Tomaten selber anbauen – Anzucht, Pflege und Ernte

Von der Anzucht bis zu Ernte - Tomaten selber ziehen

Tomaten selber anbauen ist gar nicht so schwer, wenn man einige Tipps zu Anzucht, Pflege und Ernte beachtet. Denn Tomaten sind sehr frost- und kälteempfindlich. Deshalb kultiviert der Gärtner sie meist im Gewächshaus. Es gibt aber auch Sorten, die man von Mitte Mai bis Oktober an einem sonnigen, geschützten Platz im Freiland anbauen kann.

Weil die Tomate von der Aussaat bis zur Reife je nach Lage vier bis fünf Monate braucht, muss man im März aussäen. Bei günstigem Wetter kann man sie ohne weiteres im unbeheizten Gewächshaus anziehen. Aber besser ist es, zu heizen.

Tomaten selber anbauen in Gewächshaus oder Frühbeet

Ausgepflanzt werden die Pflänzchen etwa Mitte April ins unbeheizte Gewächshaus oder Frühbeet, etwa Mitte Mai ins Freiland. Man kann aber auch vorgetriebene Setzlinge kaufen. Sie sollten kräftig, dunkelgrün und etwa 20 cm hoch sein. Schwache Pflanzen oder solche mit farnartig verkrüppelten Blättern sind ungeeignet, ebenso hellgrüne mit weiten Blattabständen, weil sie unter schlechten Lichtverhältnissen angezogen wurden, und rötlichgrüne, weil sie zu kalt standen.

Tomaten selber anbauen
Tomaten selber anbauen – Tipps zur Aufzucht und Pflege

Es gibt einige Sorten, die für das Tomaten selber anbauen in Frage kommen. Tomaten werden meist eintriebig als Stabtomaten gezogen, im Gewächshaus ausschließlich. Es gibt auch Zwerg- und Buschtomaten, die man im Freiland zieht. Zwergtomaten breiten sich auf dem Boden aus und werden nicht höher als 15 cm. Buschtomaten bilden sehr viele etwas überhängende Triebe aus.

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Anzucht von Sämlingen im Gewächshaus oder im Zimmer

Zum Tomaten selber anbauen kann man im März die Tomatensamen einen beheizten Vermehrungskasten (bei 15-18° C) oder in eine Handkiste oder in Töpfe mit Komposterde aussäen. Dann diese auf ein sonniges Fensterbrett oder ins Kleingewächshaus stellen. Bei der Aussaat in Handkisten beträgt der Abstand 2,5 cm. Man legt die Samen in ein V-förmig gefaltetes Stück Papier und schiebt sie einzeln mit der Spitze eines Bleistifts herunter.

Tomaten pikieren
Tomaten pikieren und vorziehen

Die Samen etwa 3 mm hoch mit Komposterde überstreuen und anschließend angießen. Dann deckt man die Kiste mit einer Glasscheibe und doppeltem Zeitungspapier ab. Sobald die Saat aufläuft (etwa nach acht oder zehn Tagen), entfernt man die Abdeckung und stellt die Sämlinge voll ins Licht.

Sobald sich die ersten Blattpaare ausgebildet haben, pikiert man die Sämlinge einzeln in 7-cm-Töpfe mit Komposterde, lässt diese im Gewächshaus oder am Fenster stehen und hält die Erde feucht. Wenn man in Töpfen aussät, legt man die Samen etwa 3 mm tief und in Abständen von 6 mm in die Erde; sonst geht man vor wie bei der Aussaat in Kisten.

Beim Ausdünnen lässt man nur  einen kräftigen Sämling pro Topf stehen. Etwa Anfang Mai beginnt man beim Tomaten selber anbauen mit dem Abhärten der Pflanzen und pflanzt sie dann aus.

Auspflanzen junger Tomaten ins Freiland

Man wählt für das Tomaten selber anbauen einen warmen, geschützten Platz an einer Mauer beispielweise. Außerdem sollten Sie den Boden einige Zeit vorher, möglichst schon im vorangegangenen Herbst, gründlich umgraben. Dann mit einer größeren Menge gut verrottetem Stallmist, Torf oder Gartenkompost versetzen. Außerdem vierzehn Tage vor dem Auspflanzen mit 50–70 g/m² eines Volldüngers angereichern.

