Buschbohnen anbauen leicht gemacht: Top-Tipps für Ihren Garten

Die Buschbohnen, auch als Gartenbohnen bekannt, sind eine äußerst beliebte Gemüsepflanze, die einfach anzubauen ist und köstliche Ergebnisse liefert. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt Buschbohnen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon anpflanzen können, welche Voraussetzungen für das optimale Wachstum notwendig sind und wie Sie die besten Erträge erzielen. Tauchen Sie ein in die Welt des Buschbohnenanbaus und lassen Sie sich von den vielfältigen Möglichkeiten und nützlichen Tipps inspirieren. Ganz gleich, ob Sie ein erfahrener Gärtner sind oder gerade erst beginnen, wir haben wertvolle Informationen für jeden.

Buschbohnen anbauen leicht gemacht: Top-Tipps für Ihren Garten
Buschbohnen anbauen leicht gemacht: Top-Tipps für Ihren Garten

Das Wichtigste zum Buschbohnen anbauen in Kürze:

  1. Standort & Boden: Sonnig bis halbschattig, humusreicher, gut durchlässiger Boden.
  2. Aussaat: Direkt ins Freiland von April bis Juli, Reihenabstand 40–50 cm.
  3. Pflege: Gleichmäßig feucht halten, Unkraut entfernen, Stützen optional.
  4. Ernte: Nach 8–10 Wochen, jung und zart pflücken für besten Geschmack.
  5. Töpfe geeignet: Mindesttiefe 30 cm, gute Drainage erforderlich.

Buschbohnen-Sorten: Die richtige Wahl für Ihre Bedürfnisse

Die Auswahl der richtigen Buschbohnensorte ist entscheidend für eine erfolgreiche Ernte. Es gibt viele verschiedene Sorten, die sich in Wuchsform, Geschmack, Farbe und Erntezeit unterscheiden. Für eine frühe Ernte eignet sich zum Beispiel die Sorte ‘Saxa’, die bereits nach 6–7 Wochen erntereif ist. Wer eine außergewöhnliche Farbvariante sucht, kann auf ‘Purple Queen’ zurückgreifen – eine lila Bohne, die sich beim Kochen grün verfärbt. Für eine besonders ertragreiche Ernte ist ‘Maxi’ eine gute Wahl, da sie kompakt wächst und viele Schoten bildet.

Eine wichtige Unterscheidung ist außerdem, ob Sie eine Sorte mit fadenlosen Schoten (z. B. ‘Delinel’) oder eine mit klassischen Bohnenfäden wählen. Fadenlose Sorten sind leichter zu verarbeiten, während fadenhaltige oft intensiver im Geschmack sind. Zudem gibt es Filetbohnen, die besonders schmale und zarte Hülsen ausbilden – ideal für feine Speisen.

Wenn Sie Buschbohnen in einem kleinen Garten oder auf dem Balkon anbauen möchten, achten Sie auf platzsparende Sorten wie ‘Davis’ oder ‘Provider’, die kompakt wachsen. Auch speziell für Topfkulturen gezüchtete Sorten, wie ‘Mascotte’, bieten sich an. Insgesamt lohnt sich eine Sortenwahl, die zu Ihrem Anbauziel und den Standortbedingungen passt. Ein Mix aus früh- und spätreifenden Sorten ermöglicht eine lange Erntezeit.

Video: Buschbohnen erfolgreich kultivieren

In diesem informativen Video lernen Sie die wichtigsten Aspekte des Buschbohnenanbaus kennen. Erfahren Sie, wie Sie die Pflanzen richtig pflegen und ernten, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Lassen Sie sich von anschaulichen Beispielen und praktischen Tipps begeistern!

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Buschbohnen anbauen: Grundlagen und Vorbereitung

Um Buschbohnen in Ihrem Garten erfolgreich zu kultivieren, müssen zunächst einige Grundlagen beachtet werden. Dazu gehört die Auswahl des richtigen Standorts, die Vorbereitung des Bodens und die Wahl der geeigneten Buschbohnensorte.
Buschbohnen benötigen einen sonnigen bis leicht schattigen Standort, an dem sie vor starkem Wind geschützt sind. Der Boden sollte gut durchlässig, humusreich und leicht feucht sein. Vor der Aussaat empfiehlt es sich, den Boden mit Kompost oder gut verrottetem Mist anzureichern.

Es gibt zahlreiche Sorten von Buschbohnen, die sich in Wuchsform, Farbe und Geschmack unterscheiden. Informieren Sie sich über die verschiedenen Sorten und wählen Sie diejenige aus, die am besten zu Ihren Bedürfnissen und Vorlieben passt.

