Orchideen schneiden – Anleitung zum Rückschnitt

Orchideen zählen zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und begeistern mit eleganten Blüten und großer Artenvielfalt. Damit sie regelmäßig neue Blüten bilden, ist der richtige Rückschnitt entscheidend. Viele Hobbygärtner sind unsicher, wann und wie sie Orchideen schneiden sollten, ohne der Pflanze zu schaden. Tatsächlich geht es weniger um einen klassischen Rückschnitt als um gezieltes Ausputzen abgestorbener Pflanzenteile. Wer Zeitpunkt, Technik und Werkzeug kennt, fördert die Vitalität der Pflanze und verlängert die Blühdauer deutlich. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Orchideen fachgerecht geschnitten werden.

Orchideen schneiden – Anleitung zum Rückschnitt
Orchideen schneiden – Anleitung zum Rückschnitt

Das Wichtigste in Kürze zum Orchideen schneiden

  • Orchideen werden nicht stark zurückgeschnitten, sondern gezielt ausgeputzt
  • Der beste Zeitpunkt ist etwa drei Wochen nach der Blüte
  • Braune Blütenstängel werden vollständig entfernt, grüne nur teilweise
  • Wurzeln schneidet man nur beim Umtopfen und nur bei Fäulnis
  • Sauberes, scharfes und desinfiziertes Werkzeug ist zwingend erforderlich

Wie schneidet man Orchideen richtig?

Orchideen werden nach der Blüte vorsichtig ausgeputzt, indem vertrocknete Blütenstängel, abgestorbene Wurzeln und gelbe Blätter entfernt werden. Geschnitten wird nur mit sauberen, scharfen Werkzeugen, um Krankheiten zu vermeiden und die Neubildung von Blüten zu fördern.

Wie sollte man Orchideen schneiden?

Orchideen erleben zur Zeit einen wahren Aufschwung. Die Tropenschönheiten zählen zu den beliebtesten Mitbringseln überhaupt. Die Schönheit und die vielfältigen Formen und Farben der Blüten machen sie so beliebt. Viele Sorten der beliebten Zimmerpflanzen sind in ihrer Pflege unkompliziert. Die meisten im Handel angebotenen Orchideen können einfach auf der Fensterbank gehalten werden. Allerdings muss man auch hier ihre Ansprüche an die Pflege und Standort berücksichtigen.

So vertragen Orchideen keine pralle Sonne, mögen aber eine Heizung unter dem Fenster. Bei der Wahl des Standorts ist dies demnach zu berücksichtigen. Wichtig ist aber auch eine entsprechende Luftfeuchtigkeit und Temperatur, das richtige Substrat und natürlich spielt auch das Gießen eine große Rolle. Werden die Bedürfnisse der Orchidee berücksichtigt, kann man sich lange an einer herrlichen Blütenpracht erfreuen.

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Daneben gibt es aber auch die unterschiedlichsten Orchideenzüchtungen für den Garten, wie der Frauenschuh, der Stendelwurz, das Knabenkraut und auch winterharte Erdorchideen.

Für schöne Blüten ist aber nicht nur der Standort und die Pflege wichtig, mitunter ist auch eine Rückschnitt notwendig.

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Der beste Zeitpunkt zum Orchideen schneiden

Man kann beim Schneiden von Orchideen generell nicht direkt von einem Rückschnitt sprechen, lediglich eher von Ausputzen. Davon betroffen sind vertrocknete und verfaulte Pflanzenteile wie Blütenstängel, Blätter und Wurzeln.

  • Nach einer Wartezeit von drei Wochen nach der Blüte sollten die Orchideen geschnitten werden.
  • Das Beschneiden der Wurzel erfolgt alle zwei bis drei Jahre beim Umtopfen.
  • Vergilbte, verwelkte Blätter und Blüten müssen regelmäßig entfernt werden.
  • Der richtige Rückschnitt fördert die Blütenbildung. Die Blütenfülle wird sichtlich vermehrt.

Orchideen richtig schneiden

Nach der Blütezeit fallen in der Regel die Blüten von alleine ab. Übrig bleibt dann ein leerer Stengel. Meist ist dieser noch grün, da sich mitunter nochmals Blüten bilden. Allerdings muss er komplett an seiner tiefsten Stelle entfernt werden, wenn er sich braun verfärbt hat. Sollte dabei allerdings nur ein Stück der Rispe verfärbt sein, erfolgt der Schnitt oberhalb des lebenden Stengels.

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Gelbe, vertrocknete Blätter müssen ebenfalls entfernt werden. Aber niemals mit einer Schere abschneiden. Meist fallen sie von alleine ab oder lassen sich ohne Kraftaufwand herausziehen.

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Das Schneiden einer Orchidee erstreckt sich auch auf die Wurzeln. Beim Umtopfen nach dem Entfernen der Erde werden dünne oder angefaulte Wurzeln vorsichtig mit der Schere abgetrennt. Dabei darf man gesunde Wurzeln nicht beschädigen.

Ein Rückschnitt kann auch erforderlich sein, wenn der Stamm sich braun färbt. Es müssen dann alle betroffenen Stammteile entfernt werden. Dazu schneidet man ein bis zwei Zentimeter über dem Auge der Orchidee.