Tomaten selber ziehen
Tomaten selber ziehen

Wenn die Frostgefahr vorüber meist nach Mitte Mai-, klopft man die Jungpflanzen aus den Töpfen, ohne den Erdballen zu beschädigen, und pflanzt sie so tief ein, dass der Ballen 1-2 cm unter der Erde liegt. Man setzt die Pflanzen in Abständen von 40 cm bei einem Reihenabstand von 75 cm. ist Bei Buschtomaten betragen die Pflanzabstände 60 cm.

Dann steckt man etwa 1,5 m hohe Holzpfähle oder Drahtwellstäbe neben den Wurzelballen tief in die Erde und gießt viel. Buschtomaten braucht man nicht abzustützen.

Entspitzen und Aufbinden der Pflanzen im Gewächshaus

Alle Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, müssen abgeschnitten oder ausgebrochen werden, bevor sie 5 cm lang sind. Die Blüten müssen Sie normalerweise nicht künstlich bestäuben, wenn Sie für eine ständige Luftbewegung sorgen. Man sollte die Bestäubung jedoch unterstützen, indem man möglichst um die Mittagszeit gegen die Stützvorrichtung klopft, damit sich der Pollen löst und auf die Narben herabfällt.

Wenn sich sechs Fruchtstände ausgebildet haben, unterbricht man das Wachstum der Pflanze, indem man den Vegetationspunkt (Gipfeltrieb) oder aber alle über dem sechsten Fruchtstand liegenden Blütenstände abschneidet, damit die gebildeten Nährstoffe den Früchten zugute kommen.

Tomaten ausgeizen
Tomaten ausgeizen

Man kann die Tomaten an Pfählen anbinden oder an senkrechten Schnüren befestigen, die man an einem waagrechten Spanndraht befestigt, der etwa 1,8 m über dem Boden von einer Stehwand zur anderen gezogen wird. Das untere Ende der Schnüre befestigt man an der Basis der Pflanzenstiele. Man braucht dann die heranwachsende Pflanze nur um die Schnur zu winden.

Die Schnur sollte nicht zu straff gespannt sein, weil sich die Pflanzen in dem frisch gelockerten Boden später setzen und sich dabei an der straffen Schnur aufhängen können.

Anbau von Tomaten im Gewächshaus

Wenn man ausreichend Platz hat, kann man das Tomaten selber anbauen im unbeheizten Gewächshaus durchführen und so ihre Entwicklungszeit verlängern. Das Gewächsbeet düngt man im Winter mit Mist oder Kompost. Wenn die Jungpflanzen 15-20 cm groß sind, nimmt man sie aus den Töpfen und pflanzt sie in Abständen von 30 cm in der Reihe. Der Reihenabstand beträgt 60 cm.

Nach dem Einpflanzen wird angegossen. Danach genügt eine gründliche Bewässerung ein- oder zweimal in der Woche.

Schäden, die bei Tomaten auftreten können

Braunfleckigkeit

Die Oberseiten der Blätter haben gelbe Flecken, an den Unterseiten sitzt ein rötlichbrauner Schimmelbelag. Meist tritt der Befall ab Juni auf; er wird durch einen Pilz verursacht. Das Gewächshaus gut lüften. Nach sehr starkem Befall das Gewächshaus desinfizieren. Resistente Sorten pflanzen

Viruserkrankung

Das Wachstum ist gehemmt, die Blätter sind mosaikartig gefleckt, missgebildet und streifig. Die Ernte ist gering. Befallene Pflanzen ausgraben und verbrennen. Blattläuse und Blasenfüße bekämpfen, weil sie die Krankheit verbreiten.

Blütenendfäule

Ein runder, brauner oder schwarzer Fleck tritt am Blütenende der Früchte auf und breitet sich gelegentlich in die Frucht aus. Vor allem, wenn die Früchte schwellen, den Boden nie austrocknen lassen.

Kraut- und Braunfäule

Pilzerkrankung der Freilandpflanzen. Die Blätter haben braune Flecke und einen weißlichen, pelzigen Schimmelrasen an der Unterseite. Die Blätter welken, die Früchte faulen. Vorbeugend spritzen, sobald sich die ersten Früchte ausbilden. Vor allem bei trockenem Wetter die Spritzung alle 10–14 Tage wiederholen.

