasfangkorb angeboten. Hierbei ist zu beachten dass das Gewicht proportional zu dem gemähten Gras steigt und auch entsorgt werden muss. Lässt man den Rasen einfach liegen, wird der Boden und die Pflanzen gleich gemulcht. Es gibt bei manchen Herstellern auch die Möglichkeit verlängerte Griffe zu  bekommen. Ersatz – Muttern und Schrauben, Ersatzklingen, Abdeckfolien und  Reinigungsgeräte sind ebenfalls erhältlich.

  • Höhenverstellbarer Griff

Ergonomisches arbeiten ist wichtig. Ein höhenverstellbarer Griff fällt darunter. Gerade wenn     sich vielleicht mehrere die Gartenarbeit teilen, sollte der Griff für jeden anpassbar sein, um den maximalen Kraft / Nutzaufwand gewährleisten zu können.

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Welcher Handrasenmäher ist der Beste im Vergleich?

Der AL-KO Spindelmäher Soft Touch 2.8 HM Classic schneidet im Handrasenmäher – Vergleich 2018 als Vergleichssieger mit der Note 1,1 (sehr gut) ab. Das Fliegengewicht von 7,5 Kg eignet sich für Rasenflächen bis zu 150 qm und hat eine Schnittbreite von 28 cm, welche erlaubt, auch in sehr engen Verhältnissen effektiv zu arbeiten.

Die Schnitthöhenverstellung ist hier 4 – stufig und kann von 3,5 – 1,4 mm variiert werden.

Die 5 Messerklingen mit dem Leichtlauf – Schneidsystem, welches besonders leise und ruhig läuft, ergänzen sich mit der berührungslosen Spindeltechnik für ein perfektes Schnittbild.

Einen Fangkorb sowie einen höhenverstellbaren Griff bringt der Soft Touch nicht mit, macht dies aber durch seinen günstigen Preis, ab 59,90 € wieder wett.

Den ersten Rang in der Klasse der Preissieger macht hier der Skil Handmäher Urban Series 0721 AA mit einer Benotung von 1,8 (gut).

Nur 6,1 Kg bringt er auf die Waage und kommt mit seiner Schnittbreite von 30 cm ebenfalls gut in kleinere Gebiete. Auch hier sind Flächen bis 150 qm empfohlen und die Schnittstelle lässt sich Stufenlos von 12 – 44 mm einstellen.

Er hat keinen Fangkorb und keinen höhenverstellbaren Griff, erzielte im Test aber optimale Arbeitsergebnisse, besitzt einen „Softgrip“ für besseren Halt und darf ein selbst schärfendes Messer sein eigen nennen. Er ist ab 60,10 € bereits zu haben.

Welche Vorteile hat ein Handrasenmäher?

Wie sein Erfinder Budding schon erwähnte, ist das Mähen des Rasens von Hand nicht nur eine körperliche Ertüchtigung die Spaß machen kann, sondern man tut auch der Umwelt etwas Gutes. Man ist seinem Garten innerlich „näher“ und die Luft wird auch nicht durch die Abgase der Benzinrasenmäher verpestet, auch gibt es kein Stromkabel, welches manchmal unglücklich übersehen und zerschnitten wird.

Handrasenmäher sind leise, was das Arbeiten auch an Sonn – und Feiertagen sowie Ruhezeiten ermöglicht und man braucht keine Raketenwissenschaft um sich selbst um die Pflege und Wartung des Mähers zu kümmern.

Zudem spart er Kosten. Er ist geeignet um in Gärten zu arbeiten die eng und / oder verwinkelt geschnitten sind. Auch mäht man nicht so schnell aus Versehen in ein angrenzendes Beet, man hat direkten Zugriff auf die Messer.

Der Anschaffungspreis liegt ebenfalls unter den herkömmlichen Rasenmähern, verrußte Filter, Zündkerzen oder brüchige Kabel gehören der Vergangenheit an.

Im Schnitt hat man ein Umweltgerechtes, „persönliches“, Wartungs- – und Reparaturarmes Gerät, welches leise und kostengünstig über Jahre treu an der Seite des Gärtners arbeitet, aber dennoch auf die persönlichen Anforderungen angepasst werden kann.

Wo soll ich meinen Handrasenmäher kaufen?

Während das Internet die Möglichkeit bietet, sich ausgiebig über alle Modelle zu informieren, hat der Handel natürlich den Vorteil der persönlichen Begutachtung. Hier kann man den Handrasenmäher selbst anfassen und erfahren, ob er zu einem passt.

Der Onlinehandel hat allerdings auch den Vorteil, dass man sich aktuell über Angebote informieren kann und vorab durch Filtersuchen das ausfiltern kann, was man so gar nicht braucht.

Wer sich schwer tut und einen Fachmann als Hilfe braucht, ist vielleicht doch besser im gewöhnlichen Handel aufgehoben. Beide können bei Bedarf das Gerät bis nach Hause liefern, wer Hilfe beim Aufbau braucht, der fährt dann doch eher in den Baumarkt.

Eine Mischung aus beidem ist wohl die Kundenorientierteste. – Vorab im Internet erkundigen und sich eine Übersicht verschaffen, um dann in der persönlichen Kommunikation alle restlichen Fragen beantwortet zu bekommen.

Wichtig ist, dass das Gerät zu einem passt. Beim Gewicht, in der Schnittbreite sowie in seiner Beschaffenheit. Rückenschmerzen oder Verspannungen durch die falsche Griffhöhe oder ein zu viel oder zu wenig der anderen Aspekte hemmen dann die Freude am Rasenmähen.

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