Hochbeet bepflanzen mit Kräutern

Lokale Lebensmittel werden beim Einkauf immer wichtiger. Auch die Herkunft, beispielsweise aus einem Bio-Betrieb nimmt für die Konsumenten an Wichtigkeit zu. Gleichzeitig steigt der Trend zum Eigenanbau, denn umweltfreundlicher und natürlicher geht es wirklich nicht. Perfekt für den Einstieg: Hochbeet bepflanzen mit Kräutern und anderen Schwachzehrern.

Das Hochbeet ermöglicht eine rückenschonende Pflege der Pflanzen und gibt eine gute Möglichkeit mit kleinen Experimenten anzufangen. Insbesondere Kräuter sind relativ anspruchslos: wenig Nährstoffe, viel Sonne und ein bisschen Pflege ringsherum. Der perfekte Hobbygarten für zwischendurch. Hier erfährst Du grundlegende Tipps und Informationen zum Hochbeet bepflanzen.

Hochbeet mit Kräutern bepflanzen – Schwachzehrer zum Schluss

Wenn Du in Deinem Garten bereits ein angelegtes Feld hast, dann wirst Du sicherlich schon von den Stark-, Mittel-, und Schwachzehrern gehört haben. Das ist ganz wichtig für die sogenannte „Fruchtfolge“. Damit bewirtschaftest Du den nährstoffreichen Boden so, dass alle Pflanzen optimal wachsen und der Boden selbst nicht ausgelaugt wird.

Wertvolle Mineralien und Nährstoffe bleiben erhalten, sodass man für viele Jahre einen kleinen Kräutergarten dort pflegen kann. Wie bereits erwähnt unterteilt man für die Fruchtfolge in drei Kategorien.

Im ersten Jahr pflanzt man die Starkzehrer, welchen, wie der Name es schon sagt, viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen um auszuwachsen und geerntet werden zu können. Ein beliebtes Beispiel ist dafür Kohl. Es gibt natürlich auch noch viele andere Pflanzenkulturen, welche ähnliche Eigenschaften aufweisen. Die Pflanzen kannst Du online genau überprüfen.

Nach dem ersten Jahr kommen im zweiten Jahr Mittelzehrer in den Boden. Im dritten Jahr kommen dann schlussendliche die Schwachzehrer, zu denen vor allem die Kräuter gehören. Im vierten Jahr soll man den Boden ruhen lassen, und Gründünger anbauen. Dieser Gründünger wird dann im Boden verarbeitet und sorgt für viele neue Nährstoffe.

Wann kann ich mein Hochbeet mit Kräutern bepflanzen

Theoretisch kannst Du bereits im ersten Jahr kleine Kräuter zwischensäen. Etwas Petersilie und Gartenkresse kann man immer mit einbringen, denn wenn Du es nicht erntest, kannst Du es gleich im Boden als Nährstoffquelle einarbeiten. Vorzugsweise werden die verschiedenen Kräuter zu den Mittelzehrern oder den Schwachzehrern gepflanzt.

Zu welchem Monat Du doch genau ein bestimmtes Kraut anbauen kannst, das solltest Du für das jeweilige Kraut heraussuchen können. Eine Vielzahl wird jedoch im Frühjahr angepflanzt. Insbesondere im Februar und März bilden sich Vorkulturen, sodass spätestens im Mai eine Direktaussaat erfolgen muss. Erntezeit ist dann der beginnende Herbst.

Belichtung für die Kräuter

Je nachdem, wo Du das Hochbeet aufgebaut hast, herrschen verschiedene Bedingungen für die Pflanzen. Vorzugsweise beschränken wir uns hierbei auf einen sonnigen Standort und einen halbschattigen Standort. Beide Belichtungsgrade sind perfekt für den Anbau von Kräutern. Schattige Plätze sind hingegen eher schwierig bis gar nicht bewirtschaften.

Halbschattengewächse

Natürlich kann nicht jeder in seinem Garten die perfekten Bedingungen von praller Sonne schaffen. Das soll Dich aber nicht daran hindern ein Kräuter-Hochbeet aufzubauen und zu pflegen. Viele Gartenkräuter wachsen nämlich auch besonders gerne im Halbschatten, sodass Du gleich die perfekte Küchenausstattung hast.

Die Halbschatten-Kräuter passen nämlich wunderbar zu grundlegenden Gemüsesorten. Beispielsweise kannst Du neben den Kräutern auch Zwiebeln, Porree oder Knoblauch anbauen. Nun, diese Gartenkräuter können mit in Dein Hochbeet:

  • Bohnenkraut
  • Borretsch
  • Bärlauch
  • Estragon
  • Gartenkresse
  • Kerbel
  • Knoblauchsrauke
  • Maggikraut
  • Petersilie
  • Rucola
  • Schnittlauch
  • Waldmeister
  • Zitronengras
  • Zitronenmelisse
Basilikum zählt zu den beliebten Hochbeet Kräutern
Basilikum zählt zu den beliebten Hochbeet Kräutern