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Insektenschäden

Die Weiße Fliege und die Rote Spinne saugen gelegentlich den Saft der Pflanzen unter Glas und im Freiland. Die kleine Weiße Fliege befällt die Unterseite der jungen Blätter oder ruft gelbe Flecken an älteren Blättern hervor. Die Milben der Roten Spinne lassen helle Tupfen auf den Oberflächen der Blätter zurück, die dann vergilben und absterben. Stark befallene Pflanzen sind von einem seidigen Gespinst überzogen. Blattläuse (schwarze und grüne) und Blasenfüße können vor allem bei trockenem Wetter im Freien und im Gewächshaus großen Schaden anrichten.

Tomaten Schädlinge
Tomaten Schädlinge

Andere Schäden

Die Sämlinge können von der Stengelfäule (Umfallkrankheit) befallen und von Schnecken gefressen werden.

Pflege von Tomaten im Freiland

Bei sehr trockenem Wetter müssen die Tomaten regelmäßig und häufig gegossen werden. Sonst sollten sie jedoch nicht zu viel Wasser bekommen. Bei unregelmäßiger Wasserversorgung platzen die Früchte oft auf.

Wenn sich auf dem ersten Blütenstand Früchte ausgebildet haben, düngt man einmal in der Woche mit einem Blaukornvolldünger, von dem man ca. 30 g/m2 ausstreut oder, besser, in 10 i Wasser auflöst und auf etwa 1-1,5 m2 verteilt.

Nach der Düngung hält man den Boden feucht, damit die Pflanzen die Nährstoffe aufnehmen können. Bei Stabtomaten bindet man den heranwachsenden Haupttrieb mit Schnur oder Bast am Stab fest.

Alle Schößlinge, die in den Blattachseln austreiben, werden entfernt (ausgegeizt), bevor sie 5 cm lang sind. Wenn die Tomaten fünf Blütentrauben ausgebildet und sich die Früchte angesetzt haben, schneidet man den Gipfeltrieb zwei Blätter oberhalb des höchsten Fruchtstandes ab, damit sich keine weiteren Blüten mehr ausbilden und die Früchte ausreifen können.

Noch besser ist es aber, wenn man die Pflanzen weiterwachsen lässt und alle sich neu bildenden Blütentrauben ausbricht. Dann produzieren die jungen Blätter Nährstoffe und geben sie an die heranwachsenden und reifenden Früchte weiter.

Buschtomaten werden nicht angebunden, und man lässt den Haupttrieb und die Seitentriebe ungehindert wachsen. Um Buschtomaten legt man Stroh, Plastikfolie usw., damit die Tomaten der unteren Fruchtstände nicht mit dem Boden in Berührung kommen. Dadurch können auch Unkräuter nicht aufkommen, und außerdem bleibt, was wichtig ist, die Feuchtigkeit im Wurzelbereich erhalten.

Nachreifen und Ernten von Tomaten im Freiland

Man pflückt Tomaten, indem man sie in die hohle Hand nimmt und mit dem Daumen den Stiel darüber abbricht. Bevor der erste Frost einsetzt, schneidet man alle unreifen Fruchtstände ab und legt sie zum Nachreifen auf ein Fensterbrett in einen geschlossenen Raum oder einfach in Papier eingewickelt in einen dunklen Schrank.

Man kann auch Plastikfolie oder Stroh um die Pflanzen breiten, die ganzen Pflanzen auf die Unterlage legen und mit einem Folientunnel abdecken. Man muss nur gut lüften, damit sich kein Kondenswasser bildet. Sonne ist zum Nachreifen nicht erforderlich, nur Wärme ist wichtig.

Bei starker Sonneneinstrahlung schrumpfen die Tomaten und werden ungenießbar. Eine weitere Möglichkeit ist, die Pflanzen mit den Wurzeln auszugraben, die Blätter zu entfernen und sie dann kopfüber im Gewächshaus aufzuhängen. Anbau von Tomaten in Töpfen oder Kisten Wenn man im Garten oder Gewächshaus keinen geeigneten Platz hat, kann man Tomaten auch in Gefäßen ziehen, die man auf ein sonniges Fensterbrett vor einem Zimmer oder auf einen Balkon oder auf eine sonnige Terrasse stellt.

