DIY: Hochbeet befüllen – So wird´s gemacht
Ein Hochbeet bietet zahlreiche Vorteile: bessere Erträge, weniger Unkraut und eine längere Anbausaison. Doch der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Befüllung. Die Schichtung der Materialien bestimmt, wie gut Wasser gespeichert, Nährstoffe bereitgestellt und Pflanzen geschützt werden. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Hochbeet optimal befüllst – unabhängig von Größe oder Material. Wir geben dir außerdem Tipps zur Pflege und zum Nachfüllen, damit dein Hochbeet viele Jahre ertragreich bleibt. Ob für Gemüse, Kräuter oder Blumen – mit der richtigen Technik wird dein Hochbeet zum perfekten Gartenhelfer.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Deine Vorüberlegungen zur Hochbeet Befüllung
- 3 Anleitung: Hochbeet befüllen
- 4 Die Schichten
- 5 Nach Befüllen bzw. neu Befüllen
- 6 Hinweise zum Hochbeet befüllen
- 7 Vor dem Pflanzenanbau
- 8 Langfristige Pflege des Hochbeets: Nährstoffversorgung und Bodenpflege
- 9 Fehler vermeiden: Typische Probleme bei der Hochbeet-Befüllung
- 10 Warum das Hochbeet regelmäßig aufgefüllt werden muss
- 11 Fazit zum Hochbeet befüllen
Das Wichtigste in Kürze
- Die richtigeSchichtung: Unten grobes Material (Äste, Zweige), in der Mitte Kompost und oben nährstoffreiche Erde.
- Jahreszeit beachten: Herbst oder Frühjahr eignen sich am besten für die Befüllung.
- Nachfüllen notwendig: Die Erde sackt mit der Zeit ab, regelmäßiges Auffüllen verbessert die Erträge.
- Materialwahl: Kein behandeltes Holz oder belastete Materialien nutzen, um Schadstoffe zu vermeiden.
- Pflanzen optimal kombinieren: Mischkultur hilft, Schädlinge fernzuhalten und Nährstoffe effizient zu nutzen.
- Ökologisches Gärtnern: Speziell entwickelt für gesundes Wachstum in Hochbeeten.
- Nährstoffreich: Kombination aus organisch-mineralischem und organischem Dünger fördert kräftiges Pflanzenwachstum.
Deine Vorüberlegungen zur Hochbeet Befüllung
Bevor du dich nun an die einzelnen Schichten wagst, solltest du dir überlegen, welche Art von Beet du anlegen möchtest. Bei einem reinen Blumen und Zierpflanzen-Beet ist das Anlegen etwas einfacher, als wenn du Kräuter und Gemüse anbauen willst.
Aber keine Panik! Bei einem Kräuter- und Gemüsebeet musst du „nur“ die unten aufgeführte Anleitung zum Befüllen deines Hochbeets beachten.
Bei einem reinen Blumen- und Zierpflanzen-Beet hingegen brauchst du jedoch diese komplexe Beschichtung nicht vornehmen. Es reicht aus, wenn du auf eine luftdurchlässige Schicht setzt und danach das Beet mit Kompost und Blumenerde auffüllst.
Anleitung: Hochbeet befüllen
Generell gilt bei jeder Füllmethode, dass du unten grobe Füllmaterialien benutzen solltest und je weiter du nach oben gehst, immer feinere Materialien verwenden solltest. Daher sind grobe Äste unten anzulegen, feiner Kompost und Blumenerde hingegen in den obersten Schichten.
Als kleiner Tipp: bevor du den Aufbau deines Hochbeets planst und das Hochbeet befüllst, solltest du evtl. ein Gitter unter das Beet legen. So hältst du Wühlmäuse fern.
Die beste Jahreszeit um ein Hochbeet anzulegen, ist Herbst oder auch das Frühjahr. In dieser Zeit wirst du auch jede Menge Füllmaterial für dein Hochbeet finden können.