Aussaat und Pflanzung der Buschbohnen

Die Aussaat der Buschbohnen erfolgt in der Regel von April bis Juli, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Die Samen können direkt ins Freiland gesät oder in Anzuchtschalen vorgezogen und später ausgepflanzt werden.
Bei der Direktsaat legen Sie die Samen in Reihen mit einem Abstand von etwa 40 bis 50 cm und etwa 5 cm Tiefe. Innerhalb der Reihen sollte der Abstand zwischen den einzelnen Samen etwa 10 cm betragen. Gießen Sie die Samen nach der Aussaat gut, um das Keimen zu fördern.

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Pflege und Ernte beim Buschbohnen anbauen

Die Pflege der Buschbohnen umfasst regelmäßäßiges Gießen, Unkrautbekämpfung und eventuell das Anbringen von Stützen. Buschbohnen benötigen in der Regel weniger Unterstützung als Stangenbohnen, können jedoch von niedrigen Stützen profitieren, um ein Umknicken der Pflanzen zu verhindern.

Achten Sie darauf, den Boden gleichmäßig feucht zu halten, insbesondere während der Blüte- und Fruchtphase. Vermeiden Sie jedoch Staunässe, da dies zu Wurzelfäule führen kann.

Das Entfernen von Unkraut um die Buschbohnen ist wichtig, um die Pflanzen vor Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser zu schützen. Lockern Sie dabei vorsichtig den Boden, um die Wurzeln der Buschbohnen nicht zu beschädigen.

Die Ernte der Buschbohnen beginnt etwa 8-10 Wochen nach der Aussaat und kann bis zum ersten Frost andauern. Pflücken Sie die Bohnen, wenn sie noch jung und zart sind, um den besten Geschmack zu gewährleisten. Regelmäßiges Ernten fördert zudem eine kontinuierliche Bohnenproduktion.

Fruchtfolge & Mischkultur: Der richtige Platz für Buschbohnen

Buschbohnen sind Stickstoffsammler, da sie über Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft binden. Dies hat einen großen Vorteil für die Bodenfruchtbarkeit und macht Bohnen zu idealen Vorpflanzen für Starkzehrer wie Kohl oder Tomaten. Nach dem Buschbohnenanbau profitieren Pflanzen wie Zucchini oder Kürbis vom Stickstoffüberschuss im Boden.

Um Krankheiten und Schädlinge zu vermeiden, sollten Buschbohnen nicht direkt nach anderen Hülsenfrüchten (z. B. Erbsen oder Bohnen) gepflanzt werden. Eine Anbaupause von mindestens drei Jahren ist empfehlenswert.

Mischkulturen helfen nicht nur, Schädlinge zu reduzieren, sondern können auch das Wachstum der Pflanzen positiv beeinflussen. Gute Pflanzpartner für Buschbohnen sind:

  • Karotten: Die feinen Wurzeln lockern den Boden und helfen der Bohne, besser zu wachsen.
  • Radieschen: Sie schützen vor Schädlingen wie Bohnenfliegen.
  • Dill & Bohnenkraut: Fördern das Wachstum und verbessern den Geschmack.
  • Ringelblumen & Tagetes: Halten schädliche Nematoden fern.

Weniger geeignet sind Zwiebeln, Knoblauch und Fenchel, da diese das Bohnenwachstum hemmen können.

Schädlingsbekämpfung & Krankheiten: So schützen Sie Ihre Buschbohnen

Obwohl Buschbohnen recht robust sind, können sie von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Ein häufiges Problem ist die Bohnenfliege, die junge Keimlinge befällt. Ein einfacher Schutz ist das Abdecken der Reihen mit einem Vlies in den ersten Wochen nach der Aussaat.

Blattläuse sind ebenfalls eine Gefahr, insbesondere in warmen, trockenen Sommern. Hier helfen natürliche Feinde wie Marienkäfer oder das Besprühen der Pflanzen mit einem Sud aus Brennnesseln. Auch Knoblauch- oder Zwiebelsud kann die Läuse vertreiben.

Ein weiteres Problem ist die Bohnenrostkrankheit, erkennbar an rostbraunen Flecken auf den Blättern. Sie tritt vor allem bei feucht-warmem Wetter auf. Um das Risiko zu minimieren:

  • Pflanzen nicht zu dicht setzen, um eine gute Belüftung zu gewährleisten.
  • Morgens statt abends gießen, damit die Blätter schneller abtrocknen.
  • Befallene Blätter sofort entfernen und nicht auf den Kompost geben.

Bei Wurzelfäule ist oft Staunässe die Ursache. Daher ist eine gute Drainage des Bodens essenziell.

Buschbohnen im Topf: So gelingt der Anbau auf Balkon oder Terrasse

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse können Buschbohnen erfolgreich angebaut werden. Wichtig ist die Wahl eines ausreichend großen Gefäßes: Der Topf sollte mindestens 30 cm tief und 25–30 cm im Durchmesser sein. Größere Kübel ermöglichen eine bessere Wasserspeicherung und reduzieren die Gießhäufigkeit.

