Moos entfernen auf Terrasse und Gehweg
Moos ist ein seltsames Gewächs. In manchen Fällen dient es zur Dekoration und kann im Garten für eine interessante Abwechslung sorgen. Nebenbei ein hervorragender Wasserspeicher für durstige Pflanzen ringsherum. Doch so kann es auch störend sein! Moos entfernen auf Terrasse und Gehweg ist eine mühselige, aber wichtige Aufgabe.
Das wild wachsende Moos sieht in Ein- und Auffahrten, auf dem Balkon, zwischen Gehwegplatten und an sonstigen begehbaren Stellen ungepflegt aus und wirkt immer nach Verfall. Zusätzlich kann der pflanzliche Wasserspeicher seinem Untergrund enormen Schaden zufügen, da die Gehwege und Terrassen permanent Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Daher ist das regelmäßige Entfernen von Moos wichtig. Schon beim Terrasse selber bauen, kann man sich auf das spätere Entfernen der unerwünschten Pflanzen einstellen.
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Moos entfernen auf Terrasse und Gehweg – unsere fünf Quick-Tipps
- 2 Moos entferne aus Pflasterfugen: die mechanische Lösung
- 3 Der Fugenkratzer
- 4 Ausbürsten von Moosen
- 5 Moos entfernen mit einem Gerät
- 6 Moos vernichten mit einem Gasbrenner
- 7 Saubere und moosfreie Steine mit einem Hochdruckreiniger
- 8 Die chemische Lösung mit einem Algen- und Grünbelagentferner
- 9 Warum wächst Moos auf Terrasse und Gehwegen?
- 10 Langfristige Vorbeugung gegen Mooswachstum
Moos entfernen auf Terrasse und Gehweg – unsere fünf Quick-Tipps
- Der Fugenkratzer ist das verlässlichste Werkzeug beim Entfernen von Moos.
- Harte Bürsten sorgen mit etwas Kraft für ein sauberes Ergebnis.
- Flammen sind einer jeden Pflanze tot.
- Der Hochdruckreiniger ist perfekt um alte Gehwegsteine aufzupolieren und gleich das Moos aus den Fugen zu drängen.
- Die chemische Lösung: Algen und Grünbelagentferner.
Moos entferne aus Pflasterfugen: die mechanische Lösung
Legt man nicht selber Hand an, dann wird es auch nichts. Getreu diesem Motto muss man mit eigener Muskelkraft, auf mechanischem Wege, den unschönen Grünbelag entfernen. Dafür bieten sich zwei bewährte Methoden an: der Fugenkratzer und das Fegen. Welche von beiden Varianten Du wählst hängt ganz nach Lust und Laune ab, und wie tief verankert Moos und Unkraut sind.
Der Fugenkratzer
Die erste Variante, die jeder Gärtner bei der Beseitigung von Moos und Unkräuter aus den Pflasterfugen benutzt. Allerdings benötigt man hierbei ein wenig Muskelkraft, denn die Stahlklinge lässt sich nicht mit Luft und Liebe zwischen den Steinfugen bewegen. Doch die Mühe ist nicht umsonst, denn mit der Klinge lassen sich auch gleich die Wurzeln jeglichen Unrats entfernen.
So schnell kommt dann kein Moos und auch kein Unkraut mehr zurück. Achte beim Kauf eines Fugenkratzers auf die Machart. Manchmal bekommt man nur eine Klinge, was natürlich super günstig ist, allerdings lohnt es sich in ein vernünftiges Gerät mit einem langen Stiel zu investieren. Damit bekommst Du mehr Hebelkraft, die Arbeit wird leichter und gleichzeitig wird der Rücken geschont.
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Ausbürsten von Moosen
Es ist ein sonniger Sonntag. Die Läden haben geschlossen und eigentlich wäre gerade das perfekte Wetter um sich die Gartenwege mal vorzunehmen. Doch kein Fugenkratzer, Brenner oder sonstige Hilfsmittel sind vorhanden? Keine Sorge! Der Besen bietet eine funktionierende Alternative dar, wenn auch mit kleinen Abstrichen.
Bedingung für einen Besen sind harte Borsten. Weiche Köpfe werden wenig ausrichten. Nun kann man mit etwas mehr Muskelkraft den Moosbewuchs aus den Fugen zu schieben. Eine etwas mühsame Methode, doch für kleinere Arbeiten reicht es allemal. Außerdem kombiniert man somit zwei Arbeitsschritte in einem: nicht erst auskratzen und dann zusammenfegen.
Insbesondere für Terrassen eignet sich ein stabiler Besen. Die Fliesen bleiben unbeschadet und oftmals gibt es ja bei Terrassen oder Balkonen auch eher kleine Flächen. Bei Gehwegen hingegen empfehlen wir dann schon eher einen Fugenkratzer.
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Moos entfernen mit einem Gerät
Wenn die eigene Kraft nachlässt, dann steht man vor einem unfertigen Projekt dar. Kein schönes Gefühl, oder? Vielleicht hilft es ja dann, wenn man sich mit einem Gartengerät etwas Abhilfe schafft. Wir verwenden dabei einen Gasbrenner oder einen Hochdruckreiniger.
Moos vernichten mit einem Gasbrenner
Könnte man sich etwas Effektiveres vorstellen, als mit einem Flammen jegliches Moos und Unkraut zu verbrennen? Eigentlich nicht. Die extreme Hitze verbrennt jegliches unerwünschtes Grünzeug sofort, sodass man die verkohlten Überreste danach nur noch zusammenfegen und entsorgen muss. Ein sehr angenehmer Arbeitsschritt, welcher nicht viel Kraft und auch nicht viel Aufwand macht.
