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Rasen vertikutieren

Rasen vertikutieren und belüften leicht erklärt.

Vor allem alte Rasenflächen sind mit der Zeit von Moos und Rasenfilz durchzogen. Dazu kommen noch Mährückstände, denn auch die besten Rasenmäher fangen nicht alles im Fangkorb auf und auch beim sorgfältigsten Zusammenfegen liegengebliebener Mährückstände bleiben immer noch Reste auf der Rasenfläche liegen. Das alles wirkt sich letztendlich negativ auf das Wachstum und das Gedeihen des Rasens aus. Regelmäßiges Vertikutieren sorgt dafür, dass der Rasen wieder ordentlich wachsen kann und die Rasenfläche auf Dauer gepflegt wirkt.

Was ist Vertikutieren?

Ohne regelmäßige Pflege wird Rasen an seinem Wachstum gehindert und die Rasenfläche ist mehr und mehr von Moos und Rasenfilz durchzogen. Regelmäßiges Mähen reicht bei weitem nicht aus, damit die Rasenfläche dauerhaft schön bleibt und der Rasen optimal gedeihen kann. Durch Vertikutieren werden Moos, Rasenfilz und alte Mährückstände von der Rasenfläche entfernt. Dazu wird die Grasnarbe mit einem Vertikutierer leicht angeritzt.

Ein Vertikutierer ist zu diesem Zweck mit rotierenden Messern ausgestattet, die unerwünschtes Moos, Mährückstände und Rasenfilz abschneiden und gleichzeitig aufwirbeln. Das abgeschnittene Material kann daher nach dem Vertikutieren einfach mit einer Harke zusammengeharkt und aufgesammelt werden. Manche Vertikutierer haben zum Aufsammeln, ähnlich wie ein Rasenmäher, gleich einen Auffangkorb.

Durch das Aufritzen der Grasnarbe wird der Boden wieder besser durchlüftet und die Wurzeln bekommen wieder mehr Sauerstoff. Zudem werden Wasser und Dünger wieder besser vom Boden aufgenommen. Der Rasen wird wieder besser bewässert und kann die Bodennährstoffe einfacher aufnehmen. Der Rasen wächst durch regelmäßiges Vertikutieren wieder besser und die gesamte Rasenfläche wirkt auch optisch wieder schön und gepflegt.

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Vertikutieren Anleitung

Vor dem Vertikutieren sollte der Rasen recht kurz geschnitten werden. Optimal ist eine Höhe von 2 bis 4 cm. Der Rasen sollte grundsätzlich nur in trockenem Zustand vertikutiert werden. Das Vertikutieren ist zwar eine wichtige Maßnahme zur Rasenpflege und sorgt dafür, dass der Rasen danach wieder besser wachsen und gedeihen kann, doch das Vertikutieren selbst ist für den Rasen eine Strapaze.

Er wird dabei recht unsanft von unerwünschtem Moos, Rasenfilz und Mährückständen befreit und auch nicht fest verwurzelte Gräser werden herausgeschnitten. Ist die Rasenfläche beim Vertikutieren feucht, werden dabei weitaus mehr Gräser herausgeschnitten, weil die einzelnen Graswurzeln durch die Nässe fester zusammenhalten. Zudem wird der Vertikutierer durch eine feuchte Rasenfläche weitaus stärker beansprucht und lässt sich nach Gebrauch schlechter reinigen. Der Vertikutierer sollte vor Beginn der Arbeit so eingestellt werden, dass die Grasnarbe etwa 3 Millimeter eingeritzt wird.

Das Gerät sollte zügig und ohne Stehenbleiben in gleichmäßigen Bahnen über die Rasenfläche geführt werden. Vertikutierer schalten sich ab, sobald sie zum Stehen kommen. Das erschwert die Arbeit und macht das Arbeitsergebnis ungleich. Nach dem Vertikutieren sollten alle herausgeschnittenen Materialien mit einer Harke zusammengeharkt und von der Rasenfläche entfernt werden. Auch wenn der Vertikutierer über einen Auffangkorb verfügt, ist das anschließende Zusammenharken empfehlenswert. Genau wie beim Mähen gibt es immer Rückstände, die nicht im Auffangkorb landen.

Rasen vertikutieren – Wann ist die beste Zeit?