Man verwendet 25-cm-Töpfe oder Kübel, die mit einem Gemisch aus zwei Teilen guter Erde und einem Teil Torfmull oder mit Komposterde gefüllt werden. Wenn die Sämlinge in Kisten angezogen wurden, pikiert man sie in 7-cm-Töpfe, lässt sie dort etwa drei Wochen weiterwachsen und pflanzt sie dann in das endgültige Gefäß.

Tomaten gießen
Tomaten gießen – Niemals direkt auf die Pflanze oder Tomaten Wasser geben.

Man hebt mit dem Handspaten in der Erde des Behälters ein Pflanzloch aus, indem der unbeschädigte Wurzelballen bequem Platz hat, setzt die Pflanze ein und drückt die Erde fest. Dann wird die Pflanze angegossen. Topfpflanzen brauchen mehr Wasser und Dünger als Pflanzen, die im Freiland oder Gewächshausbeet gezogen werden.

Meist müssen sie einmal am Tag – bei warmem Wetter sogar zweimal gegossen werden, wobei man dem Gießwasser einmal wöchentlich einen Flüssigdünger zusetzt, und zwar 2 g/l Wasser. Die Pflanzen werden wie Stabtomaten im Freiland angebunden Wenn sich die Früchte an den Blütenständen auszubilden beginnen, deckt man die Erde nochmals mit Kompost oder Torf ab. Danach wird kräftig gegossen, damit sich die Erde etwas setzen kann.

Wissenswertes über Tomaten Pflanzen


Die Heimat der Tomaten Pflanzen sind die Anden in Südamerika. Ihr lateinischer Name lautet Lycopersicon esculentum, was mit „essbarer Wolfspfirsich“ übersetzt werden kann. Im Ursprung waren die Tomaten nicht größer als Kirschen. Die Zucht von größeren Tomaten wurde bereits von den Azteken und Mayas durchgeführt.

Kolumbus war es, der 1498 die Tomaten Pflanzen nach Europa brachte. Es gab jedoch wenig Menschen, die sich trauten, diese gelb schalige Frucht zu essen. Die Angst vor einer Vergiftung war zu groß. Die Europäer gaben dieser Frucht den Beinamen Liebes- oder Paradiesapfel und er wurde für den „Liebeswahn“ verantwortlich gemacht. Die Italiener begannen schließlich im sechszehnten Jahrhundert damit, die Tomate zu kultivieren.

In Deutschland begann man erst im Jahre 1890 mit dem Anbau von Tomaten Pflanzen. Heute wird die Tomate größtenteils importiert, zählt aber in Deutschland zu der meist verzehrten Gemüsesorte. Natürlicherweise ist die Tomate mehrjährig, wird aber zum Anbau als einjährige Pflanze kultiviert. Die Früchte dieses Nachtschattengewächses entwickeln sich an einer Pflanze unterschiedlich schnell. So befinden sich an einer Pflanze reife und unreife Tomaten.

Tomaten Pflanzen anbauen

In Deutschland sollte man die Tomaten aufgrund der Klimabedingungen vorziehen. Dies geschieht im Gewächshaus, im Pflanzkasten oder im Frühbeet. Ausgepflanzt werden sie erst, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und die Pflanzen ein paar Zentimeter hoch sind. Eine gute Zeit zum Auspflanzen ist der Mai.

Der optimale Boden für Tomaten Pflanzen ist ein sandiger Lehmboden. Die Pflanzen müssen gedüngt werden und der Boden sollte nicht zu feucht gehalten werden. Die Tomaten Pflanzen werden an einen Stock gebunden. Der Stamm würde sonst durchbrechen, vor allem weil das Gewicht durch die Tomaten ab Juni oder Juli sehr hoch wird.

Mittlerweile gibt es fast unzählige Tomatensorten. Im Gartencenter kann der Gartenfreund eine große Auswahl vorfinden. Sehr beliebt ist die kleine Cocktailtomate mit ihrem süßlichen Geschmack.

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Ein Kommentar

  1. Aus den Anden kommen nicht nur Tomaten + Kartoffeln, sondern auch die
    YACON
    sie ist bei uns noch immer nicht so bekannt wie die Tomaten + Kartoffeln,
    aber wer einmal von der Wurzel genascht hat, ist angenehm überrascht von dem angenehmen Aroma,
    es gibt aber eine Seite darüber wie sie angebaut wird + eine Bezugsquelle
    das ist sehr umfangreich,

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