Die Schichten
Die erste Schicht, die sich am Boden befindet, besteht aus groben Gartenresten. So solltest du hier Äste, Zweige, Strauchreste nehmen und diese rund 25 Zentimeter auffüllen. Am Ende diese Schicht mit etwas Erde bedecken.
Die zweite Schicht wird schon minimal feiner und beinhaltet gehäckselte Materialien. Dünne Äste genauso wie klein gehäckseltes Holz sind hier optimal. Diese Ebene sollte rund 10-15 Zentimeter hoch werden. Optimal kannst du diese noch oben mit einer Schicht Laub ergänzen. Diese wird von vielen Gärtnern empfohlen.
Als nächstes wirst du groben Kompost und/ oder Kot (Dung) verwenden. Hier kannst du zum Beispiel „groben“ Küchen- und Wiesenkompost verwenden oder Stallmist von Pferden einbauen. Diese Schicht sollte ebenfalls 10-15 Zentimeter ausmachen.
Anschließend kommt schon die vorletzte Schicht, die aus rund 20 Zentimeter Feinkompost besteht. Hierzu eignet sich am besten feiner Küchenkompost, wie Obst- und Gemüseabfälle, Kaffee- und Teesud und Ähnliches. Alternativ kannst du auch Grobkompost vermischt mit Erde verwenden.
Die oberste Schicht wird aus Gartenerde bzw. Blumenerde genommen und diese nährstoffreiche Erde bis zum Beetrand aufgefüllt. Du solltest rund 2-3 Zentimeter zum Rand deines Hochbeetes Platz lassen.
Nach Befüllen bzw. neu Befüllen
Bereits nach ungefähr einem Jahr sackt die Erde im Hochbeet rund 10-15 Zentimeter herab, weshalb hier empfohlen wird, das Beet im Frühjahr am besten erneut mit Gartenerde etwas nachzufüllen.
Außerdem sollte man nach ungefähr 5-7 Jahren das Hochbeet komplett neu befüllen, da nach dieser Zeitspanne die Nährstoffe bereits von den Pflanzen / Gemüse-, und Kräuterarten aufgenommen wurden. Dies gilt für ein reines Blumen- sowie ein Gemüse- und Kräuterbeet.
Hinweise zum Hochbeet befüllen
Selbstverständlich musst du nicht die genaue Zentimeterangabe dieser Schichten umsetzen. Jedoch sollte das Verhältnis unter den Schichten stimmen, die mittleren Schichten sollten also am schmalsten sein und die anderen im Verhältnis größer. Dennoch solltest du die genannten Füllmaterialien in der genannten Reihenfolge verwenden.
Wenn du Material aus deinem eigenen Garten beim Befüllen verwendest, dann ist es enorm wichtig, dass es sich um „reinen“ Kompost handelt. Es dürfen keine Fleisch- oder Fischreste dabei sein. Die verwendeten Materialen müssen alle biologisch abbaubar sein.
Vor dem Pflanzenanbau
Wenn deine Schichten optimal gelegt wurden, musst du dich vor dem Anbau deiner Pflanzen selbstverständlich noch mit den einzelnen Pflanzentypen auseinandersetzen. Dazu ist es notwendig in Erfahrung zu bringen, in welchen Abständen sie gepflanzt werden müssen, welche Gemüse- oder Kräuterarten sie gerne als Nachbar haben oder auch wie tief diese angebaut werden.
All diese Informationen solltest du vor dem eigentlichen Pflanzenanbau nun noch in Erfahrung bringen.