Die Erde sollte gut durchlässig sein – eine Mischung aus hochwertiger Gemüseerde und etwas Sand oder Perlite sorgt für eine lockere Struktur. Um Staunässe zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies auf den Boden des Topfes zu legen.

Buschbohnen benötigen regelmäßig Wasser, sollten aber nicht zu nass stehen. An heißen Sommertagen ist es sinnvoll, morgens und abends zu gießen. Flüssigdünger für Gemüse kann alle zwei Wochen während der Blüte- und Fruchtphase verabreicht werden.

Kompakte Sorten wie ‘Mascotte’ oder ‘Davis’ eignen sich besonders für den Topfanbau, da sie niedrig bleiben und stabil wachsen. Eine zusätzliche Rankhilfe ist nicht zwingend nötig, kann aber helfen, die Pflanzen aufrecht zu halten.

Lagerung & Verarbeitung: Wie Sie Buschbohnen haltbar machen

Frisch geerntete Buschbohnen sollten schnell verarbeitet werden, da sie im Kühlschrank nur etwa 3–5 Tage haltbar sind. Wer eine größere Ernte hat, kann Bohnen auf verschiedene Weise haltbar machen:

  1. Einfrieren: Bohnen kurz blanchieren (2–3 Minuten in kochendem Wasser), dann in Eiswasser abschrecken und in Gefrierbeuteln oder Dosen einfrieren.
  2. Einwecken: Bohnen in Gläser füllen, mit kochendem Salzwasser übergießen und einkochen (bei 100°C für 120 Minuten).
  3. Trocknen: Ganze Bohnen an der Luft trocknen lassen oder in einem Dörrgerät schonend trocknen.
  4. Fermentieren: Mit Salzlake und Gewürzen in Gläsern fermentieren – das ergibt eine würzige, probiotische Variante.
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Durch diese Methoden kann die Ernte langfristig genutzt und Lebensmittelverschwendung vermieden werden.

Fazit: Buschbohnen anbauen im eigenen Garten

Buschbohnen anbauen ist eine lohnende und einfache Möglichkeit, frisches Gemüse im eigenen Garten zu erzeugen. Mit den richtigen Vorbereitungen, der sorgfältigen Pflege und der regelmäßigen Ernte können Sie eine reiche Ernte an schmackhaften Bohnen genießen. Probieren Sie es aus und erfreuen Sie sich an der Vielfalt der Buschbohnensorten und ihrem köstlichen Geschmack.


FAQ: Häufig gestellte Fragen

1. Wie lange dauert es, bis Buschbohnen keimen?

Die Keimdauer von Buschbohnen variiert je nach Sorte und Umweltbedingungen. Im Allgemeinen beginnen die Samen innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach der Aussaat zu keimen.

2. Muss ich Buschbohnen düngen?

Buschbohnen benötigen in der Regel keine zusätzliche Düngung, wenn der Boden vor der Aussaat mit Kompost oder gut verrottetem Mist angereichert wurde. Wenn der Boden jedoch arm an Nährstoffen ist, kann eine leichte Stickstoffdüngung während der Wachstumsphase vorteilhaft sein.

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3. Können Buschbohnen im Topf angebaut werden?

Ja, Buschbohnen können erfolgreich im Topf oder in Kübeln angebaut werden. Achten Sie darauf, einen ausreichend großen Topf mit guter Drainage und hochwertiger Blumenerde zu verwenden. Der Topf sollte mindestens 30 cm tief sein und einen Durchmesser von 25-30 cm haben.

4. Wie oft muss ich meine Buschbohnen gießen?

Die Häufigkeit des Gießens hängt von den Wetterbedingungen und dem Feuchtigkeitsgehalt des Bodens ab. Im Allgemeinen sollte der Boden gleichmäßig feucht gehaltenwerden, ohne dass Staunässe entsteht. In trockenen Perioden kann es notwendig sein, die Buschbohnen täglich zu gießen, während in feuchteren Zeiten weniger häufiges Gießen ausreicht. Prüfen Sie den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens regelmäßig und passen Sie das Gießen entsprechend an.

5. Wann ist der beste Zeitpunkt, Buschbohnen zu ernten?

Der beste Zeitpunkt, um Buschbohnen zu ernten, ist, wenn sie jung und zart sind. Dies ist normalerweise etwa 8-10 Wochen nach der Aussaat der Fall. Die Bohnen sollten noch schlank und fest sein, ohne dass sich die Samen innerhalb der Schote deutlich abzeichnen. Ernten Sie die Bohnen regelmäßig, um das Wachstum neuer Bohnen zu fördern und die Pflanzen produktiv zu halten.
Folgen Sie diesen Ratschlägen und Tipps, um erfolgreich Buschbohnen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon anzubauen. Genießen Sie das Gefühl der Selbstversorgung und den köstlichen Geschmack Ihrer selbst angebauten Bohnen. Viel Erfolg bei Ihrem Buschbohnen-Projekt!

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