Die besten Zeiten zum Vertikutieren sind grundsätzlich im Frühjahr ab Mitte April und im Herbst ab Anfang September. Vertikutieren ist eine Maßnahme, die dem Rasen zu einem besseren Wachstum und damit zu einem gleichmäßigen und gepflegten Aussehen verhelfen soll. Der Vorgang selbst ist für die Rasenfläche jedoch strapaziös.

Im Frühjahr und im Herbst sind die Temperaturen nicht so hoch und der Rasen erhält in der Regel immer genug Feuchtigkeit. Der Rasen wird also nicht zusätzlich zum Vertikutieren auch noch durch große Hitze und Trockenheit strapaziert. Außerdem fördern die milden Temperaturen und die ausreichende Bewässerung im Frühjahr und Herbst grundsätzlich das Wachstum des Rasens, sodass er sich nach dem Vertikutieren besser erholen kann.

Rasen vertikutieren im Frühjahr

Grundsätzlich kann der Rasen im Frühjahr oder im Herbst vertikutiert werden. Viele bevorzugen jedoch das Frühjahr für diese Arbeit. Im Frühling beginnt die Vegetationszeit erneut und der Rasen beginnt erneut mit seinem Wachstum. Etwa eine Woche vor dem Vertikutieren sollte die Rasenfläche daher gedüngt werden.

So erhalten die Gräser schon vorab alle Nährstoffe, die sie für ein kräftiges Wachstum benötigen. Wird der Rasen im Frühjahr vertikutiert, hat er noch genügend Zeit, um wieder kräftig durchzuwachsen. Findet das Vertikutieren hingegen im Herbst statt, kann ein früher Frosteinbruch die Wachstumsphase schnell beenden und der Rasen kann sich nicht so gut vom Vertikutieren erholen wie das im Frühling der Fall ist.

Rasen vertikutieren – wie oft?

Zur regelmäßigen Rasenpflege gehört auch das regelmäßige Vertikutieren dazu. Es reicht, wenn der Rasen regelmäßig einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, vertikutiert wird. Grundsätzlich sollte auf keinen Fall mehr als zweimal pro Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, vertikutiert werden, denn die Behandlung hilft dem Rasen zwar bei der Regeneration und fördert das gesunde Wachstum, ist aber gleichzeitig auch strapaziös für jede Rasenfläche.

Der Rasen sollte vor dem Vertikutieren erst gedüngt und mindestens zweimal gemäht werden. Bei Rasenflächen, die regelmäßig einmal pro Jahr vertikutiert werden, reicht es, wenn die Fläche einmal in gleichmäßigen Bahnen in eine Richtung vertikutiert wird. Im Folgejahr kann dann in die entgegengesetzte Richtung vertikutiert werden. Wurde der Rasen noch nie oder seit mehreren Jahren nicht mehr vertikutiert, ist es ratsam, gleich zweimal hintereinander zu vertikutieren.

Dabei sollte zunächst in Längs- und danach in Querrichtung vertikutiert werden. So entsteht ein Schachbrettmuster. Das zweimalige Vertikutieren sorgt dafür, dass die Rasenfläche gründlicher von Moos, Rasenfilz und Mährückständen befreit wird. Junger Rasen sollte erst einmal gar nicht vertikutiert werden. Beim ersten Vertikutieren soll eine Rasenfläche mindestens 2 bis 3 Jahre alt sein. Beim Vertikutieren werden auch nicht fest verwurzelte Gräser abgeschnitten. Junger Rasen ist noch nicht ganz fest verwurzelt, sodass ein zu frühes Vertikutieren die Rasenfläche nachhaltig beschädigen würde.

Nach dem Vertikutieren

Nach dem Vertikutieren benötigt der Rasen ein wenig Schonung, damit er sich erholen und regenerieren kann. Er sollte daher für ein paar Wochen so wenig wie möglich betreten werden. Falls es warm und trocken ist, muss der Rasen in der Zeit nach dem Vertikutieren bewässert werden. Eine Düngung nach dem Vertikutieren ist ratsam. Durch die Entfernung von Moos, Rasenfilz und Mährückständen können kahle Stellen auf der Rasenfläche entstehen. Diese sollten direkt nach dem Vertikutieren durch Nachsaat ausgebessert werden.

