Algen von Stein entfernen – So werden Pflastersteine wieder ansehnlich

Viele Menschen greifen bei der Beseitigung von Algen und Moos oft zur Chemiekeule. Allerdings ist dieser äußerst schädliche Prozess oftmals gar nicht notwendig, da es viele gute Alternativen gibt. Dabei handelt es sich sowohl um effiziente als auch um umweltfreundliche Methoden, um Moos und Algen entfernen zu können.

Mit der Bürste gegen Algen auf Steinen

Wenn es man will, dass etwas richtig funktioniert, dann muss man selbst Hand anlegen. So könnte man diese klassische Methode zum Entfernen der grünen Ablagerungen betiteln. Allerlei Stein- und auch Holzböden können mit einem Schrubber und etwas Kraft bearbeitet werden.

Bei einem leichten Befall genügt es häufig schon mit einer trockenen Bürste zu arbeiten. Ist die Fläche jedoch mit einer hartnäckigen Schicht Grünspan überzogen, dann sollte man zumindest Wasser mit dazu nehmen. Einige kleine Hausmittel können die Arbeit auch zusätzlich erleichtern.

Profi-Fugenbürsten bei Algenbelag

Anstelle eines gewöhnlichen Schrubbers, können Sie auch zu Spezialprodukten greifen. Diese speziellen Werkzeuge erleichtern das Entfernen von Moos und anderem Belag um ein vielfaches. Plattenfugen, Mauerkanten, Terassenborden und vieles mehr lässt sich mit dem ausgefeilten Fugenbürsten reinigen.

Grund dafür sind zusätzliche Kratzkanten und verstärkte Borsten, welche weitaus kraftvoller den Belag entfernen. Außerdem sind die Utensilien mit einem Teleskopstab ausgerüstet, was ein rückenschonendes Arbeiten ermöglicht.

Mittlerweile gibt es sogar elektronische Varianten, welche die Arbeit nochmal um einiges erleichtern. Kein mechanisches Druckausüben mehr, da die Bürste von selbst arbeitet. Eine super schnelle und äußerst effiziente Variante für sichtbare Ergebnisse, ohne dabei auf Kosten von Knien und Rücken zu arbeiten.

Der Hochdruckreiniger gegen Algen auf Steinplatten

Sie suchen nach einer einfachen und effizienten Methode, welche nicht sonderlich viel Vorbereitung benötigt? Dann lassen Sie den Hochdruckreiniger die Arbeit erledigen. Auf großflächigen Ebenen, wie beispielsweise auf Steinplatten, lassen sich die Verunreinigungen ganz leicht entfernen. Dabei schadet man Untergrund auch nicht, insofern man auf chemische Reinigungszusätze verzichtet.

Größtenteils werden die Ablagerungen sowieso durch den Druck abgespült, sodass ein chemischer Zusatz eher wie ein Tropfen auf dem heißen Stein wirkt. Verzichtest Du also auf radikale Mittel, kannst Du diese Methodik problemlos anwenden, ohne der Umwelt zu schaden.

Video: Pflastersteine ohne Hochdruckreiniger reinigen, nur mit Wasser und Bürste

Beachte jedoch, dass der Hochdruckreiniger nicht auf jeder Oberfläche angewendet werden kann. Während unempfindliche Böden, wie beispielsweise Steinplatten reibungslos zu reinigen sind, bekommen wir bei beschichten Untergründen ein Problem.

Sandsteinplatten, Holzböden und auch Fliesen sollten Sie lieber nicht mit einem Hochdruckreiniger bearbeiten. Jede Reinigung führt zu unerkennbaren haarfeinen Rissen, welche nicht nur nachhaltig die Struktur zerstören, sondern auch einen erweiterten Lebensraum für Algen und Moos schaffen. Bedeutet also, dass man noch öfter den Boden behandeln muss.

Ein Teufelskreis also.

Für die schwierigen Fälle: der Gasbrenner

Manchmal hilft alles nicht mehr und man muss die ganzen harten Geschütze aufwarten. Besonders, wenn Moos zwischen Wegplatten empor wächst, bekommt man ihn nur mit großer Mühe entfernt. Ein Gasbrenner macht kurzer Prozess: Egal ob das Moos auf dem Weg wächst, oder sich noch in den Rinnen zwischen den Steinen versteckt – alles ist gut erreichbar und schnell verbrannt.

Sicherlich können Sie sich vorstellen, wie schnell die Pflanzen bei den Flammen eingehen. Bereits bei 60 bzw. 70 °C gerinnt das Eiweiß in den Pflanzenzellen. Erhöht man die Temperatur auf 110 °C platzen die Zellen auf, da die Ausdehnung durch den entstehenden Wasserdampf zu groß wird. Man muss also nicht perfide auf die Stelle draufhalten. Ein kurzes Erwärmen reicht, um die Pflanzen zu beseitigen.