Allerdings sollte man mit einem Gasbrenner immer vorsichtig umgehen. Wachsen die zu beseitigenden Pflanzen in der Nähe von anderen Gewächsen, welche stehen bleiben sollen, dann ist es vielleicht nicht die beste Methode, da man die umstehenden Gewächse mit ankokeln kann. Und angebrannte Pflanzen erholen sich meist nur sehr langsam von der Verbrennung.
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Saubere und moosfreie Steine mit einem Hochdruckreiniger
Vielleicht ein wenig zweckentfremdet, doch mit einem Hochdruckreiniger kann wieder wunderbar 2 in 1 kombinieren. Der Hochdruckreiniger bringt ältere Steine, Platten und Fliesen wieder zu neuem Glanz und ganz nebenbei sorgt der enorme Druck dafür, dass das Moos aus den Fugen springt. Tolle Kombination, oder?
Der kraftvolle Wasserstrahl eignet sich für alle festen und soliden Untergründe. Solange Du also keine Sandsteinterrasse, oder eine Holzterrasse hast, kannst Du den Hochdruckreiniger ziemlich narrensicher verwenden. Mit der Anwendung des Reinigers kommt aber ein Arbeitsschritt dazu: die Fugen müssen mit wieder mit Sand aufgefüllt werden.
Vielleicht ein lästiger Arbeitsschritt, jedoch eine tolle Möglichkeit Dansand zu verwenden. Die dichte Struktur und nährstoffarme Eigenschaft des speziellen Sand macht ihn perfekt zum Auffüllen von Fugen auf Gehwegen. Unkräuter können sich nicht verwurzeln und finden zusätzlich auch keine Nährstoffe in dem Sand.
- Geeignet für Einfahrten und Terrassen, enthält spezielle organische Mineralien, die das Wachstum von Unkraut verhindern.
- Einfach anzuwenden und optimiert für 1 bis 5 mm Fugen auf Terrassen, Einfahrten und Gehbereichen.
Die chemische Lösung mit einem Algen- und Grünbelagentferner
Die einfachste Lösung, die natürlichen kein Bürsten oder Kratzen verlangt, ist die Anwendung eines Algen- und Grünbelagentferners. Im Geschäft werden diese zumeist als Konzentrat verkauft, sodass man zuhause natürlich erst eine passende Lösung anfertigen muss – sprich mit Wasser verdünnt. Das macht das Konzentrat natürlich unheimlich anpassungsfähig.
Je nach Wassermenge ist es dementsprechend stärker oder auch schwächer im Einsatz gegen unerwünschtes Grün. Allerdings sollte man hier unbedingt auf umliegende Pflanzen achten und auch die Verseuchung des Grundwassers bedenken. Eine übermäßige Anwendung von diesen chemischen Helferlein sorgt nachhaltig zu Belastung der Grundwasserbestände.
Vorteil an diesen Mitteln ist die nachhaltige Wirkung. Bei einige Produkten gibt es nachhaltige Wirkstoffe, sodass man diese nur einmal verwendet und dann für die darauf folgenden Jahre erstmal Ruhe hat.
Warum wächst Moos auf Terrasse und Gehwegen?
Moos ist eine anpassungsfähige Pflanze, die besonders in feuchten, schattigen und nährstoffreichen Umgebungen gedeiht. Gehwegplatten, Terrassen und Einfahrten sind perfekte Wachstumsorte, da Regenwasser oft in den Fugen bleibt und sich über längere Zeit Feuchtigkeit ansammelt. Besonders auf Nordseiten, unter Bäumen oder an Gebäudekanten wächst Moos verstärkt, da dort weniger Sonnenlicht hinkommt.
Zudem fördert eine hohe Luftfeuchtigkeit das Wachstum. Eine weitere Ursache für Moosbildung ist saurer Boden – wenn der pH-Wert zu niedrig ist, kann sich Moos schneller ansiedeln. Ein einfacher Test mit pH-Teststreifen kann Aufschluss darüber geben, ob der Boden zu sauer ist. In diesem Fall kann das Auftragen von Kalk helfen, um den pH-Wert zu neutralisieren und das Mooswachstum zu reduzieren.
Langfristige Vorbeugung gegen Mooswachstum
Neben der Entfernung sollte man überlegen, wie Moos langfristig verhindert werden kann. Eine Möglichkeit ist das regelmäßige Kehren von Gehwegen und Terrassen, um Feuchtigkeit und organisches Material (z. B. Laub) zu entfernen. Auch das Auftragen von Fugensand mit hoher Dichte (z. B. Dansand) kann helfen, da dieser kaum Nährstoffe enthält und Unkrautwachstum unterdrückt. Zudem kann eine verbesserte Drainage helfen – falls Regenwasser nicht richtig abläuft, sollte geprüft werden, ob Ablaufrinnen oder ein leichtes Gefälle nötig sind.
Chemische Mittel sollten nur als letzte Option genutzt werden, da sie oft das Grundwasser belasten. Umweltfreundliche Alternativen sind Essiglösungen (in Deutschland nur auf Privatgrund erlaubt) oder heißes Wasser. Wer eine Terrasse neu baut, kann von vornherein Materialien wählen, die weniger anfällig für Moosbildung sind, wie glatte Steinplatten statt rauer Betonpflaster.