Handvertikutierer – macht der noch Sinn?

Zum Vertikutieren wird ein Vertikutierer benötigt. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Neben den Handvertikutierern gibt es noch elektrische und benzinbetriebene Geräte. Handvertikutierer sind die preiswerteste Lösung. Sie werden zumeist für kleine Rasenflächen empfohlen, denn das Vertikutieren per Hand ist anstrengend. Das Gerät muss mit relativ großem Kraftaufwand durch die Grasnarbe gezogen werden.

Benzinbetriebene Vertikutierer sind meist recht groß und schwer. Sie werden daher vorzugsweise für große Rasenflächen oder für schwere und trockene Böden benötigt. Durch die Schwere des Gerätes können die Messer tief genug in die Grasnarbe eindringen. Für die meisten Gartenbesitzer ist ein elektrischer Vertikutierer ideal.

Damit ist das Vertikutieren ohne großen Kraftaufwand möglich und die Geräte sind relativ preiswert, sodass sich auch bei kleinen Rasenflächen die Anschaffung durchaus lohnt und die Anstrengung beim Vertikutieren mit einem Handvertikutierer vermieden werden kann.

Rasen vertikutieren oder lüften?

Rasen vertikutieren oder lüften – viele Gartenfreunde fragen sich, worin genau der Unterschied liegt. Beim Lüften des Rasens wird lediglich der Boden aufgelockert. Wasser und Dünger können wieder besser in den Boden eindringen und die Gräser werden wieder besser mit Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt. Außerdem dringt wieder mehr Sauerstoff in den Boden ein, der für ein gesundes Wachstum ebenfalls wichtig ist.

Beim Vertikutieren werden Moos, Rasenfilz und Mährückstände entfernt. Außerdem werden auch nicht fest verwurzelte Gräser entfernt. Durch die teilweise Entfernung der Graswurzeln entstehen zwar kahle Stellen in der Rasenfläche, die einzelnen Gräser verzweigen sich aber wieder besser nach der Entfernung der überschüssigen Wurzeln und werden so insgesamt dichter. Vertikutiergeräte erledigen das Lüften und Vertikutieren in einem Arbeitsgang.

Die rotierenden Messer entfernen Moos, Rasenfilz und Mährückstände sowie nicht festverwurzelte Gräser und ritzen dabei die Grasnarbe gleichzeitig ein. So wird der Boden zusätzlich zum Vertikutieren auch gelüftet. Gelüftet werden kann der Boden auch ohne zu vertikutieren. Das funktioniert beispielsweise durch Einstechen in den Boden mit einer Grasgabel oder durch das Begehen des Rasen mit entsprechenden Nagelschuhen.

Wer seinen Rasen regelmäßig einmal pro Jahr vertikutiert, kann sich also die zusätzliche Arbeit des Rasenlüftens sparen. Insofern ist das Lüften des Rasens allenfalls bei noch jungen Rasenflächen interessant, denn vertikutiert sollte der Rasen erst werden, wenn er mindestens zwei bis drei Jahre alt ist. Auch bei jungen Rasenflächen ist das Lüften zumeist noch nicht notwendig. Wurde die Rasenfläche fachgerecht mit einer entsprechenden Aufbereitung des Bodens angelegt, ist der Boden in der Regel noch nicht so hart und trocken, dass er gelüftet werden muss.

Entscheidend dafür ist die richtige Bodenzusammensetzung. Rasen benötigt einen humusreichen Boden, der aber auch mit Sand versetzt sein sollte, denn der Sand sorgt für die notwendige Bodenlockerheit. Ideal als Untergrund ist Rasenerde. Diese ist fertig gemischt und enthält zumeist sogar schon Dünger zur Nährstoffversorgung.

Wer indes den Bodengrund selbst mischen möchte, sollte dazu etwa 50 % Kompost, 40 % Humus und 10 % Sand verwenden. Ist der Bodengrund von vornherein perfekt auf die Bedürfnisse von Rasen abgestimmt, benötigt der junge Rasen auch keine Belüftung des Bodens. Dann reicht es völlig aus, wenn er nach zwei oder drei Jahren erstmalig vertikutiert wird und danach regelmäßig einmal pro Jahr mit dem Vertikutierer behandelt wird.

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