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Langfristige Pflege des Hochbeets: Nährstoffversorgung und Bodenpflege
Ein Hochbeet muss regelmäßig gepflegt werden, damit die Pflanzen optimal wachsen. Da sich die organischen Materialien mit der Zeit zersetzen, sackt die Erde allmählich ab. Nach dem ersten Jahr sollte daher eine neue Schicht nährstoffreicher Erde aufgetragen werden. Dies sorgt dafür, dass die Pflanzen weiterhin genügend Nährstoffe erhalten. Alle fünf bis sieben Jahre sollte das Hochbeet vollständig neu befüllt werden, da dann die ursprünglichen organischen Materialien weitgehend zersetzt sind.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Nährstoffversorgung. Während der Vegetationsperiode benötigen Pflanzen eine zusätzliche Düngung, um gesund zu bleiben. Besonders Starkzehrer wie Tomaten oder Kürbis entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Natürliche Dünger wie Hornspäne, Kompost oder Brennnesseljauche sind empfehlenswert, um den Boden auf natürliche Weise zu regenerieren.
Auch die Bodenstruktur sollte regelmäßig geprüft werden. Falls das Hochbeet zu stark verdichtet ist, kann eine vorsichtige Auflockerung helfen. Dadurch wird die Belüftung verbessert und das Wurzelwachstum gefördert. Zudem sollte auf Schädlinge wie Engerlinge oder Schnecken geachtet werden, da diese sich in den unteren Schichten einnisten können.
Fehler vermeiden: Typische Probleme bei der Hochbeet-Befüllung
Viele Gartenfreunde machen den Fehler, ihr Hochbeet zu stark mit verdichtetem Material zu befüllen. Dadurch kann die Belüftung beeinträchtigt werden, was zu Staunässe und Schimmelbildung führt. Besonders in den unteren Schichten ist es wichtig, dass grobes Material locker bleibt.
Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Materialwahl. Behandeltes Holz oder belasteter Kompost können Schadstoffe enthalten, die das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen. Auch Zeitungspapier oder nicht vollständig verrottetes Material sind problematisch, da sie Pilzbefall begünstigen.
Zudem sollte das Hochbeet nicht an einem ungünstigen Standort platziert werden. Ein Platz im Halbschatten kann für viele Gemüsesorten problematisch sein, da sie für optimales Wachstum mindestens sechs Stunden Sonnenlicht benötigen. Windgeschützte, sonnige Standorte sind ideal.
Schließlich ist auch die Fruchtfolge ein wichtiger Aspekt: Nach jeder Saison sollte der Anbauplan überdacht werden, um einseitige Nährstoffverarmung zu vermeiden. Starkzehrer wie Kohl sollten nicht jedes Jahr an der gleichen Stelle stehen, da sie viele Nährstoffe aus dem Boden ziehen. Stattdessen empfiehlt sich eine Kombination mit Schwachzehrern wie Salat oder Kräutern.
Warum das Hochbeet regelmäßig aufgefüllt werden muss
Nach einiger Zeit sackt die Erde im Hochbeet ab – das ist ganz normal, da sich organisches Material zersetzt und Mikroorganismen die Erde lockern. Dieser natürliche Prozess sorgt für eine nährstoffreiche Umgebung, doch du musst das Hochbeet regelmäßig nachfüllen, um die optimale Höhe zu erhalten. Besonders im Frühjahr sollte eine Schicht frische Komposterde hinzugefügt werden, um den Pflanzen wieder ausreichend Nährstoffe bereitzustellen. Ein kompletter Austausch der Erde ist nach etwa 5–7 Jahren notwendig, da sich die enthaltenen Nährstoffe mit der Zeit erschöpfen. Wer diesen Prozess verzögern möchte, kann regelmäßig Kompost oder organischen Dünger untermischen. Auch Mulchen mit Rasenschnitt oder Stroh hilft, den Boden feucht und fruchtbar zu halten.
Fazit zum Hochbeet befüllen
Ein Hochbeet bietet eine unglaublich gute Möglichkeit, Gemüse, Kräuter und einzelne Zierpflanzen anzubauen. Dieses System kann jedoch nur funktionieren, wenn du dich an die einzelnen Schichten eines Hochbeets hältst.
Dabei musst du nicht pingelig darauf achten, dass die genauen Zentimetermaße der Schichten stimmen, sondern dass du die einzelnen Materialien im optimalen Verhältnis zueinander angelegt hast. Viel Spaß beim Befüllen deines Hochbeets!