Nach einigen Stunden sollten sie dann eingehen, sodass sie einfach weggefegt werden können, oder der Wind sie wegpustet. Halten sich die Pflanzen jedoch noch wacker, dann ist eine Nachbehandlung möglich, oder Sie greifen zu einem anderen hier beschriebenen Mittel.

Natürlich ist das Feuer nicht empfehlenswert für Holzböden und etwaige anderen empfindlichen Untergründe. Auch hier gilt, dass eine Bearbeitung von Steinplatten und ähnlichem wunderbar funktioniert.  Allerdings sollten Sie dementsprechend Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um Schäden zu vermeiden.

Algen und Moos entfernen: Hausmittel

Tolle Alternativen zur umweltschädlichen Chemie bieten verschiedene Hausmittel, welche auch Sie sicherlich noch irgendwo in Schränken vergraben haben. Die entstehenden Reinigungsmittel belasten die Umwelt nicht, sodass Sie diese bedenkenlos und ohne Einwilligungen im Garten anwenden können.

Hausmittel gegen Algen – Waschsoda und Natron

Waschsodas stellt als „reines Soda“ ein umweltfreundliches Mittel gegen Algen und auch gegen Moos dar. Dabei braucht man wirklich nicht viel Soda, da bereits 15 bis 20 Gramm einen 10 Liter Wasserbehälter auffüllen. Während Du die Laugen-Lösung zusammenstellst, solltest Du unbedingt aufpassen.

Soda ist sehr fein und kann dadurch auch schnell verfliegen. Dementsprechend sollten Sie vorsichtig vorgehen, um den Kontakt mit Augen, Atemwegen und Schleimhäuten zu vermeiden. Zusätzlich ist beim Einsatz darauf zu achten, dass trockenes Wetter herrscht. Die Lösung muss über mehrere Stunden (mindestens 24 Stunden) einwirken, und sollte nicht durch Witterung ausgespült werden.

Wie wende ich Natron gegen Bodenbelag an?

Das ist eigentlich ganz leicht. Für die Anwendung empfiehlt sich eine Sprühflasche oder eine Gartenspritze. In den meisten Gartenspritzen haben etwa 10 Liter Platz. Auf diese 10 Liter fügen Sie nun noch 15-20 Gramm des Sodas hinzu. Bevor Sie diesen Mix nun austragen, sollten die zu behandelnden Flächen vorbearbeitet sein.

Bei Moos empfiehlt es sich diesen etwas zu lockern, sodass das Mittel schneller und besser eindringen kann. Nun können Sie mit der Sprühflasche die Natronlauge auf die Fläche bringen. Die Pflanzen sollten vollständig mit der Flüssigkeit bedeckt sein. Nun lassen Sie die Flüssigkeit für mindestens 24 Stunden einwirken. Am besten sind sogar mehrere Tage.

Nach dieser Einwirkzeit können Sie die Überreste einfach wegspülen, oder auf den nächsten Regen warten. Diese spült die Rückstände der Natronlauge auch einfach weg. Ziemlich anwendungsfreundlich, oder?

Essig gegen Moos und Algen auf Steinen

Solltest Du gerade kein Waschsoda parat haben, dann aber sicherlich Essig. Es ist genauso ein effektives Hausmittel um jeglichen grünen Belag zu entfernen. Allerdings gibt es bei der Säure einen kleinen Haken, da sie nicht auf jede beliebige Oberflächen aufgetragen werden kann. So solltest Du zur Behandlung von Steinplatten und von Naturstein auf keinen Fall Essig nehmen.

Die Säure wirkt aggressiv auf die Oberfläche in, was diese wiederum beschädigt und zerstören kann. Zusätzlich ist die Anwendung Essig, Essigessenz sowie Zitronensäure auf versiegelten Flächen in manchen Bundesländern verboten. Essig wird nämlich als gewässerschädigend eingestuft. Essig eignet sich am besten bei der Säuberung von Kübeln, Gartenmöbeln und sonstigen Accessoires.

Wie benutze ich den Essig gegen Grünspan?

Die Anwendung ist sehr leicht. Essig mit 5% Säure wird pur auf einen Lappen gegeben. Am besten so, das der Lappen nahezu damit getränkt ist (Achtung! Sie sollen den Lappen noch anfassen können.). Diese Lappen legen sie nun auf die zu behandelnde Stelle und warten einige Zeit. Die Wartezeit hängt von der Oberfläche ab, denn je empfindlicher diese ist, desto kürzer sollte man den Lappen einwirken lassen.

Danach wischt man den gelösten Belag einfach samt Lappen ab. Den gebrauchten Lappen biete gründlich ausspülen, bevor Sie ihn nochmal verwenden. Die behandelte Fläche sollte auch gründlich abgespült werden. Verbleibende Überreste können sonst für einen unangenehmen Geruch sorgen, was gerade bei Sitzmöbeln eher unerwünscht ist.

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