Werkzeug zum Schneiden von Orchideen

Geeignet für das Schneiden von Orchideen sind eine Schere und auch Messer, wobei die Schere nur zum Schneiden der Wurzeln eingesetzt wird. Zum Schneiden der anderen Pflanzenteile wird das Messer verwendet, so werden Quetschungen an der Pflanze verhindert.

Man achte darauf, das die Schneidwerkzeuge auch scharf sind. Orchideen sind ja sehr anfällig gegenüber von Krankheiten, Pilzinfektionen und Schädlingen. Daher ist es wichtig, dass das verwendete Werkzeug auch dementsprechend sauber ist. Es ist ratsam die Schere oder das Messer vor dem Rückschnitt mit Alkohol oder kochendem Wasser zu desinfizieren, dann haben Keime und Pilze keine Chance.

Orchideenarten richtig schneiden: Unterschiede beachten

Nicht alle Orchideen werden gleich geschnitten, da sich ihr Wuchs- und Blühverhalten unterscheidet. Besonders verbreitete Phalaenopsis-Orchideen können aus grünen Blütenstängeln erneut austreiben, weshalb hier ein teilweiser Rückschnitt sinnvoll ist. Andere Arten wie Dendrobium oder Cymbidium bilden ihre Blüten ausschließlich an neuen Trieben. Bei ihnen wird der alte Blütenstängel immer vollständig entfernt. Wer diese Unterschiede nicht beachtet, riskiert eine ausbleibende Blüte. Deshalb ist es wichtig, die eigene Orchideenart zu kennen. Ein Blick auf das Pflanzenschild oder eine kurze Recherche kann hier entscheidend sein. Artgerechtes Schneiden erhöht die Blühwahrscheinlichkeit deutlich.

Warum der richtige Schnitt die Blütenbildung fördert

Orchideen schneiden - Anleitung zum Rückschnitt
Orchideen schneiden – Anleitung zum Rückschnitt

Der Rückschnitt lenkt die Energie der Orchidee gezielt in neue Wachstumspunkte. Entfernte, abgestorbene Pflanzenteile verbrauchen keine Nährstoffe mehr. Dadurch kann die Pflanze Kraft für neue Knospen sammeln. Besonders das Schneiden über einem schlafenden Auge aktiviert oft neue Seitentriebe. Gleichzeitig wird das Risiko von Krankheiten reduziert, da faulende Pflanzenteile entfernt werden. Ein gezielter Schnitt wirkt somit wie ein Neustart für die Pflanze. Wichtig ist jedoch, Geduld zu haben, da Orchideen natürliche Ruhephasen benötigen. Neue Blüten zeigen sich oft erst Wochen oder Monate später.

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Typische Fehler beim Orchideen schneiden vermeiden

Ein häufiger Fehler ist das Abschneiden grüner Blütenstängel ohne Notwendigkeit. Dadurch verschenkt man die Chance auf eine zweite Blüte. Ebenso problematisch ist stumpfes oder unsauberes Werkzeug, das Quetschungen und Infektionen verursacht. Auch gesunde Wurzeln werden oft irrtümlich entfernt, obwohl sie essenziell für die Wasseraufnahme sind. Gelbe Blätter sollten niemals gewaltsam abgetrennt werden. Stattdessen lässt man sie von selbst abfallen. Zu frühes Schneiden direkt nach der Blüte schwächt die Pflanze zusätzlich. Wer diese Fehler vermeidet, erhält dauerhaft gesunde Orchideen.

Orchideen nach dem Rückschnitt richtig pflegen

Nach dem Schneiden braucht die Orchidee eine Erholungsphase. In dieser Zeit sollte sie nicht umgestellt oder gedüngt werden. Mäßiges Gießen ist ausreichend, Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung unterstützt die Regeneration. Auch eine gleichmäßige Raumtemperatur ist wichtig. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Wurzelwachstum und die Blattgesundheit. Nach einigen Wochen kann langsam wieder mit dem Düngen begonnen werden. Diese Nachsorge entscheidet maßgeblich über die nächste Blüte.

Wann ein Rückschnitt bei Stammfäule notwendig ist

Verfärbt sich der Stamm einer Orchidee braun oder weich, besteht akuter Handlungsbedarf. Ursache ist meist Staunässe oder eine bakterielle Infektion. In diesem Fall müssen alle betroffenen Pflanzenteile großzügig entfernt werden. Der Schnitt erfolgt stets in gesundes, festes Gewebe hinein. Danach sollte die Schnittstelle gut abtrocknen können. Gießen wird für einige Tage reduziert. Zusätzlich empfiehlt sich ein Standort mit guter Luftzirkulation. So kann sich die Orchidee stabilisieren und weitere Schäden werden verhindert.

Werkzeugpflege und Hygiene als Erfolgsfaktor

Sauberes Werkzeug ist beim Orchideen schneiden unverzichtbar. Schon kleinste Keime können schwere Schäden verursachen. Scheren und Messer sollten vor jedem Schnitt desinfiziert werden. Alkohol oder kochendes Wasser eignen sich dafür besonders gut. Auch zwischen mehreren Pflanzen ist eine erneute Reinigung sinnvoll. Scharfe Klingen sorgen für glatte Schnittflächen, die schneller verheilen. Quetschungen werden so vermieden. Wer auf Hygiene achtet, schützt seine Orchideen nachhaltig vor Krankheiten.

Orchideen schneiden Video

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