Kräuter für den sonnigen Standort

Eine riesige Anzahl an Gartenkräutern fühlt sich an einem sonnigen Ort am wohlsten, weshalb das möglicherweise in Deiner Planung eines Hochbeets eine Rolle spielt. Zu den Sonnenanbetern unter den Kräutern zählt:

  • Anis
  • Basilikum
  • Currykraut
  • Dill (bzw. Gurkenkraut)
  • Estragon
  • Fenchel
  • Kamille
  • Kümmel
  • Majoran
  • Mauerpfeffer
  • Pimpinelle
  • Wermut
  • Zitronenstrauch

Natürlich dürfen wir auch die mediterranen Pflanzen nicht vergessen. Solche, wie:

  • Lavendel
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian

Das bringt nur etwas Mittelmeer-Flair in die Küche auch im Garten kann man nun ein wenig umgestalten.

Ein mediterranes Hochbeet gestalten

Das Hochbeet ist der ideale Raum für mediterrane Pflanzen im Allgemeinen. Der etwas magere und gut durchlässige Boden sorgen in Kombination mit einem sonnig warmen Standort für die perfekten Bedingungen. Neben mediterranen Kräutern kannst Du auch andere mediterrane Gemüsesorten anbauen, sodass Du als Fan der Küche Dich gut selbst versorgen kannst.

So passen folgende Pflanzen sehr gut zusammen:

  • Aubergine
  • Basilikum
  • Knoblauch
  • Lavendel
  • Oregano
  • Paprika
  • Peperoni
  • Rosmarin
  • Salbei
  • Thymian

Für die perfekte Abrundung kannst Du auch noch zierliche Tomaten und Zucchini anbauen. Damit hast Du die perfekte Rotation von Starkzehrer, Mittel- und Schwachzehrer und kannst das Hochbeet optimal bewirtschaften.

Hochbeet bepflanzen mit welchen Kräutern?

Nebst den Standortanforderungen, gibt es auch gewisse Anforderungen an die Nachbarpflanzen. Manche Kräuterkulturen kommen sehr gut miteinander aus und können ihr gegenseitiges Wachstum sogar fördern. Andere sollte man wiederum gar nicht nebeneinander pflanzen, da sich die Nährstoffgrundlage entziehen oder gleich alleine einpflanzen.

Viele Kräuter im Hochbeet lassen sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren.
Viele Kräuter im Hochbeet lassen sich gut mit anderen Pflanzen kombinieren.

Gute Kräuter-Kombinationen

  • Salbei ist der Allrounder für das Hochbeet. Im Allgemeinen verträgt er sich mit fast allen anderen Pflanzen und kann deren Wachstum fördern. Insbesondere bei Bohnenkraut und Oregano wird die Wirkung von Salbei deutlich.
  • Für einen ganz einfachen Kräutergarten braucht man theoretisch nur zwei Schwachzehrer: Basilikum und Rosmarin. Beide vertragen sich wunderbar miteinander.
  • Auch eine Kombination aus Boretsch, Dill, Kerbel, Petersilie und Majoran ergibt einen vielfältigen und gut harmonierenden Garten.
  • Etwas außergewöhnlich wird es mit Pimpernelle, Zitronenmelisse und Estragon, welche sich zu dritt auch sehr gut vertragen.

So solltest Du Dein Hochbeet nicht bepflanzen!

Keine guten Paare geben die folgenden Kräuter ab:

  • Majoran und Thymian
  • Basilikum und Melisse
  • Fenchel zu Koriander
  • Pfefferminze bei Kamille
  • Dill und Estragon

Das vorwiegende Problem an den jeweiligen Partnern ist die gleiche Nährstoffgrundlage. Sie entziehen sich gegenseitig die wichtigen Nährstoffe und beschränken damit natürlich das Wachstum. Eine erfolgreiche Ernte sieht so leider nicht aus.

Mit diesen Pflanzen sollte man nicht das Hochbeet bepflanzen

Neben schlechten Kombinationen, gibt es auch einfach Kräuter die lieber alleine stehen sollten. Sie beanspruchen viel Platz und entfalten sich in einem eigenem Topf wesentlich besser.

  • Wermut ist eine beliebte Pflanze im Kräutergarten, entwickelt sich aber inmitten anderer Pflanzen nicht sonderlich gut. Ein begrenzter Raum, wie das Hochbeet, ist keine ideale Lage für ihn.
  • Maggikraut braucht einfach sehr viel Platz zum Ausbreiten. Und diesen sollte man ihm auch geben, allerdings nicht in einem Hochbeet. Hast Du keinen anderen Platz, als das Hochbeet, dann baue Maggikraut zusammen mit Petersilie und Fenchel an, da diese das Wachstum fördern.
  • Lavendel ist nicht zwanghaft ein Einzelgänger. Zusammen mit Salbei hat man eine perfekte Kräuter-Kombination. Allerdings ist auch der Lavendel sehr platzhungrig, sodass man diese beiden Kräuter lieber separat pflanzen sollte.

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